Pflanzen gegen Mücken – 8 Pflanzen zur Mückenabwehr

Pflanze gegen Mücken
Mückenschreck (Duftperlargonie) © UlrikeAdam - Fotolia.com

Viele Pflanzen enthalten ätherische Öle, die Mücken fernhalten. Wir stellen Ihnen acht Pflanzen vor und erklären Ihnen, wie Sie die ätherischen Öle freisetzen.

Der Sommer kommt und leider auch die Mücken. Ein gemütlicher Abend auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse kann ganz schnell unangenehm enden, wenn die Mücken Sie gewittert haben. Es gibt zwar diverse Mittel auf dem Markt, die Sie vor Mückenstichen bewahren sollen, aber diese sind entweder aggressiv zur Haut oder sie sind wirkungslos. Was würden Sie sagen, wenn wir Ihnen erklären, dass Sie die auch überhaupt nicht benötigen? Es gibt nämlich einige Pflanzen für den Garten, die Terrasse oder den Balkon, die Ihnen Schutz vor den Mücken bieten können.

Über die Wirksamkeit von Pflanzen als Schutz vor Mücken lässt sich streiten. Manche Menschen schwören darauf, andere wiederum halten überhaupt nichts davon. Es gibt aber in der Tat ein paar Pflanzen, die auf verschiedene Weisen vor Mücken schützen können. Wichtig ist dabei zu wissen, welche Pflanze wie zu verwenden ist.

Pflanzen helfen bei der Mückenabwehr

Einige Pflanzen sondern einen Geruch ab, der für uns sehr angenehm ist. Für Mücken scheint dieser Geruch jedoch sehr unangenehm zu sein, sodass sie sich von den entsprechenden Pflanzen fernhalten und uns in Ruhe lassen. Dazu zählen zum Beispiel

  • Katzenminze
  • Lavendel
  • Basilikum
  • Tagetes
  • Duftpeargonie
  • Harfenstrauch
  • Pfefferminze
  • Zitronenmelisse

Katzenminze

Katzenminze
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Bei der Katzenminze handelt es sich um eine pflegeleichte Staude, die gleich mehrere Vorzüge bietet. Zum einen kann sie Linderung bei Zahnschmerzen, Fieber und Verdauungsbeschwerden bringen. Zum anderen kann sie Abhilfe bei Schlaflosigkeit oder auch Nervosität schaffen.

Lavendel

Lavendel
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Lavendel ist eine beliebte Zierpflanze und kann nicht nur mit seinem tollen Duft überzeugen. Vor allem aus der mediterranen Küche ist er garnicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus hat er auch eine heilende Wirkung und kann zum Beispiel bei Schlafproblemen und bei Unruhezuständen eingesetzt werden. Er eignet sich auch hervorragend, um Schmetterlinge, Bienen und Hummeln in Ihren Garten zu locken.

Basilikum

Basilikum
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Kauft man Basilikum im Supermarkt, sieht dieser sehr kräftig und gesund aus. Leider ändert sich das nach dem Kauf recht schnell. Die Pflanze zuhause zu pflegen, ist zwar nicht schwierig, es gibt aber einiges bei der Pflege zu beachten. Der Aufwand lohnt sich aber voll und ganz. Basilikum ist nämlich ein vielseitig einsetzbares Küchenkraut.

Tagetes

Tagetes
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Die Tagetes – vielen besser als Studentenblume bekannt – eignet sich zur Pflanzung im Beet oder auch im Kübel. Sie ist recht anspruchslos und erfreut mit ihrer leuchtend orangen Blüte von Juni bis Oktober. Dabei kann sie gleich mehrere positive Effekte in Ihrem Garten bewirken. So kann sie im Gemüsebeet mit ihren giftigen Wurzeln effektiv Fadenwürmern vorbeugen und damit Ihr Gemüse schützen. Darüber hinaus ist die Tagetes bei Schnecken sehr beliebt. Im Salatbeet hält sie die Schnecken vom Salat fern – Sie brauchen sie nur um die Tagetes herum aufsammeln.

Duftpelargonie

Duftpelargonie
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Die Pelargonie wird auch gern als Geranie bezeichnet. Sie ist recht pflegeleicht und gehört aufgrund ihrer Blütenpracht zu den beliebtesten Balkon- und Terrassenpflanzen. Speziell die Duftpelargonie hat dazu noch einen sehr positiven Nebeneffekt. Sie verströmt nämlich einen intensiven wohlriechenden Duft, den Mücken so überhaupt nicht mögen. Deshalb eignet sie sich wunderbar zur Mückenabwehr.

Harfenstrauch

Harfenstrauch
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Beim Harfenstrauch handelt es sich um eine immergrüne Staude, die recht pflegeleicht ist. Auch wenn er als Weihrauchpflanze bezeichnet wird, besteht keinerlei Verwandtschaft zum echten Weihrauch. Diesen Namen trägt der Harfenstrauch nur aufgrund seines Geruchs, der stark an den echten Weihrauch erinnert. Seine Eigenschaft, mit seinem intensiven Geruch Motten und Mücken zu vertreiben, macht ihn zu einer beliebten Pflanze für den Balkon und die Terrasse.

Pfefferminze

Pfefferminze
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Pfefferminze darf in einem Kräutergarten nicht fehlen. Pfefferminze bevorzugt halbschattige Standorte, verträgt aber auch sonnige Plätze. Bei passenden Bedingungen neigt sie jedoch zum Wuchern. Deshalb ist es ratsam, sie in Töpfen anzupflanzen oder mit einer Wurzelsperre zu versehen.

Sie eignet sich nicht nur zur Mückenabwehr, sondern auch Verfeinerung von Getränken und Speisen. Außerdem werden ihr diverse heilende Fähigkeiten nachgesagt. So kann sie zum Beispiel für die Behandlung von Verdauungsbeschwerden oder Hautproblemen verwendet werden.

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse
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Die Zitronenmelisse ist sehr anspruchslos und kommt theoretisch ohne menschliche Pflege aus. Allerdings können Sie mit der richtigen Pflege (sprich ausreichendes Gießen und Düngen) eine bessere Ernte erzielen. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall. Denn die Zitronenmelisse riecht sehr gut und kann dazu noch bei diversen Beschwerden Abhilfe schaffen. So hilft sie beispielsweise bei Verdauungsproblemen, bei Schlaflosigkeit und bei Menstruationsbeschwerden.

Ätherische Öle

In den meisten Fällen werden die Mücken von den ätherischen Ölen, die in den Pflanzen enthalten sind, abgeschreckt. Denn Mücken mögen den intensiven Geruch von ätherischen Ölen überhaupt nicht – egal, aus welcher Pflanze sie extrahiert wurden. Sie können die Öle entweder auf der Haut anwenden oder verdampfen, um die lästigen Plagegeister fern zu halten. Es ist aber auch möglich diese durch Räuchern freisetzen – wie zum Beispiel beim Weihrauch.

» Übrigens: Forscher der Iowa State University haben 2006 in einer Studie die mückenabweisende Wirkung von ätherischem Katzenminzöl nachgewiesen. Dieses wirkt zehn mal stärker als DEET – ein chemisches Mückenabwehrmittel.
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Aber Vorsicht bei essentiellen ätherischen Ölen – diese können unverdünnt zu Hautreizungen führen. Es wird ein Mischverhältnis von 1:4 empfohlen (mit Wasser, einer Creme, einem Körperöl oder einen Trägeröl).

Ätherische Öle freisetzen

Am Beispiel der Duftpelargonie erkennt man, dass die Pflanzen manchmal die ätherischen Öle schon absondern, wenn man sie nur berührt. Andere Pflanzen geben ihre ätherischen Öle nur ab, wenn man sie zwischen den Händen reibt, sie zerkleinert oder zerstößt. Sie können aber auch die Blätter der Pflanzen – sie enthalten meist die ätherischen Öle – anzünden. So werden die ätherischen Öle verdampft. Auf diese Weise können Sie die Pflanzen direkt zur Mückenabwehr einsetzen.

Ätherische Öle durch Kaltauszüge gewinnen

Um ein ätherisches Öl aus einer Pflanze zu gewinnen, gibt es verschiedene Methoden. Die Wasserdampfdestillation wird dabei am häufigsten angewendet. Aber auch durch Kaltpressung, Enfleurage oder durch Extraktion können ätherische Öle gewonnenen werden. Allerdings sind diese Methoden nur bedingt für zuhause geeignet.

Deshalb haben wir für Sie eine Anleitung für einen kalten Auszug, damit Sie sich zuhause ein ätherisches Öl herstellen können. Seien Sie sich aber darüber im Klaren, dass die Wirkung nicht so stark ist wie die ätherischen Öle, die mit den anderen Methoden gewonnen werden.

Für einen kalten Auszug benötigen Sie überhaupt nicht viel. Das wichtigste sind die Pflanzenteile, denen Sie die ätherischen Wirkstoffe und Duftstoffe entlocken möchten und das Öl, welches diese aufnehmen soll – zum Beispiel Rapsöl. Darüber hinaus benötigen Sie noch ein Sieb, ein Schraubglas, ein Geschirrtuch und Fläschchen.

Als erstes müssen Sie die Pflanzenteile zerkleinern und in das Schraubglas füllen, sodass dieses zu etwa zwei Dritteln gefüllt ist. Anschließend füllen Sie das Glas solange mit dem Trägeröl, bis die Pflanzenteile vollständig bedeckt sind. Schließen Sie das Glas und belassen Sie die Pflanzenteile zehn bis 14 Tage im Öl. Schütteln Sie die Mischung ein- bis zweimal am Tag gut durch und achten Sie darauf, dass die Mischung nicht zu schimmeln beginnt.

» Tipp: Frische Pflanzenteile neigen eher zum Schimmeln als getrocknete Pflanzenteile.

Nach der Ziehzeit können Sie die Mischung durch ein Sieb kippen, um die Pflanzenteile aus dem Öl herauszufiltern. Sollten sich im Öl noch Schwebestoffe von den Pflanzenteilen befinden, können Sie dieses noch einmal durch ein Geschirrtuch filtern und in kleine Fläschchen anfüllen.

Der Kaltauszug wird im folgenden Video am Beispiel des Lavendelöls noch einmal erklärt.

» Tipp: Je nach Pflanzenart unterscheiden ich auch die Pflanzenteile, die für einen kalten Auszug geeignet sind. Bei vielen Pflanzen enthalten die Blätter die meisten ätherischen Öle. Einige Pflanzen haben die größte Konzentration an ätherischen Ölen in den Blüten – so zum Beispiel Lavendel.

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