Wird es draußen wärmer, wird wieder der Grill angezündet. Wie Ihnen das gelingt und welche Alternativen es zum herkömmlichen Grillanzünder gibt, verrate ich Ihnen hier.

Grillen zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Kaum locken die ersten warmen Sonnenstrahlen ins Freie, wird auch der Grill angeworfen. Doch bevor ein saftiges Steak auf dem Teller landet oder Sie Frisch grillen können, steht die Aufgabe an, den Grill auf Temperatur zu bringen. Nicht selten stehen die angehenden Grillmeister ratlos vor einem mickrigen Feuer, welches viel zu schnell verglimmt. Mit einigen einfachen Tricks lodern die Flammen und der Grillspaß kann beginnen.

Holzkohlegrill mit Grillanzünder anzünden

Mit wenigen einfachen Schritten können Sie Ihren Holzkohlegrill unter Hinzunahme von Grillanzünder befeuern.

❍ Schritt 1 – Grillkohle einfüllen:

Grillkohle oder Briketts werden in den Grill geschichtet. Türmen Sie hierbei eine kleine Pyramide auf. Damit nicht zu viel Zeit vergeht, bis die Kohle glüht. Gehen Sie sparsam mit Holzkohle um.

❍ Schritt 2 – Grillanzünder anwenden:

Handelsübliche Anzündhilfen gibt es in flüssiger wie auch fester Form. Benetzen Sie die Grillkohle-Pyramide mit Flüssiganzünder vollständig. Anzünder in Würfelform werden mittig auf die Grillkohle platziert.

❍ Schritt 3 – Glut entfachen:

Nun zünden Sie den Grill an. Um Verletzungen zu vermeiden, greifen Sie nicht zu kurzen Streichhölzern, sondern nutzen Sie lange Hölzer oder ein Stabfeuerzeug. Die Kohle brennt besser an, wenn die Sauerstoffzufuhr erhöht wird. Dies gelingt durch den Gebrauch von Grillföhns oder einem Grillgebläse.

❍ Schritt 4 – Grillgut auflegen:

Ist die Kohle gut durchgebrannt und heiße Glut entstanden, kann mit dem Grillen begonnen werden.

❍ Schritt 5 – Grillgut nachlegen:

Ist ein längeres Grill-Event geplant, kann es notwendig werden, Grillkohle nachzulegen. Dies ist der Fall, wenn von der ersten Kohleschicht nur weiße Asche übriggeblieben ist. Das Auffüllen der Grillkohle verhindert, dass der Grill ausgeht und anschließend komplett neu angeheizt werden muss.

Briketts oder Holzkohle?

Holzkohle und Briketts
Grillbriketts sind eine gute Alternative zu Holzkohle – © v.poth / stock.adobe.com

Grillbriketts sind eine gute Alternative zu Holzkohle. Es kann zwar einige Zeit brauchen, bis Briketts anbrennen, dafür sorgen sie aber deutlich länger für die notwendige Hitze und auch größere Fleischstücke werden ohne Probleme gar. Weiterhin sparen Sie sich das eben beschriebene Nachlegen von Holzkohle.

Tipp:
Wer nur schnell einige Würstchen grillen möchte, ist mit Holzkohle gut beraten. Größere Portionen Fleisch grillen Sie einfacher und entspannter mit Grillbriketts.

Grill anzünden – So nicht!

Einige Tricks, die angeblich dazu führen, den Grill schneller anzufeuern, sollten Sie nicht umsetzen. Dazu gehört beispielsweise das Auflegen von Zweigen, Tannenzapfen oder Holzscheiten. Das Feuer wird sich zwar vermutlich wie gewünscht ausbreiten, kann aber unkontrolliert um sich schlagen, was die Verletzungsgefahr erhöht.

Das Grillfeuer sollte auch nicht mit Petroleum, Spiritus oder Benzin angefacht werden. Das Feuer lodert stark auf und kann nur schwer kontrolliert werden. Damit besteht ebenfalls eine direkte Verletzungsgefahr.

Welche Grillanzünder gibt es?

Beim Grillanzünder können Sie aus festen, flüssigen und gelartigen Produkten wählen. Hier ist es wichtig, dass Sie vor dem Gebrauch die Bedienungsanleitung lesen. Denn einige Anzünder müssen vollständig abgebrannt sein, bevor das Grillgut aufgelegt werden kann.

Der Einsatz von Grillanzündern bleibt zudem nicht ohne Risiko. Bei flüssigen Grillanzündern ist die Gefahr besonders hoch, wie Experten betonen. Diese Anzünder enthalten Paraffin, riechen unangenehm und sorgen für eine starke Rauchentwicklung. Wird Paraffin verschluckt, kann ein anhaltender Husten die Folge sein. Bei größeren Mengen kann die Lunge sogar verkleben und eine chemische Lungenentzündung ausgelöst werden. Der Einsatz von Pasten und Gels ist ebenfalls nicht unbedenklich. Auch hier ist häufig Paraffin enthalten. Die bei der Verbrennung entstehenden Gase stehen zudem im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Neben chemischen Produkten können Sie mittlerweile aber auch schon zu umweltfreundlichen Alternativen greifen. Dazu zählen z.B.:

  • Sägemehl
  • Hobelspäne
  • Kerzenwachs
  • Pinienholz

Neu auf dem Markt sind Grillanzünder aus dem Dung von Nilpferden. Damit lassen sich Grills besonders umweltfreundlich bedienen, sind sich Fachleute einig.

Die besten Alternativen zum Grillanzünder

Anzündkamin
Mit einem Anzündkamin bekommt jeder den Grill an – © Christin Klose / stock.adobe.com

Mit folgenden Methoden können Sie ganz ohne Chemie den Grill in Gang bringen. Sie bedienen sich dabei einfacher Utensilien, die eigentlich in jedem Haushalt vorhanden sind.

➭ Ein schnelles Grillfeuer mit Flasche und Zeitung:

Für diese „Chilenische Methode“ des Grillanzündens brauchen Sie lediglich eine Flasche und etwas Zeitungspapier. Anstatt daraus Geschenkpapier selber zu machen, können Sie die Zeitung längst falten und sie fest um die Flasche rollen. Die umwickelte Flasche stellen Sie nun mittig in den Grill. Die Kohle wird drumherum aufgetürmt. Ein Großteil der Zeitung sollte nun mit Grillkohle bedeckt sein.

Nun ziehen Sie die Flasche heraus und die Zeitungsrolle bleibt im Grill zurück. Der Zeitungsschlauch wird mit einem weiteren Zeitungsstreifen möglichst weit unten angezündet. Durch die Luftzirkulation tritt der sogenannte Kamineffekt ein und die Grillkohle entzündet sich in der Regel schneller, als es mit einem herkömmlichen Anzündwürfel der Fall ist.

➭ Küchenkrepp und Speiseöl als Grillhilfe:

Als Alternative zu Spiritus und anderen flüssigen Grillanzündern kann diese Methode dienen. Sie rollen den Küchenkrepp zu kleinen Bällchen zusammen und platzieren die Kugeln zwischen der Grillkohle oder den Briketts. Anschließend benetzen Sie die Bällchen mit Speiseöl. Die mit Öl getränkten Küchenkrepp-Bällchen entzünden sich schnell und nach etwa zehn Minuten kann das Grillgut aufgelegt werden.

➭ Eierkartons auf den Grill statt in die Tonne:

Übriggebliebene Eierkartons können als Grillanzünder Verwendung finden. Sie reißen die Kartons auf und platzieren sie auf dem Boden des Grills. Die Grillkohle wird darüber geschichtet. Achten Sie darauf, dass die Luft gut zirkulieren kann. Das Feuer zünden Sie mit einem brennenden Eierkarton an. Die trockene Pappe brennt dann nur langsam ab. Dadurch glüht die Grillkohle gleichmäßig durch.

Achtung:
Bei dieser Methode kann es zu einer recht hohen Rauchentwicklung kommen.

➭ Kartoffelchips zum Knabbern und Grillen:

Bei einer großen Grillparty können Kartoffelchips nicht schaden. Tatsächlich kann der leckere Snack auch als Anzündhilfe für den Grill dienen. Streuen Sie einige Chips über die aufgeschichtete Grillkohle und zünden Sie den Grill wie gewohnt an. Chips mit einem hohen Fettgehalt brennen dabei generell am besten an. So finden alte Chips, die Sie eh nicht mehr essen würden, noch Verwendung.

➭ Anzündkamin – einfache Methode für Grillmuffel

Wer sich nur schwer mit dem leidigen Entzünden des Grillfeuers anfreunden kann, wird seine Meinung vermutlich ändern, wenn er sich einen Anzündkamin zulegt. Diese praktischen Teile sind für wenig Geld in jedem gut sortieren Supermarkt zu haben und leicht zu handhaben. Gehen Sie einfach wie folgt vor:

  1. Unteren Teil des Anzündkamins mit Zeitungspapier ausfüllen.
  2. Zeitungspapier anzünden.
  3. Grillkohle in den oberen Schacht des Anzündkamins geben.
  4. Glühende Kohle in den Grill geben.
  5. Weitere Grillkohle auffüllen.

Die Kohle wird schneller erhitzt, als das bei herkömmlichen Grillanzündern der Fall ist.

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Als berufstätige Mutter und Hundebesitzerin weiß ich nur zu gut, dass es manchmal gar nicht so einfach ist Familie, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Der eine oder andere Haushaltstipp ist deshalb oftmals wirklich Gold wert - vor allem, wenn es schnell gehen soll. Aber warum diese Tipps nur für mich behalten? Sämtliche Tricks und Kniffe, die ich über die Jahre gelernt habe, möchte ich hier sehr gerne mit Ihnen teilen.