Haben Sie eine Spülmaschine, so stellen Sie sich beim Einkauf des Reinigungsmittels vielleicht oftmals die Frage, welches Mittel nun besser ist: Spülmaschinen-Tab oder Pulver? Wo genau liegen hier die Unterschiede und was spart am Ende mehr Geld? In diesem Artikel klären wir auf.

Eines ist natürlich ganz klar, normales Spülmittel können Sie nicht in die Spülmaschine geben. Es würde sich starker Schaum bilden, der am Ende nicht nur die Spülmaschine schädigen könnte. Im schlimmsten Fall tritt er auch noch aus, weil die Dichtungen dem Schaum nicht standhalten. Die Folge ist ein großes Schaumbad vor der Spülmaschine und somit für Sie ein Haufen Arbeit. Halten Sie sich deshalb an die im Handel erhältlichen Produkte.

Weitere Fehler im Umgang mit der Spülmaschine lesen Sie in unserem Artikel: „7 Mythen rund um die Spülmaschine: Was ist dran?„.

Der Unterschied zu Tabs und Pulver

Sicherlich sehen Sie den Unterschied schon, denn die Tabs sind wesentlich praktischer. Tab aus der Verpackung nehmen, einlegen und schon geht es los. Das Pulver dagegen müssen Sie erst dosieren und wenn Sie etwas verschütten, habe Sie auch noch Krümel auf dem Boden.

Doch es gibt noch mehr Unterschiede:

Tabs Pulver
Kosten Die Tabs sind je nach Marke um bis zu 20 Cent teurer als das Pulver. Ergiebig und eine Packung reicht länger, als eine normale Packung mit Tabs.
Zusatzmittel Kaufen Sie All-In-One-Tabs sind bereits Klarspüler und Spülmaschinensalz enthalten. Sie brauchen zusätzlich einen Klarspüler und Spülmaschinensalz.
Umwelt Oftmals zu hoch dosiert, deshalb schlecht für die Umwelt. Lässt sich genau dosieren und belastet die Umwelt somit nicht so sehr.

Je nach Härtegrad des Wassers in Ihrer Region müssen Sie aber manchmal ein Spülmaschinensalz zusätzlich verwenden. Dieses ist in den Tabs zwar vorhanden, aber nicht immer in ausreichend großer Menge. Hierzu lohnt es sich, die Gebrauchsanweisung Ihrer Spülmaschine zu lesen und sich zu erkundigen, welche Wasserhärte Sie an Ihrem Wohnort haben.

Auch der Klarspüler ist bei Tabs oft enthalten. Wenn die Gläser dennoch stumpf aus der Maschine kommen, reicht die in den Tabs enthaltene Menge nicht und Sie müssen zusätzlich Klarspüler in die Maschine geben. Somit sparen Sie mit den Tabs oftmals kein Geld gegenüber den Einzelmitteln, weil Sie die Zusatzmittel dennoch kaufen. So bleibt als einziger Vorteil der Tabs nur die einfache Dosierung.

Der Wirkungsgrad

Lesen Sie Produkttests im Internet, werden Sie immer wieder auf die Aussage treffen, dass das Geschirr durchaus sauberer wirkt, wenn Tabs verwendet wurden. Das liegt unter anderem eben auch an den bereits enthaltenen, oben genannten Zusatzreinigern. Zusätzlich finden sich oft Edelstahlglanz und Korrosionsschutz in den Tabs. Diese ganzen Zusätze sorgen dafür, dass das Geschirr viel mehr strahlt.

Beim Pulver dagegen wird oft einfach zu niedrig dosiert oder es ist nicht mehr ausrechend Enthärtersalz oder Klarspüler in der Maschine. Das hat zur Folge, dass die Gläser nach dem Spülgang stumpf aussehen.

Doch ob das Geschirr nun glänzt oder nicht, geht es um die Reinigung, so wird das Geschirr gleichgut sauber. Somit spricht alleine aus hygienischer Sicht nichts gegen das Pulver, auch wenn Sie danach vielleicht noch ein wenig polieren müssen. Im Gegenteil, haben Sie sogar richtig verkrustetes Geschirr in der Spülmaschine, weil diese vielleicht nur alle zwei Tage angeschaltet wird, sind manche Tabs sogar zu schwach dosiert. Hier lohnt es sich, eine höhere Dosis Pulver in das Gerät zu geben und das Geschirr wird samt Verkrustungen sauber.

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Achtung: Egal, ob Sie Tabs oder Pulver verwenden – der Geschirrspüler sollte regelmäßig gereinigt werden, um unangenehme Gerüche zu vermeiden.

Es ist somit durchaus praktisch, wenn Sie beliebig selbst dosieren können und es somit in der Hand haben, wie sauber das Geschirr aus der Spülmaschine kommt.

Was belastet die Umwelt stärker?

Grundsätzlich ist der Schutz der Umwelt sehr wichtig und deshalb sollten Sie auch darauf achten, nicht mehr Putzmittel als nötig zu verwenden. Betrachtet man somit den Faktor Umwelt, sprechen sich Kritiker eher für das Pulver aus.

Mann dosiert Geschirrspülpulver.
Geschirrspülpulver lässt sich individuell dosieren. © Maren Winter / stock.adobe.com

Der Grund ist hier die Dosierung. Je nachdem, wie stark das Geschirr verschmutzt ist, können Sie das Pulver auch niedriger dosieren. Welche Dosierung wann passend ist, steht auf der Verpackung. Die Tabs dagegen habe eine Standarddosierung und diese muss verwendet werden, egal ob das Geschirr stark verschmutzt ist oder nicht.

Sie können jedoch einen Tab auch in der Mitte durchschneiden. Somit hätten Sie eine niedrigere Dosierung, wenn das Geschirr nicht so schmutzig ist. Doch ob Sie das auch machen, hängt von Ihnen ab, denn es bedeutet Aufwand und wenn der Tab zerbröselt, haben Sie auch noch Schmutz.

Entscheiden Sie selbst

Am Ende lässt sich zu diesem Thema sagen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beide Produkte haben ihre Vor- und Nachteile und am Ende sind sie natürlich alle eine Belastung für die Umwelt, denn ins Abwasser gehen sie beide.

Alleine aus Kostengründen ist das Pulver zu bevorzugen. Sie brauchen zwar auch Spülmaschinensalz und einen Klarspüler, doch diese reichen relativ lange und somit kommen die Tabs unter dem Strich immer noch teurer. Alternativ können Sie Geschirrtabs selber herstellen und so Kosten gegenüber Tabs aus dem Supermarkt sparen.

Als mehrfache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Katzen auf dem Land. Ein geordneter Haushalt ist mir dabei genau so wichtig wie Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander. Ebenso wie meine Leidenschaft fürs Schreiben.