Beginnt endlich die Spargelsaison, können Sie sich in der Küche richtig austoben. Wie wäre es z.B. mal mit einer Spargelcremesuppe. Hier ein Rezept dafür.

Wegen seiner faserigen Konsistenz wird dem weißen Spargel in Sachen Gemüsebeilage oft der grüne Spargel vorgezogen. Beispielsweise etwa, wenn es darum geht Spargel zu braten. Ganz anders sieht es beim Traditionsrezept der pürierten Spargelcremesuppe aus. Hier kann der weiße Spargel endlich mal so richtig glänzen und durch seinen sämig weißen Farbakzent in der Spargelcremesuppe bestechen.

Spargel gilt als königliches Gemüse

Von den Pharaonen des alten Ägyptens über römische Kaiser bis hin zu deutschen Königen sangen viele royale Feinschmecker Loblieder auf die schmackhafte Spargelstange. Die italienische Prinzessin Barbara Gonzaga von Mantua soll im 15. Jahrhundert sogar maßgeblich am aufblühenden Spargelhandel des Mittelalters zwischen Italien und Deutschland beteiligt gewesen sein. Mit ihrer Liebe zum Spargel steckte Prinzessin Barbara später auch ihren Ehemann, den Grafen von Württemberg-Urach, Eberhard im Bart an. Etwa ab 1483 spross der Spargel unter seiner Regentschaft (und Barbaras kulinarischer Leidenschaft) standardmäßig im Schlossgarten zu Stuttgart, wodurch das Grafenpaar den Grundstein für den traditionellen Spargelanbau in Deutschland legte. Kein Wunder ist es da, dass einige der besten Traditionsrezepte für Spargelsuppe aus dem heutigen Baden-Württemberg stammen.

Grundrezept für Spargelcremesuppe

Spargelsuppe gibt es in verschiedenen Ausführungen, wobei die Spargelcremesuppe wohl die beliebteste Variante ist. Wegen ihrem erlesenen Geschmack wird sie vor allem im Frühling zur Spargelsaison gerne bei besonderen Anlässen als Vorspeise gereicht. Insbesondere zu Hochzeitsfeierlichkeiten macht sich die cremeweiße Suppe wunderbar. Doch auch als kulinarisches Highlight für Zwischendurch ist Spargelsuppe ein herrliches Rezept, das sich schnell und einfach zubereiten lässt. Hier das Traditionsrezept nach baden-württembergischer Art:

Zutaten:

  • 250 g weißer Spargel
  • 40 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 3 EL Sahne
  • 1 Eigelb
  • 1 Messerspitze Muskatnuss (gemahlen)
  • etwas Salz
  • etwa Zucker
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Spargel waschen, schälen und die verholzten Enden abschneiden.
  2. Die Spargelschalen nun in ca. 3 l Salzwasser für ca. 90 Minuten kochen.
  3. Danach den Spargelsud in einen Topf filtern und 1 l davon beiseite stellen.
  4. Anschließend Spargelstangen in kleine Stücke schneiden und für 60 Minuten im restlichen Sud köcheln.
  5. Als nächstes die Suppe pürieren und durch ein Sieb streichen.
  6. Nun Butter in einem Topf zerlassen und das Mehl darin anschwitzen.
  7. Das Ganze mit etwas Spargelsud ablöschen und für 5 Minuten aufkochen lassen.
  8. Mehlschwitze mit in die Suppe geben und bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen.
  9. Eigelb und Sahne verquirlen und ebenfalls in die Suppe einrühren.
  10. Abschließend die Spargelcremesuppe mit Muskat, Zitronensaft, Salz und Zucker abschmecken.

Tipps zum Verfeinern der Spargelcremesuppe

❍ Einlagen:

Das Grundrezept für Spargelcremesuppe lässt sich auf vielfältige Weise verfeinern. So können Sie zum Beispiel ein paar Spargelspitzen für 20 Minuten in einem separaten Topf garen und danach als Einlage für die Suppe verwenden. Für einen dekorativen Kontrast zur weißen Spargelsuppe verwenden Sie einfach grünen Spargel als Suppeneinlage.

Alternativ zu den Spargelspitzen können Sie auch Garnelen, Pilze, Zucchini oder Zuckerschoten in die Spargelcremesuppe geben.

❍ Kräuter:

Ebenfalls denkbar ist eine Verfeinerung mit verschiedenen Kräutern. Aus Baden-Württemberg bekannt ist hier eine Kräutermischung aus Thymian, Rosmarin, Knoblauch und Honigkresse.

❍ Weißwein:

Alternativ zum Ablöschen der Mehlschwitze mit Spargelsud besteht auch die Möglichkeit, mit Weißwein abzulöschen. Der helle Wein passt geschmacklich hervorragend zum Spargel und sorgt für eine besondere Gourmet-Note in der Spargelcremesuppe.

Als berufstätige Mutter und Hundebesitzerin weiß ich nur zu gut, dass es manchmal gar nicht so einfach ist Familie, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Der eine oder andere Haushaltstipp ist deshalb oftmals wirklich Gold wert - vor allem, wenn es schnell gehen soll. Aber warum diese Tipps nur für mich behalten? Sämtliche Tricks und Kniffe, die ich über die Jahre gelernt habe, möchte ich hier sehr gerne mit Ihnen teilen.