Energie sparen beim Backen – 8 Tipps

Energie sparen beim Backen
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Heutzutage möchte jeder so viel Geld sparen wie nur möglich. Fangen Sie doch einfach mal im Haushalt damit an. Hier schlummert viel Einsparpotenzial. Alleine beim Backen können Sie viel Energie sparen.

Kochen und Backen ist für die meisten keine Hausfrauenpflicht, sondern viel mehr Spaß und oftmals sogar eine richtige Leidenschaft. Da werden Sonntagsbraten gezaubert, leckere Kuchen kreiert und Pizzen selber gebacken. Klar, dass dabei eine Menge Strom verbraucht wird. Vor allem, wenn der Backofen nicht nur am Wochenende intensiv genutzt wird. Alleine 10 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt entfallen deshalb auf das Kochen und Backen. Wer jedoch leidenschaftlich gerne den Kochlöffel schwingt, der wird wahrscheinlich noch mehr verbrauchen. Deshalb ist es immer gut zu wissen, wie man beim Kochen und vor allem beim Backen Energie und somit bares Geld sparen kann. Ein paar Tipps möchten wir Ihnen hier einmal vorstellen.

So sparen Sie beim Backen viel Energie

❍ Tipp 1 – sparsamen Backofen kaufen:

Wer prinzipiell energiesparend backen möchte, der sollte sich einen sparsamen Backofen zulegen. Hierzu sollten Sie immer einen Blick auf das so genannte EU-Energielabel werfen. Es gibt Auskunft über die Energieeffizienzklasse und somit über den Energieverbrauch. Mit Hilfe dieses Labels erkennen Sie also auf einen Blick, ob es sich bei dem jeweiligen Gerät um ein stromsparendes handelt. Dabei ist die Energieeffizienzklasse A die beste und D die schlechteste. Halten Sie also grundsätzlich Ausschau nach Geräten mit der Energieeffizienzklasse A. Diese unterteilt sich allerdings auch noch in A, A+, A++ und A+++. Je mehr Pluszeichen ein Gerät der Klasse A besitzt, desto besser. Denn Geräte mit der Kennzeichnung A+++ sind die sparsamsten.

❍ Tipp 2 – Umluft statt Ober-/Unterhitze nutzen:

Wenn Sie sich ein Rezept anschauen, werden Sie sehen, dass die Backzeit immer wie folgt angegeben wird: 40 Minuten bei 180°C Umluft oder 200°C Ober-/Unterhitze. Wenn Sie schon die Wahl haben, dann nutzen Sie immer die Umluftfunktion Ihres Backofens. Und das aus einem ganz einfach Grund: bei der Umluftfunktion reicht eine geringere Temperatur aus. Außerdem verkürzt sich durch die Umluft die Backdauer. Beides spart wiederum 25 bis 40 Prozent Energie und somit bares Geld.

Außerdem: da bei der Umluftfunktion die warme Luft gleichmäßig im Backofen verteilt wird, können Sie zwei Kuchen auf einmal backen. So muss der Backofen nur halb so lange laufen.

❍ Tipp 3 – Backofen nicht vorheizen:

Auf fast jeder Backanleitung und in jedem Rezept wird empfohlen, dass man den Backofen vorheizen soll. Das ist jedoch totale Stromverschwendung. Denn moderne Backöfen erreichen ganz schnell die gewünschte Temperatur, sodass das Vorheizen überhaupt nicht notwendig ist. Lediglich die Backzeit verlängert sich dadurch ein wenig. Aber dabei wird wenigstens keine Energie verschwendet so wie es beim Aufheizen der Fall ist.

❍ Tipp 4 – Backofentür geschlossen lassen:

Auch wenn Kuchen und Kekse im Backofen noch so verlockend aussehen und man sie sich genauer anschauen möchte: Lassen Sie es! Durch das Öffnen der Backofentür geht schließlich sofort warme Luft verloren, die der Backofen erneut nachheizen muss. Das kostet jedes Mal 20 Prozent der Energie. Also lassen Sie die Backofentür immer geschlossen und öffnen Sie sie nur dann, wenn Sie nachschauen möchte, ob Kuchen, Kekse oder Braten fertig sind.

❍ Tipp 5 – ungenutzte Bleche und Roste aus dem Backofen entfernen:

Wer nicht sehr viel Platz in der Küche hat, der bewahrt sämtliche Bleche und Roste in der Regel im Backofen auf. Wenn Sie diese beim nächsten Backvorgang jedoch nicht benötigen, dann entfernen Sie sie aus dem Backofen. Ansonsten müssen sie mit aufgeheizt werden, obwohl sie gar nicht benutzt werden. Das wiederum verschwendet auch wieder Energie.

❍ Tipp 6 – Restwärme nutzen:

Prinzipiell können Sie den Backofen immer 5 bis 10 Minuten eher als auf Rezepten angegeben ausschalten. Der Backofen ist dann immer noch heiß genug, um die Gerichte fertig zu garen.

Alternativ dazu, können Sie auch noch auf andere Art und Weise die Restwärme des Backofens sinnvoll nutzen. Zum Beispiel können Sie noch ein Blech Kekse damit backen. Oder Joghurt selber machen. Oder aber auch Semmelwürfel zubereiten.

❍ Tipp 7 – Mikrowelle und Toaster als Alternative nutzen:

Wenn Sie einen Toaster besitzen, dann überlegen Sie sich immer vorher, ob es vielleicht sinnvoller ist, den Toaster statt des Backofens zu benutzen. Brötchen lassen sich auf dem Toaster zum Beispiel schneller und viel sparsamer erwärmen und aufbacken. Modelle wie der Philips HD2581 Toaster (z.B. erhältlich bei Amazon) besitzen sogar eine Auftaufunktion.

Möchten Sie hingegen das Mittag- oder Abendessen erwärmen, dann sollten Sie dazu lieber die Mikrowelle benutzen. Das geht auch viel schneller und ist sparsamer.

❍ Tipp 8 – Selbstreinigungsfunktion sparsam nutzen:

Wenn Sie einen Backofen mit Selbstreinigungsfunktion (Pyrolyse-Reinigungsprogramm) besitzen, dann nutzen Sie diese Funktion nur sehr sparsam. Denn bei der Reinigungsfunktion wird der Innenraum des Backofens auf mindestens 500°C erhitzt. Dadurch verbrennen sämtliche Verschmutzungen im Backofen. Die Folge: es bleibt nur eine Schicht Asche übrig, die mit einem feuchten Tuch entfernt werden muss. Dank der Selbstreinigungsfunktion entfällt also das mühselige Putzen des Backofens. Das Problem: die Selbstreinigungsfunktion verbraucht unheimlich viel Strom. Also überlegen Sie sich lieber dreimal, ob Sie nicht doch lieber den Putzlappen schwingen und den Backofen selbst reinigen. Sie können hier prima Hausmittel zum Putzen verwenden. Dazu einfach Natron 1:1 mit Wasser mischen und das Gemisch dann auf die verschmutzten Stellen auftragen. Einige Stunden einwirken lassen und anschließend alles mit einem sauberen Tuch abwischen.

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