Hausapotheke organisieren: So haben Sie schnell das passende Medikament zu Hand

Hausapotheke organisieren
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Die Hausapotheke enthält neben Verbandsmaterial auch einige Medikamenten. Mit der richtigen Organisation haben Sie immer alles griffbereit.

Die Hausapotheke ist enorm wichtig und bringt in vielen Fällen schnelle Hilfe, wenn man sie benötigt. Zumindest sieht das in der Theorie so aus. Denn oft besteht die Hausapotheke aus einer Vielzahl geöffneter Medikamente, von denen ein Teil das Haltbarkeitsdatum bereits überschritten hat. Hier schnell das passende Mittel zu finden, ist nicht immer einfach. Zumal man bei manchen Medikamenten auch gar nicht weiß, wogegen sie helfen sollen. Besonders ärgerlich ist es zudem, wenn eine leere Verpackung im Schrank steht und das Medikament vielleicht schon lange aufgebraucht.

Damit Sie immer schnell das passende Medikament zur Hand haben, sollten Sie einmal für Ordnung sorgen und diese auch möglichst einhalten.

Schritt 1: Alle Medikamente kontrollieren

Als erstes sollten Sie alle Medikamente ausräumen und diese auf Haltbarkeit prüfen. Denn abgelaufene Medikamente verlieren häufig ihre Wirkung. Mitunter können sie sogar sehr gefährlich werden.

Zum einen ist hierfür das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum relevant. Jedoch kann ein Medikament auch abgelaufen sein, wenn es das Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten hat. Denn viele Medikamente sind nach Anbruch nur für einen bestimmten Zeitraum haltbar. Dies trifft zum Beispiel auf Augentropfen zu, die in der Regel innerhalb von sechs Wochen aufgebraucht werden müssen. Nach dieser Zeit sind sie zu entsorgen.

Tipp: Wenn Sie die Medikamente schon einmal in der Hand haben und die Haltbarkeit kontrollieren, sollten Sie diese ruhig gut sichtbar auf jedem Medikament vermerken . Dies gilt besonders für die Medikamente, die nach Anbruch schnell verderben. So behalten Sie den Überblick und können rechtzeitig für Ersatz sorgen.

Schritt 2: Abgelaufene Medikamente entsorgen

abgelaufene Medikamente entsorgen
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Abgelaufene Medikamente sind in jedem Fall zu entsorgen. Dabei sollten Sie es vermeiden, dass diese in den Wasserkreislauf gelangen. Zudem sollten Sie auch an die Kinder, die sich im Haus befinden (auch im kompletten Mietshaus), denken. Gelangen die Medikamente in ihre Hände, kann das fatale Folgen haben. Daher müssen Sie bei der Entsorgung von Medikamenten im Hausmüll eine besondere Vorsicht walten lassen.

Tipp: Viele Apotheken bieten eine Entsorgung abgelaufener Medikamente an. Sie können sich also auch in einer Apotheke erkundigen, ob Sie diese dort abgeben können.

Schritt 3: Informationen für Medikamente ohne Beipackzettel ermitteln

Bei Medikamenten ist es immer ratsam, den Beipackzettel gut aufzuheben. Denn diesem können Sie nicht nur wichtige Anwendungsgebiete, sondern auch die Dosierungsempfehlungen und mögliche Nebenwirkungen entnehmen.

Befinden sich Medikamente ohne Beipackzettel in Ihrer Hausapotheke, müssen Sie anderweitig an die benötigten Informationen kommen. Auf beipackzettel.de können Sie den Namen Ihres Medikamentes eingeben und sich den Beipackzettel anzeigen lassen. Sollten Sie hier nicht fündig werden, sollten Sie die Medikamente vorerst nicht einnehmen und sich erst in einer Apotheke oder beim Arzt die notwendigen Informationen einholen.

Schritt 4: Pflaster und Verbandsmaterial kontrollieren

Haben Sie Ihre Medikamente kontrolliert und aussortiert, sollten Sie sich auch einmal die Pflaster und das Verbandsmaterial genauer anschauen. Hier ist es wichtig, dass diese steril verpackt sind. Nur so können Sie sicher gehen, dass diese keine Keime enthalten, die in offene Wunden gelangen könnten. Und auch hier ist es wichtig, dass das Haltbarkeitsdatum nicht überschritten wird. Denn auch in diesem Fall kann es zu einer Keimbelastung kommen.

Tipp: Bei Pflastern sollten Sie ruhig mal stichprobenartig testen, ob diese gut kleben. Tun Sie dies nicht, erfüllen Sie ihren Zweck nicht und können getrost entsorgt werden.

Schritt 5: Hausapotheke auf Vollständigkeit prüfen und gegebenenfalls auffüllen

Hausapotheke auf Vollständigkeit kontrollieren
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Nun haben Sie Ihre Hausapotheke einmal kontrolliert und alles entsorgt, was nicht mehr zu gebrauchen ist. Als nächstes sollten Sie schauen, welche Medikamente noch da sind und welche Sie noch benötigen. Hierbei kann Ihnen unser Beitrag „Hausapotheke: Was gehört alles rein?“ behilflich sein.

Stellen Sie fest, dass etwas fehlt, sollten Sie schnellstmöglich für Ersatz sorgen. Hier bieten Online-Apotheken wie Shop Apotheke die Möglichkeit, sich die Schmerzmittel und Co. ganz bequem nach Hause liefern zu lassen. Zudem profitieren Sie zum Teil von günstigeren Preisen.

Tipp: Müssen Sie Verbandsmaterial neu kaufen, können Sie sich einfach einen Verbandskasten, wie es ihn fürs Auto gibt, besorgen. Darin finden sich alle Verbandsmaterialien, die man so benötigt:

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Schritt 6: Hausapotheke einsortieren

Alle Medikamente einfach im Badezimmerschrank verstauen? Das ist keine so gute Idee. Zum einen bietet dieser oft nicht genügend Platz, um die Hausapotheke übersichtlich zu präsentieren. Zum anderen ist es im Bad oft zu feucht.

Ideal ist es, wenn Sie sich einen Medizinschrank oder ein anderes Ordnungssystem für Ihre Hausapotheke zulegen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie die Medikamente nach verschiedenen Kategorien sortieren – beispielsweise…

  • Erkältung (Nasenspray, Hustensaft, Tabletten, Wärmflasche)
  • Schmerzen (Tabletten, Salben und Kühlpads)
  • Allergie (Augentropfen, Nasenspray, Tabletten)
  • Magen / Darm (Mittel gegen Blähungen, Verstopfung, Durchfall und Sodbrennen)
  • Haut (Cremes gegen Hauterkrankungen, Gele und Sprays gegen Mückenstiche und Wespenstiche)
  • Kinder (Hustensaft, Schmerz- und Fiebersaft, Nasenspray, Erkältungsbalsam, Fieberthermometer)

Schritt 7: Den passenden Ort für die Hausapotheke finden

Im Idealfall platzieren Sie die Hausapotheke an einem zentralen Ort in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung.

Weder das Badezimmer noch die Küche ist ein geeigneter Raum, um Medikamente aufzubewahren. Denn die Wärme und die Luftfeuchtigkeit können diese unwirksam machen. Besser geeignet sind kühlere Räume, wie zum Beispiel das Schlafzimmer oder der Flur. In den meisten Fällen stellt der Flur den besten Aufbewahrungsort dar, da dieser zentral gelegen ist. Einzige Ausnahme: Medikamente, die kühl gelagert werden müssen – diese gehören in den Kühlschrank!

Tipp: Achten Sie immer darauf, dass Medikamente unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden – entweder durch eine entsprechende Höhe oder durch ein Schloss.

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