Nudeln selber machen – Rezept mit und ohne Ei

Nudeln selber herstellen
Nudeln lassen sich leicht selbst herstellen - © Stihl024 / stock.adobe.com

Die Kleinen wünschen sich Pasta und Sie haben keine Nudeln im Haus? Kein Problem! Im Handumdrehen können Sie selber Nudeln herstellen.

Nudeln liebt einfach jeder, und zwar nicht nur Kinder. Wer die geliebte Pasta nicht immer kaufen möchte, kann sie auch selbst zubereiten. Hierfür gibt es einfache Rezepte, dank derer besonders schmackhafte Gerichte auf dem Tisch stehen. Wir geben Tipps, wie die Nudeln garantiert gelingen und präsentieren auch ein Rezept ohne Ei.

Schnelle Pasta mit Ei

Ein Nudelteig lässt sich genauso schnell herstellen wie ein Pizzateig oder ein Kuchenteig. Nachfolgendes Rezept reicht für vier Personen:

  • 3 Eier
  • Öl
  • Salz
  • 300 Gramm Mehl nach Wahl – es gibt im Handel spezielles Pastamehl

Diese Zutaten werden alle zusammen in eine Schüssel gegeben und zu einem Teig verarbeitet. Wichtig ist, dass der Teig nicht zu fest und auch nicht zu weich wird. Die richtige Konsistenz zu finden wird mit der Zeit immer einfacher. Während des Knetens die Konsistenz durch Zufügen von Wasser oder Mehl beeinflussen.

Nun muss der Teig eine Stunde an einem kühlen Platz ruhen. Zuvor den Teig zu einer Kugel formen und die Schüssel mit einem Tuch abdecken.

Nach der Stunde wird der Teig nach Belieben verarbeitet. Hierzu eine saubere Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig zu der Dicke ausrollen, die erwünscht ist. Anschließend mit einem Pizzaschneider dünne Streifen für Spaghetti schneiden oder Vierecke für Ravioli herausschneiden. Die Nudeln dürfen nach Lust und Laune befüllt und im heißen Salzwasser gekocht werden. Für gewöhnlich reichen vier bis fünf Minuten aus.

Nudelrezept ohne Ei

Für Nudeln ohne Ei werden folgende Zutaten benötigt:

  • 300 Gramm Mehl oder mit Grieß gemischt
  • 150 Milliliter lauwarmes Wasser
  • etwas Öl
  • Salz

Um diesen Teig zuzubereiten, werden alle Zutaten in eine Schüssel gegeben und zu einem Teig verarbeitet. Die Wassermenge und die Mehlmenge können variieren, falls der Teig zu fest oder zu weich wird. In diesem Fall bitte kreativ sein und eigene Ideen ausprobieren.

Auch dieser Teig wird anschließend 30 bis 60 Minuten gekühlt und danach verarbeitet. Hierzu eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig ausrollen. Nun können die Formen ausgeschnitten oder ausgestochen werden, die erwünscht sind. Anschließend im heißen Wasser bissfest kochen.

Variationen mit Gemüse

Nudeln müssen nicht immer nur aus dem Grundteig bestehen. Es ist jederzeit möglich, sie mit Spinat oder einem anderen Gemüse zuzubereiten. Hierzu wird das gewünschte Gemüse – zum Beispiel 80 Gramm frischer Spinat – püriert und anstelle des Wasser zum Teig gegeben. Sollte der Teig hierdurch zu fest werden, muss etwas Wasser hinzugegeben werden.

Leider lässt sich die exakte Menge an Wasser oder Gemüse nicht immer benennen. Diese Zutaten hängen vom verwendeten Mehl oder Grieß ab. Nachdem jede Mehlsorte verwendet werden kann, entsteht auch immer eine andere Teigkonsistenz. Je öfter ein eigener Nudelteig zubereitet wird, umso mehr Erfahrung entsteht. So ist es auch möglich, eigene Kreationen zu entwerfen. Mit der Zeit fällt es immer leichter, den perfekten Nudelteig zuzubereiten.

Welche Hilfsmittel erleichtern die Zubereitung?

Nudeln herstellen: Hilfsmittel
Eine Nudelmaschine erleichtert die Verarbeitung des Nudelteiges – © Manuel / stock.adobe.com
Nudeln können ohne jegliche Hilfsmittel zubereitet werden – zumindest wird keine Nudelmaschine benötigt. Diese erleichtert zwar die Arbeit, für die Verwendung einer Nudelmaschine muss der Teig jedoch absolut perfekt zubereitet werden. Aus diesem Grund fertigen viele die Nudeln mit der Hand an, indem der Teig mit einem Nudelholz ausgerollt wird. Anschließend können die gewünschten Formen mit einem Messer ausgeschnitten werden.

Per Hand können auch Lasagneplatten hergestellt werden. Oder der Teig wird zu sehr großen Vierecken ausgeschnitten und anschließend für gefüllte Nudelrollen verwendet. Wer jedoch ein Gerät einsetzen möchte, aber keine Nudelmaschine besitzt, kann auch zum Fleischwolf greifen. Auch mit diesem können zumindest Spaghetti und Bandnudeln hergestellt werden.

Selbstgemachte Nudeln trocknen und haltbar machen

Selbst gemachte Nudeln müssen nicht sofort verzehrt werden. Wer möchte, kann diese trocknen und anschließend aufbewahren. Folgende Möglichkeiten stehen hierbei zur Verfügung:

  • Ausgeschnittene Nudeln auf ein Backblech legen und trocknen lassen. Die Trocknungszeit beträgt einen bis zu drei Tage. Während dieser Zeit die Nudeln öfter wenden.
  • Aufhängen: Beim Aufhängen steht eine bessere Luftzirkulation zur Verfügung, weshalb die Nudeln schneller trocknen. Für diese Trocknungsart gibt es spezielle Hängevorrichtungen. Es darf aber jeder Gegenstand verwendet werden, der sich bereits im Haushalt befindet. Viele funktionieren hierzu sogar einen Kleiderbügel oder die Wäscheleine um.
  • Nudeln zu Nester formen und trocknen lassen. Hierzu kann ein Backblech oder ein großes Brett verwendet werden. Wichtig hierbei: Die Nudeln mit Mehl bestäuben und ebenfalls öfter wenden.
  • Im Ofen trocknen geht mit Sicherheit am schnellsten. Den Ofen nur auf 50 Grad Celsius einstellen und das Trocknen überwachen. Wichtig: Die Nudeln rechtzeitig aus dem Ofen holen. Echte Italiener kämen im Übrigen niemals auf die Idee, Nudeln im Ofen zu trocknen. Angeblich verschlechtert sich hierdurch der Geschmack.

Nach dem Trocknen können die Nudeln eine relativ lange Zeit aufbewahrt werden. Experten empfehlen, die Nudeln luftdicht zu verschließen und an einem trockenen und dunklen Ort zu lagern. Ebenso ist ein kühler Aufbewahrungsort zu empfehlen.