Butter selber machen: Anleitung für Süßrahmbutter und Sauerrahmbutter

Butter selber machen
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Für viele von uns ist Butter unentbehrlich – ob auf dem Brot oder beim Backen. Warum aber im Handel kaufen, wenn man sie ganz einfach selbst herstellen kann?

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Butter gehört zu den essentiellen Lebensmitteln, denn wir kochen und backen damit, oder schmieren sie aufs Brot. Da liegt der Gedanke nicht fern, sie selbst herzustellen. Hierfür benötigt man nur etwas Sahne oder Milch.

Während es zu Großmutters Zeiten noch notwendig war, ein Butterfass aufzustellen und aus der Herstellung von Butter einen kräftezehrenden Prozess zu machen, ist es heute ganz einfach mittels Milch oder Sahne, etwas Muskelkraft, sowie einem Schraubglas möglich. Die Herstellung dauert nicht einmal besonders lang.

Sinnvoll ist die Zubereitung eigener Butter vor allem deshalb, weil man genau weiß, was drin ist. Wer seine Butter beispielsweise gerne mit etwas mehr Salz genießt, kann selbst bestimmen, wie viel er davon hinterher in die Butter gibt. Genauso gut dienen die folgenden Rezepte als Grundlage für die Herstellung von Knoblauch- oder Kräuterbutter, die bei jedem Grillerlebnis unerlässlich ist.

Süßrahmbutter herstellen

Butter mittels Sahne herstellen

Am einfachsten lässt sich Butter aus Sahne herstellen. Dazu benötigen Sie lediglich …

• 200 ml Sahne (frisch aus dem Kühlschrank)

• Schraubglas (Fassungsvermögen größer als 200 Milliliter)

Schritt 1:

Füllen Sie die Sahne in das Schraubglas und verschließen Sie dieses fest.

Schritt 2

Anschließend beginnen Sie damit, das Glas mit der Sahne gleichmäßig zu schütteln. Das Ziel dieses Vorgehens besteht darin, das in der Sahne enthaltene Fett von der restlichen Flüssigkeit zu trennen. Nach ein paar Minuten verfestigt sich die Sahne und Sie erhalten die typische geschlagene Sahne. Schütteln Sie weiter, setzen sich zuerst nur kleinere Kugeln Fett ab. Aber je länger Sie schütteln, desto größer werden die Kugeln und umso mehr Flüssigkeit kann sich absetzen. Dies ist vor allem wichtig, um die Haltbarkeit der Butter zu erhöhen. Die Flüssigkeit, die am Ende übrig bleibt, ist Buttermilch. Sie wird abgegossen und übrig bleiben kleine Süßrahm-Butterkugeln.

Schritt 3:

Im letzten Schritt wird die Butter gewaschen. Hierzu gibt man sie in eiskaltes Wasser und knetet sie sorgfältig durch. Dieser Vorgang sollte mehrmals mit frischem Wasser wiederholt werden, da sich so die letzten Reste der Buttermilch aus dem Fett lösen. Danach ist die Butter fertig und kann nach Belieben gesalzen, oder mit Kräutern, sowie Knoblauch versehen werden.

Bei einer Menge von 200 Millilitern Sahne entstehen auf diesem Weg etwa 69 Gramm Butter. Rechnerisch fällt ein ganzes Pfund Butter zwar nicht wirklich günstiger aus, doch selbstgemachte Butter ist immer eine willkommene Möglichkeit, falls die Geschäfte geschlossen haben, aber noch einen Becher Sahne im Kühlschrank steht.

Natürlich können Sie die Butter auch mit einem Mixer herstellen. Aber die Herstellung per Hand spart Strom und funktioniert auch sehr gut, wie Sie im folgenden Video sehen:

Butter herstellen mittels Milch

Sie können auch direkt aus der Milch Butter herstellen. Diese Methode ist jedoch etwas komplizierter und setzt vor allem bestimmte Eigenschaften bei der verwendeten Milch voraus. Sie sollte …

  • mindestens drei Prozent Fett enthalten
  • nicht homogenisiert sein

Letzteres ist so wichtig, weil während des Homogenisierens die Fettkügelchen in der Milch zerkleinert werden und sich somit nicht mehr auf der Oberfläche absetzen können. Dies ist für den Prozess der Butterherstellung jedoch essentiell. Rohmilch eignet sich am besten zur Butterherstellung. Diese erhält man meist direkt beim Bauern. Mit der Verarbeitung sollte man sich jedoch nicht allzu viel Zeit lassen, da die Milch sonst verdirbt. Eine Alternative zur Rohmilch bieten Reformhäuser in Form von Vorzugsmilch an.

Sofern die Milch die Voraussetzungen erfüllt, lassen Sie ein Glas Milch über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Am nächsten Morgen können Sie den Rahm abschöpfen, der sich über Nacht auf der Oberfläche abgesetzt hat.

Die Herstellung der Butter erfolgt nun ebenfalls über das Schütteln im Glas. Allerdings setzt sich nur sehr wenig Rahm auf einem Glas Milch ab, so dass die Buttermenge noch geringer ausfällt. Auf zwei Litern Rohmilch setzen sich etwa 80 Gramm Rahm ab.

Sauerrahmbutter herstellen

Bei den oben beschriebenen Rezepten resultiert stets die sogenannte Süßrahmbutter. Sauerrahmbutter wird zwar ähnlich hergestellt, doch vor der Verarbeitung ist es erforderlich, sie mit Milchsäurebakterien anzureichern. Die Butter erhält dadurch einen leicht säuerlichen Geschmack.

Im Haushalt kann zur Zubereitung Naturjoghurt verwendet werden, denn in diesem sind die erforderlichen Milchsäurebakterien bereits enthalten.

» Lesetipp: Joghurt selber machen: So gelingt die gesunde Variante

Insgesamt benötigt man die folgenden Zutaten:

  • 500 ml Sahne (auf Raumtemperatur)
  • 100 ml Naturjoghurt

Für die Zubereitung gibt man zunächst die Sahne und den Naturjoghurt in eine Schüssel und verrührt beides miteinander. Nun wird die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt und für etwa 24 Stunden stehen gelassen. Nachdem sie zwei weitere Stunden im Kühlschrank ruhen durfte, wird die Masse aufgeschlagen, bis sich Fett und Buttermilch voneinander trennen.

Im Anschluss ist es erforderlich, die Buttermilch abzugießen und die Butter zu waschen. Hat sie eine kompakte Form angenommen, ist sie fertig.

Infos zu Aufbewahrung und Haltbarkeit

Die fertige Butter sollte idealerweise in Pergamentpapier gewickelt und im Kühlschrank gelagert werden. Je besser sie im letzten Schritt gewaschen wurde, desto länger hält sie. Üblicherweise spricht man hier von einem Zeitraum zwischen einer und drei Wochen. Selbstverständlich ist die Aufbewahrung in der Butterdose ebenso möglich.

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