Soll es zur Abwechslung mal frittierter Fisch sein? Mit unserer unkomplizierten Anleitung zaubern Sie schnell ein leckeres Essen.

Fisch zählt zu den beliebtesten Nahrungsmitteln und kann auf unterschiedliche Art und Weise zubereitet werden. Neben dem klassischen Dünsten oder Braten kann Fisch auch frittiert werden. Dies ist zwar nicht unbedingt die gesündeste Zubereitungsform, aber eine ausgesprochen leckere Variante, die meist auch Kinder davon überzeugt, Fisch zu essen. Die Engländer haben mit Fish & Chips sogar eine Art Nationalgericht daraus entstehen lassen.

Wie wird der Fisch vorbereitet und gewürzt?

Bevor der Fisch mit der eigentlichen Panade in Kontakt gebracht wird, sollte er vorbereitet und gewürzt werden. Meist wird Fisch in kleineren Portionen frittiert. Dafür wird Fischfilet verwendet, welches in praktischen Blöcken angeboten wird.

Der Fisch wird gewaschen und anschließend mit einem Küchentuch trocken getupft. Kleinere Fische können auch im Ganzen frittiert werden. Hierfür müssen Sie den Fisch ggf. ausnehmen und schuppen.

Für die Würze gibt es verschiedene Möglichkeiten. Salz, Pfeffer und Zitrone sind die klassischen Gewürze.

Eine vielseitige Gewürzmischung, die sich gut für frittierten Fisch eignet, lässt sich aus folgenden Zutaten herstellen:

Für vier Portionen Fisch benötigen Sie:

  • zwei Knoblauchzehen, gerieben
  • einen Esslöffel schwarzen Pfeffer, gemahlen
  • einen Esslöffel Senf
  • einen Teelöffel geriebene Muskatnuss
  • einen Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
  • einen Teelöffel Cayennepfeffer
  • einen Teelöffel Ingwerpulver

Die Zutaten werden in einem tiefen Teller oder einer flachen Schüssel miteinander vermischt. Bevor der Fisch in den eigentlichen Backteig getaucht wird, sollte er sich gut mit den Gewürzen verbinden und wird daher beidseitig in der Gewürzmischung gewälzt.

Wem das Frittieren zu aufwändig ist, kann den Fisch grillen. Inzwischen gibt es sogar gesunde Alternativen zur Alufolie.

Marinade und Panade, was gibt es zu beachten?

Abseits des klassischen Panierens lassen sich Fischfilet oder kleinere ganze Fische vor dem Frittieren auch in gesalzener Milch einlegen und anschließend in Mehl, welches mit Paprikapulver vermischt wurde, wälzen.

Für Fische mit einem festen Fleisch, wie etwa Zander oder Karpfen, ist Wein- oder Bierteig die beste Wahl. Bei der Herstellung ist darauf zu achten, dass der Backteig nicht zu dünnflüssig gerät. Überschüssiges Fett nach dem Frittieren nehmen Sie mit Küchenkrepp ab.

Frittieren – aber richtig

Zum Frittieren sollten Sie ausschließlich Sonnenblumenöl, Rapsöl oder ein anderes hitzebeständiges Produkt verwenden.

Achtung: Kaltgepresste Öle, wie etwa Olivenöl sind nicht zum Frittieren geeignet.

Die Temperatur des Öles sollte auf die Größe des Fischs abgestimmt sein. Während kleinere Nuggets mit 130 bis 140 Grad auskommen, sind für größere Filetstücke oder ganze Fische 160 bis 180 Grad notwendig.

Tipp: Fische am besten einzeln frittieren, ansonsten kann das Öl abkühlen und die Panade wird nicht knusprig.

Fisch in Backteig – der Klassiker

Für einen klassischen Backteig wird Weißfischfilet verwendet. Schellfisch, Scholle oder Kabeljau sind Fischsorten, die sich für diese Zubereitungsweise bestens eignen. Der Backteig ist aus wenigen, einfachen Zutaten schnell hergestellt. Das eigentliche Geheimnis liegt in der knusprigen Kruste, die nicht ohne Hochprozentiges auskommt.

Für vier Portionen benötigen Sie:

  • 240 Gramm Mehl
  • 2 Eier
  • ¼ Liter Bier oder Wein
  • Salz

So geht’s:

  • Eier trennen und Eiweiße steif schlagen
  • Eigelb, Bier oder Wein und Mehl verrühren
  • Eischnee unterheben
  • Fisch portionieren und würzen
  • Fritteuse auf 180 Grad vorheizen
  • Fisch mit Mehl bestäuben, anschließend in den Teig tauchen
  • Fisch in die Fritteuse geben und  vier bis fünf Minuten backen
  • anschließend den Fisch entnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen
Tipp: Der Fisch ist gar, wenn er in der Fritteuse nach oben aufsteigt und von goldbrauner Farbe ist.

Das Fischfilet wird nur dünn mit Backteig benetzt. Ist die Teigschicht zu dick, wird der Fisch nicht knusprig, sondern die Panade ähnelt einem Pfannkuchenteig. Bevor die Fische im heißen Öl ausgebacken werden, sollte der Korb aus der Fritteuse genommen werden. Ansonsten klebt der Teig am Gitter fest und Sie können den Backfisch nicht unversehrt dem Fett entnehmen.

Tempura – Frittieren auf Japanisch

Tempura gilt als simple Methode, frittierten Fisch zu erhalten. In der asiatischen Küche wird beinahe ausschließlich mit dieser Technik gearbeitet. Ursprünglich stammt Tempura aus Portugal.

Der Tempura-Teig besteht aus folgenden Zutaten:

  • 100 Gramm Mehl
  • 1 Esslöffel Maisstärke
  • 200 Milliliter Eiswasser

Die Zutaten werden zu einem dünnen und luftigen Teig verarbeitet. Frittiert werden können alle Fischsorten und Schalen- und Krustentiere. Frittiert wird bei 180 Grad.

Tipp: In Japan wird mit dieser Methode auch Gemüse frittiert.

Was passt zu frittiertem Fisch?

Die klassischen Beilagen zu frittiertem Fisch sind Pommes Frites oder Kartoffelsalat.

Für Abwechslung sorgen folgende Varianten:

  • Salzkartoffeln, mit Petersilie und anderen Kräutern bestreut
  • Bratkartoffeln mit Zwiebeln
  • Kartoffelgratin mit Sahnesoße
  • Kartoffel-Sellerie-Püree
  • gegrilltes Ofengemüse

Ebenso passt zu frittiertem Fisch ein frischer Blattsalat oder auch ein Gemüsesalat, der lauwarm serviert werden kann.

Als mehrfache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Katzen auf dem Land. Ein geordneter Haushalt ist mir dabei genau so wichtig wie Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander. Ebenso wie meine Leidenschaft fürs Schreiben.