Fleisch einfrieren – Was ist zu beachten?

Fleisch einfrieren
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Lagern Sie frisches Fleisch im Kühlschrank, kann es schnell verderben. Deutlich länger bleibt es im Gefrierer haltbar, wenn Sie dabei einige Hinweise beachten.

Welches Fleisch lässt sich gut einfrieren?

Die ideale Voraussetzung, um Fleisch einzufrieren, besteht darin, dass es roh und frisch ist. Die Frische von Fleisch lässt sich anhand einiger markanter Merkmale erkennen:

AttributErklärung
GeruchDer Geruch von frischem Fleisch ist mild und neutral, allenfalls etwas säuerlich. Geht er eher ins süßliche, oder wirkt unangenehm, ist das Fleisch nicht frisch.
Beschaffenheit der OberflächeFrisches Fleisch besitzt eine glatte Oberfläche, ohne schmierigen Belag oder Druckstellen. Vom Gefühl her sollte es fest in seiner Beschaffenheit sein, aber keinesfalls schwammig. Frisches Fleisch ist trocken und schwimmt nicht im eigenen Saft. Je weniger Saft austritt, desto hochwertiger ist es.
FarbeDie Fleischfarbe variiert, je nach Alter und Tierart. So ist Rindfleisch meist roter als Schweinefleisch. Wildlfleisch hingegen ist rot bis rotbraun. Je älter das geschlachtete Tier, desto dunkler ist auch die Farbe.
FettmarmorierungDie Marmorierung sagt vor allem etwas über das Alter des Tieres aus, von dem das Fleisch stammt. Je älter es war, desto gelber ist ihre Erscheinung. Bei besonders alten Tieren geht sie sogar bis ins dunkelgelbe hinein. Das Fleisch kann somit auch sehr zäh sein.

So frieren Sie Fleisch richtig ein

Zum Einfrieren von Fleisch gehören ein paar Vorbereitungen. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Nehmen Sie das Fleisch aus der Verpackung und tupfen Sie es mit Küchenpapier trocken.
  • Legen Sie das Fleisch in einen ausreichend großen Gefrierbeutel und drücken Sie die im Beutel befindliche Luft so gut es geht heraus. Erst dann verschließen Sie ihn mit einem Clip oder den oftmals beiliegenden Kunststoffdrähten.
  • Als Alternative zu den genannten Verschlussmöglichkeiten bietet sich ein Kabelbinder an, da dieser sich nicht selbständig öffnen kann.
  • Handelt es sich um Hackfleisch, lohnt es sich, dieses auf der Arbeitsplatte möglichst flach zu rollen oder zu drücken. Das hat den Vorteil, dass es schneller gefriert und hinterher rascher auftaut.
  • Das Fleisch kann nun eingefroren werden.

Alternative Vakuumieren

Fleisch vakuumieren
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Wird das Fleisch im Rahmen der Vorbereitungen vakuumiert, verlangsamt sich der natürliche Zersetzungsprozess der Enzyme und Mikroorganismen, die im Fleisch enthalten sind. Während des Vakuumierprozesses wird die gesamte Luft aus der Verpackung gesogen und diese anschließend luftdicht versiegelt.

Geeignete Geräte finden Sie zum Beispiel hier. Die Bedienung ist relativ einfach. Doch auch hier sollte das Fleisch vorher richtig vorbereitet werden. Neben dem Trockentupfen ist es empfehlenswert, sämtliche Knochenreste und Fett zu entfernen.

Wichtig: Im Gefrierschrank entwickelt das vakuumverpackte Fleisch eine gräuliche Farbe. Diese verschwindet, sobald das Fleisch wieder aufgetaut wird.

Darf das Fleisch mariniert sein?

Gerade in der Grill-Saison liegt der Gedanke nahe, Steaks und anderes Fleisch in Marinade vorzubereiten und anschließend einzufrieren. Dies ist jedoch nicht empfehlenswert, da die Marinade im gefrorenen Zustand ihren Geschmack verändern kann.

Bleibt hingegen mariniertes Fleisch nach dem Grillen übrig, empfiehlt es sich stattdessen, dieses kurz durchzugaren und anschließend einzufrieren.

Wie lange lässt sich Fleisch in der Gefriertruhe lagern?

Die Haltbarkeit hängt von den Lagerungsbedingungen, sowie dem jeweiligen Fleisch ab. Unter den richtigen Voraussetzungen hält sich Schweinefleisch bis zu acht Monate, Rindfleisch hingegen bis zu zwölf Monate. Wird das Fleisch vorher vakuumiert, hält es sich bis zu drei Jahre. Hackfleisch ist ein Sonderfall und sollte nach spätestens vier Monaten verbraucht werden.

Die idealen Temperaturen zum Einfrieren liegen bei konstant minus 18 Grad Celsius. Schwanken die Temperaturen zu stark, entsteht der sogenannte Gefrierbrand. Das Fleisch weist in diesen Fällen stellenweise eine graubraune Färbung auf. Beim späteren Verzehr wird es trocken.

Hinweis: Einmal aufgetautes Fleisch sollte nicht noch einmal eingefroren werden.

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