Lippenherpes behandeln: 4 hilfreiche Hausmittel

Lippenherpes behandeln
Mit einer guten Lippenpflege Lippenherpes vorbeugen - © Photographee.eu / stock.adobe.com

Lippenherpes ist äußerst unangenehm und tritt zudem bei Betroffenen immer mal wieder auf. Linderung schaffen, neben Medikamenten, auch einige Hausmittel.

Es beginnt mit einem Kribbeln in der Lippe und spätestens am anderen Morgen macht sich ein Bläschen am Lippenrand bemerkbar. Lippenherpes ist unangenehm und bisweilen recht schmerzhaft. Glücklicherweise gibt es neben den typischen Medikamenten ein paar Hausmittel, die den Schmerz lindern und die Heilung beschleunigen.

Wie entsteht Lippenherpes?

Verantwortlich für den Ausbruch von Lippenherpes sind sogenannte Herpes-Simplex-Viren, die ungefähr 85 bis 90 Prozent aller Menschen in sich tragen. Allerdings bricht er lediglich bei etwa 20 bis 40 Prozent der Infizierten aus, während andere ihr Leben lang davon verschont bleiben. Zum Ausbruch kommt es meist in Schüben, häufig ausgelöst von Stresssituationen, zu viel Sonneneinstrahlung, oder einem geschwächten Immunsystem.

Lippenherpes behandeln

Für gewöhnlich haben Betroffene bereits eine gute Lippenherpes-Creme zu Hause, mit der sie eine Behandlung vornehmen können. Bis die besagten Bläschen vollständig abgeheilt sind, vergeht meist eine Woche. Die ersten Tage sind jedoch am schlimmsten, was Spannungsgefühl, Kribbeln und den Schmerz angeht.

Wenn keine Creme mehr vorhanden ist, oder sich gerade nicht beschaffen lässt, ist es sinnvoll, ein paar Hausmittel zu kennen, die im Grunde jeder zu Hause hat und die dabei helfen, den Schmerz wenigstens etwas zu verringern.

Diese Hausmittel helfen bei einem Ausbruch

Sitzt das Bläschen erst einmal auf der Lippe und Sie möchten mit Hausmitteln dagegen vorgehen, nutzen Sie am besten die folgenden:

➪ Honig wirkt antibakteriell

Er enthält antimikrobielle Wirkstoffe, die Bakterien eliminieren und Viren eindämmen. Wichtig ist, den Honig sofort anzuwenden, wenn man auch nur das leiseste Kribbeln verspürt. Er wird einfach dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Hat sich das Bläschen bereits geöffnet, hilft der Honig dabei, es wieder zu verschließen und dringt so auch tiefer in die Haut ein. Gleichzeitig verhindert er die weitere Ausbreitung der Viren.

➪ Teebaumöl wirkt antiseptisch

Dieses ätherische Öl kann ebenfalls zu Beginn der Bläschenbildung auf die Haut aufgetragen werden. Es wirkt antiseptisch und hindert die Viren daran, sich zu vermehren.

➪ Zitronenmelisse soll abschwellend wirken

Aufgetragen in Form von Öl, führt Zitronenmelisse bereits innerhalb von wenigen Tagen zu einer deutlichen Besserung des Bläschens. Die Schwellung und Rötung geht zurück. Zwar ist die Wirkung nicht wissenschaftlich belegt, einen Versuch ist es aber in jedem Fall wert.

➪ Eiswürfel lindert Juckreiz

Diese Möglichkeit ist nur gegeben, wenn sich noch keinerlei Bläschen gebildet haben. Beim ersten Jucken oder Kribbeln wird der Eiswürfel – oder wahlweise ein Kühlpad – in ein Handtuch geschlagen und auf die betroffene Stelle gedrückt. Nach ein paar Minuten stellt sich bereits eine kleine Linderung ein. Wichtig: Das Kühlelement darf niemals direkt auf die Haut gelangen, da es die Haut womöglich erfriert.

Bei der Wirkung kommt es jeweils auch auf den Betroffenen selbst an. Es gibt Menschen, bei denen schlägt Honig sehr viel besser an als Zitronenmelisse, andere schwören auf den Gebrauch von Eiswürfeln. Deshalb gibt es neben den besagten Hausmitteln noch weitere Empfehlungen, bei denen der Erkrankte auf Knoblauch oder die vielseitig einsetzbare Zahnpasta zurückgreift. Da die Wirksamkeit nicht pauschal bestätigt werden kann, ist es hilfreich, die unterschiedlichen Methoden auszuprobieren. Nur so lässt sich herausfinden, welche davon am wirksamsten ist.

Tipps, um Lippenherpes vorzubeugen

Leider ist es bei Herpes so, dass wenn man erst einmal infiziert ist, man den Virus nicht mehr loswird. Typisch für ihn ist, dass er in Schüben auftritt und es daher immer mal wieder zu den unschönen Bläschen kommen kann. Es gibt jedoch ein paar Möglichkeiten, einem Ausbruch zu entgehen, oder ihn wenigstens abzumildern.

Tipp 1: Achten Sie auf Ihre Ernährung!

Lippenherpes durch falsche Ernährung
Schokolade ist zwar gut für die Nerven, kann aber auch Lippenherpes begünstigen – © nerudol / stock.adobe.com

Mediziner behaupten, dass argininhaltige Lebensmittel die Vermehrung der Viren fördern können und möglichst vermieden werden sollten. Zu den argininhaltigen Lebensmitteln gehören Nüsse, Schokolade oder Sojabohnen.

Tipp 2: Stärken Sie Ihr Immunsystem!

Mittels einer lysinreichen Ernährung hingegen lässt sich Herpes vorbeugen. Zu den lysinhaltigen Lebensmitteln gehören vor allem Geflügel und Hülsenfrüchte.

Tipp 3: Vermeiden Sie Stress!

So manchem helfen Entspannungsübungen oder entsprechende Sportarten wie Yoga, um den Stress möglichst zu dezimieren. Zu bedenken ist, dass Stress auf Dauer das Immunsystem angreifen kann und die Viren somit ein noch höheres Potenzial zur Ausbreitung haben.

Tipp 4: Schützen Sie Ihre Lippen vor der UV-Strahlung!

Bei einer zu starken Sonneneinstrahlung helfen spezielle Pflegestifte, welche die Lippen vor schädlichem UV-Licht schützen können.

Tipp 5: Meiden Sie Genussmittel!

Alkohol und Zigaretten können ebenfalls einen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung der Bläschen haben, da sie das Immunsystem schwächen.

Wenn Lippenherpes ausgebrochen ist…

Ferner gibt es diverse Möglichkeiten, wenn es zum Ausbruch gekommen ist, um die Situation nicht noch weiter zu verschlimmern.

Sie dürfen die Bläschen nicht mit den Fingern berühren, da so noch mehr Bakterien den Zugang zur Haut erlangen. Bei der Verwendung von Cremes und Hausmitteln ist die Benutzung von Wattestäbchen besser.

Herpes ist nicht nur hochansteckend, es gelangen ebenso Keime und Bakterien des Partners auf die eigenen Lippen, welche die Bläschen verstärken. Halten Sie sich während der Zeit eines Ausbruchs mit dem Küssen, sowie weiteren Intimitäten lieber zurück.

Eine regelmäßige Handwäsche sollte selbstverständlich sein, sowie der regelmäßige Wechsel von Handtüchern und Co. Zudem ist aufgrund der großen Ansteckungsgefahr von einer gemeinsamen Nutzung abzusehen.

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