Gartenarbeit leicht gemacht – 3 Gartengeräte und ihre Alternativen

Gartenarbeit erleichtern
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Gartenarbeit soll Spaß machen und auch nicht den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Damit das auch klappt, hier drei praktische Gartengeräte vorgestellt, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

Ein bisschen in den Beeten zupfen, Rosen schneiden oder den Rasen pflegen – für viele ist Gartenarbeit pure Entspannung und ein Ausgleich zum stressigen Berufsalltag. Soweit stimme ich dem zu, muss aber auch sagen, die Freude kann sich ganz schnell in Frust wandeln, nämlich dann, wenn man die Aufgaben im Garten nicht mehr im Griff hat. Gerade in der Hauptgartensaison (Frühjahr / Sommer) fallen viele Arbeiten gleichzeitig an, es gilt also einen guten Zeitplan zu haben. Und sind wir mal ehrlich, egal ob jung oder alt, wer zwei Stunden am Stück im Garten werkelt, der spürt das am Ende in den Knochen.

Keine Angst, ich halte hier kein Plädoyer gegen den Garten, ganz im Gegenteil. Ich zeige Ihnen, wie Sie mit dem richtigen Werkzeug viele Aufgaben, leichter, schneller und auch sicherer erledigen. So bleibt am Ende genug Zeit für die Sonnenliege und den Grillabend.

❶ Dem Unkraut an den Kragen

Gardena Unkrautausstecher
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Ich höre schon das laute Stöhnen mancher Hobbygärnter, die der Unkrautbekämpfung argwöhnisch gegenüber stehen. Es mag schon sein, dass jedes Kraut und Pflänzchen seine Daseinsberechtigung hat, nur zwischen meinen Erdbeeren, Bohnen oder Radieschen sehe ich sie nicht gern. Also wird dem Unkraut regelmäßig Einhalt geboten. Für Alle, die wie ich die herkömmliche Methode „Gucken – Bücken – Zupfen“ bevorzugen, hier der erste Tipp. Für den Rücken ist diese Haltung gar nicht gut, also besser runter in die Hocke oder auf die Knie. Ich weiß, Letzteres schmerzt schon nach kurzer Zeit, weshalb ich mir kurzer Hand eine Arbeitshose meines Mannes abgestaubt habe. Dank den Polsterungen für die Knie von Engelbert Strauss gibt’s keine Gelenkschmerzen mehr und auch die unschönen, roten Druckstellen bleiben aus. Sind die Pflanzen schon etwas größer, lassen sie sich mit der Hand ausziehen. Für den Rest benutze ich einen Wurzelstecher, der, wie es der Name bereits sagt, das Unkraut bei der Wurzel packt.

Das ist nichts für Sie? Es geht noch einfacher: Mit einem Unkrautstecher bleiben Sie beim Jäten in aufrechter Haltung. Das Hilfsmittel funktioniert wie eine Art Greifer. Mit der Zange am unteren Ende wird das Unkraut festgehalten und herausgezogen. Doch Achtung es gibt unterschiedliche Modelle, ich empfehle eines mit Automatik, wie den Unkrautstecher mit Auswerfer von Gardena, der Löwenzahn und Co. greift und anschließend auswirft – ohne lästiges Bücken.

Übrigens: Ob per Hand oder mit der Gartenkralle, nach einem kräftigen Regenguss lässt sich Unkraut viel leichter aus dem Boden entfernen.

❷ Boden auflockern wie von Geisterhand

Motorhacke
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Ein durchlässiger und nährstoffreicher Boden ist die Grundlage für eine ertragreiche Gemüseernte. Bevor also gepflanzt oder gesät wird, muss der Boden aufgelockert werden. Die herkömmliche Methode mit dem Spaten wende ich nur noch auf sehr kleinen Flächen an. Auch wenn es heute schon qualitativ hochwertige Spaten gibt, ist es mir doch zu mühsam. Deshalb wird unser Garten im Frühjahr mit einer Gartenfräse aufgelockert, die auch allgemein üblich als Motorhacke bezeichnet wird. Glauben Sie mir, wenn Sie dieses Gerät einmal ausprobiert haben, werden Sie es nicht mehr missen wollen.

Gartenfräsen sind besonders für schwere, stark lehmhaltige Böden geeignet. Die scharfen Klingen dringen tief in die Erde ein und kommen auch mit besonders harten Erdschollen gut zurecht. Ihre Aufgabe ist es dann nur noch, den gelockerten Boden glatt zu harken und schon kann es mit der Beetaufbereitung und Aussaat losgehen.

❸ Hecke schneiden – sicher und exakt

Hecke schneiden
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Wer eine Hecke pflanzt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Hecken sehen wunderschön aus und bieten zugleich noch Schutz vor neugierigen Blicken. Kleiner Nachteil: Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden, sonst ist es mit der Schönheit bald vorbei.

Variante A für dieses Vorhaben dürfte Ihnen bekannt sein, denn vor allem Schrebergartenbesitzer schneiden Ihre grüne Grenze auch heute noch mechanisch. Das heißt, die Heckenschere wird mit der Hand bzw. beiden Händen betätigt. Für diese Methode brauchen Sie viel Kraft und Ausdauer – Muskelkater vorprogrammiert! Außerdem ist gutes Augenmaß gefordert, vor allem bei langen Hecken. Hilfreich kann es hier sein, wenn Sie sich eine Schnur in Waage spannen.

Variante B ist vielleicht in der Anschaffung etwas teurer, rentiert sich aber auf Dauer. Die Rede ist von einer elektrischen Heckenschere, die eine viel größere Schnittfläche bietet als ihr mechanisches Pendant. Ein weiterer Vorteil, der Ihnen diesen Teil der Gartenarbeit erleichtern wird, ist der Akkubetrieb. Es gibt natürlich auch Modelle die mit Strom betrieben werden, damit machen Sie sich allerdings immer von einer Steckdose abhängig – im Garten oftmals schwierig. Meine Recherche hat ergeben, dass Stiftung Warentest erst letztes Jahr Akkubetriebene Heckenscheren unter die Lupe genommen hat – Testsieger wurde die Stihl HSA56, dicht gefolgt von der Bosch Akku Heckenschere AHS 50-20.

Anmerkung: Auch Benzinheckenscheren liefern ein schnelles und sauberes Schnittergebnis, sind aber sehr laut.

Noch mehr Gartengeräte und ihre erleichternden Alternativen

GerätAlternative
HackeGartenkralle
HandrasenmäherMähroboter
SchubkarreAbfall- / Laubsack auf Rollen
Gartenschlauch / Gießkanneautomatische Sprinkleranlage

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