Kleiderschrank optimal ausnutzen – Einfache Tipps die mehr Ordnung schaffen

Kleiderschrank optimal ausnutzen
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Chaos im Kleiderschrank ist keine Seltenheit. Dabei ist mit ein bisschen Disziplin recht einfach Ordnung zu schaffen und vor allem langfristig zu halten.

Schrankleichen – wer hat sie nicht? Besonders Frauen sind in Hinblick auf neue Kleidung manchmal sehr eifrig. Das müssen gar keine großen Shoppingtouren sein. Hier mal ein neues Top, da mal eine neue Hose oder ein neues Kleid für die anstehende Beachparty und zu Hause stapelt sich die Wäsche im Kleiderschrank. Irgendwann hat man dann den Überblick verloren und in den hintersten Ecken landen dann Teile, die man doch eigentlich so gern angezogen hat. Außerdem wird es mit der Zeit auch einfach unübersichtlich.

Und mal ehrlich… Als modebewusste Frau bzw. modebewusster Mann macht es doch überhaupt keinen Spaß aus einem überfüllten und unaufgeräumten Kleidungsschrank seine Outfit zusammen zu stellen oder? Wer Ordnung hält, ist morgens nicht nur schneller, sondern hat auch alle seine „Schmuckstücke“ immer im Überblick. Wie man in seinem Kleiderschrank Ordnung hält und den Platz optimal ausnutzt, möchten wir Ihnen jetzt einmal genau erläutern.

Regelmäßig ausmisten: Wenn weniger eben doch mehr ist

Wer ehrlich zu sich selbst ist, der weiß bestimmt, dass es das eine oder andere Kleidungsstück im eigenen Schrank gibt, welches schon lange kein Sonnenlicht mehr gesehen hat. Vielleicht hat sich einfach noch kein passender Anlass für dieses Juwel gefunden. Manchmal trägt sich das Teil aber doch nicht so schön, wie erhofft oder ein paar überflüssige Pfunde lassen das Oberteil merkwürdig aussehen. Die Gründe, um manche Kleidungsstücke nicht zu tragen, können vielfältig sein. Doch seien Sie sich sicher – das Problem haben nicht nur Sie. In fast jedem Kleiderschrank schlummern eine Menge Klamotten, die von ihren Besitzern noch nie getragen wurden oder die nur sehr selten angezogen werden.

Um möglichst viel Platz im eigenen Kleiderschrank zu schaffen, ist also Ausmisten angesagt. Denn der Platz ist eben begrenzt, so dass die „Ladenhüter“ doch lieber Raum für Lieblingsteile, die wirklich häufig getragen werden, machen sollten. Wer sich schwer von Kleidungsstücken trennen kann, sollte sich folgendes vor Augen halten: Egal wie teuer ein Kleidungsstück auch war, wenn es nicht getragen wird, ist das Aussortieren kein Verlust. Schließlich ist das Kleidungsstück so oder so schon bezahlt.

Kleidung zu Geld machen

Manche Teile sind so gut wie nie getragen und sehen daher noch gut aus. Nur weil es Ihnen nicht mehr gefällt oder gar passt, muss es ja nicht zwangsläufig in der Tonne landen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Kleidungsstücke noch zu Geld zu machen. Das kann online sein oder aber bei örtlichen Flohmärkten oder einem Second-Hand-Store. Online funktioniert das beispielsweise bei diesen Portalen:

Wer seine ausrangierten Kleidungsstücke verkauft, der spült Bares für neue Lieblingsteile in den eigenen Geldbeutel. Wer dem wenig getragenen Kleidungsstück noch eine zweite Chance geben will, darf auch gerne auf die 1-Jahres-Regel zurückgreifen. Einmal jährlich ist Ausmisten angesagt. Klamotten, die über den Zeitraum von einem Jahr hinweg nicht getragen wurden, werden wahrscheinlich auch in Zukunft nicht mehr angezogen. Doch woran sind diese Kleidungsstücke zu erkennen? Dieses Verfahren hat sich in diesem Zusammenhang bewährt:

❶ Alle Kleiderbügel so aufhängen, dass sie in eine Richtung zeigen
❷ Die Öffnung des Kleiderbügelhakens sollte dabei nach vorne zeigen (dies ist beim Aufhängen der Kleidung zunächst etwas unpraktisch)
❸ Kleidungsstücke, die mindestens einmal getragen wurden, werden anschließend andersherum in den Kleiderschrank zurück gehängt
❹ Bei diesen Kleidungsstücken zeigt die Öffnung des Hakens anschließend wie gewohnt nach hinten
❺ An der Ausrichtung der Kleiderbügelhaken lässt sich nun erkennen, welche Kleidung lange nicht mehr getragen wurde

Wer dieses System penibel verfolgt, kann sich also kinderleicht vor Augen führen, welche Kleidungsstücke es verdient haben, aus dem eigenen Kleiderschrank zu weichen.

» Übrigens: Wer sicherstellen willen, dass nicht immer wieder neue Klamotten im eigenen Kleiderschrank einziehen, die dann doch nicht zum Einsatz kommen, kann sich auch folgenden Grundsatz auf die Fahnen schreiben: Wann immer ein neues Kleidungsstück in den eigenen Kleiderschrank einzieht, muss ein altes Kleidungsstück dafür weichen. Das sorgt dafür, dass die Menge an Klamotten nicht rasant zunimmt und den eigenen Kleiderschrank maßlos überlädt.

Geschickt ausmisten mit der Konmari-Methode

Die Japanerin Marie Kondo ist mit ihrer Konmari-Methode weltweit in aller Munde. Ihre Bücher wurden bereits in 27 verschiedene Sprachen übersetzt, da sich ihre Methode des Aufräumens und Ausmistens dermaßen bewährt und einen internationalen Siegeszug angetreten haben. Dabei kann diese Methode in den verschiedensten Lebensbereichen und nicht nur im eigenen Kleiderschrank zum Einsatz kommen. Der Fokus soll an dieser Stelle jedoch klar auf dem Ausmisten des eigenen Kleiderschranks liegen.

Allen ordnungshungrigen Menschen bietet die Konmari-Methode eine praktische Entscheidungshilfe an, wenn es darum geht, sich von einzelnen Kleidungsstücken zu trennen. Wichtig ist dabei, den eigenen Kleiderschrank zunächst komplett zu leeren. Da alle Kleidungsstücke auf einen Haufen zusammengetragen werden sollten, betrifft dies auch Kleidungsstücke aus der Flurgarderobe oder solche, die eigentlich gerade in der Wäsche sind.

Jedes Kleidungsstück muss mindestens einmal in die Hand genommen werden, um eine Entscheidung zu treffen. Während Sie das jeweilige Kleidungsstück in der Hand halten, sollten Sie sich fragen, ob Sie das Kleidungsstück glücklich macht. Die Frage, ob das Kleidungsstück noch benötigt wird, sollten Sie sich außerdem stellen. Bei Zweifeln oder einem klaren Nein ist es an der Zeit, sich endgültig von dem jeweiligen Kleidungsstück zu verabschieden. Es kann dann gespendet, verkauft oder verschenkt werden.

Praktische Ordnungssystem für mehr Übersichtlichkeit

Ordnung ist das halbe Leben. Das gilt insbesondere für den eigenen Kleiderschrank, wo es ohne Ordnung schlichtweg unmöglich ist, den Überblick zu behalten. Ausreichend Schubfächer, Kleiderstangen, Bügel und andere Aufbewahrungssysteme müssen also her, um genügend Stauraum für die eigene Kleidung zu schaffen. Welcher Ansatz der richtige ist, hängt dabei auch von dem vorhandenen Platz ab.

In kleinen Wohnräumen kann eine Kleiderstange gepaart mit einer einfachen Kommode zum Beispiel vollkommen ausreichend sein. Die Mode, die gerade nicht Saison hat, kommt dann in den Keller, während nur die aktuellen Lieblingsteile auf der Kleiderstange hängen. Unterwäsche und Socken gehören generell in Schubladen. Wenn es nach Marie Kondo geht, lassen sich aber auch T-Shirts und Pullover sowie Krawatten, Tücher und Co. wunderbar in Schubladen lagern. Dazu stellt sie eine spezielle Faltmethode vor, bei der alle Textilien hochkant nebeneinander in den Schubladen platziert werden. Das sorgt für deutlich mehr Übersichtlichkeit.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich für ein Ordnungssystem zu entscheiden, welches dem eigenen Bedarf am besten entspricht. Wer keine langen Kleider, sondern nur Jeans und Pullover trägt, braucht zum Beispiel nicht unbedingt eine Hängestange im eigenen Kleiderschrank. Um Ordnung zu halten, haben sich diese Tipps und Tricks in den Augen vieler Experten und Modefans gleichermaßen bewährt:

  1. Die Kleidung auf einer Kleiderstange den verschiedenen Kategorien nach geordnet aufhängen (zum Beispiel erst T-Shirts, dann Pullover, Kleider, Blazer, etc.)
  2. Die Kleidung von kurz nach lang geordnet aufhängen (zum Beispiel T-Shirts ganz links und Kleider ganz rechts)
  3. Die Kleidung von hell bis dunkel nach Farben sortieren

Diese drei Tipps lassen sich natürlich miteinander kombinieren, um für mehr Übersichtlichkeit zu sorgen. Zwischen den Kleidungsstücken der einzelnen Kategorien kann es zudem sinnvoll sein, kleine Trenner an der Kleiderstange anzubringen. So lässt sich im Nu erkennen, wo die T-Shirts aufhören und die Langarmshirts anfangen. Bei Kinderkleidung kann sich dieses Vorgehen gleichermaßen anbieten, um zwischen verschiedenen Größen zu unterscheiden. Gerade kleine Kinder wachsen sehr schnell aus ihrer Kleidung heraus, weshalb häufig mehrere Größen zeitgleich in ihrem Kleiderschrank hängen.

Hilfreiche Hacks für den eigenen Kleiderschrank

Wer sein Kleiderschrank-Organisations-System perfektionieren will, wird auch diese Tipps und Tricks lieben:

❶ Kartons zum Unterteilen von Schubladen nutzen, um das Chaos zu reduzieren (oder gleich fertige Schubladen-Organizer kaufen)
❷ Teleskop-Regalbretter nutzen, um Ablagefläche und Hängemöglichkeiten gleichzeitig zu schaffen (auch als Klemm-Regalbretter ohne Bohren erhältlich)
❸ Wäscheklammern oder Duschvorgangringe nutzen, um Schals und Tücher an Kleiderbügeln aufzuhängen (dieses System bietet sich für Tops mit Spaghetti-Trägern ebenso an)
❹ Short und Jeans mit einem Ring an ihren Schlaufen aufhängen
❺ Dosenlaschen nutzen, um mehrere Kleiderbügel aneinander zu hängen – das spart jede Menge Platz
❻ Schuhe, die gerade nicht Saison haben, in Weinkartons lagern

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