Obwohl Stillen etwas ganz Natürliches ist, sind Abweisungen oder penetrante Blicke keine Seltenheit. Mit diesen Tipps gelingt das Stillen in der Öffentlichkeit ohne Stress.

Wenn Sie Ihr Kind stillen, befriedigen Sie nicht nur das Bedürfnis nach Nahrung, sondern schenken dem Baby gleichzeitig Nähe, Geborgenheit und wärmenden Hautkontakt. Für Sie und Ihr Kind ist dies ein ganz normaler und natürlicher Vorgang. Bei Menschen, die wenig mit Babys zu tun haben, kommt es jedoch hin und wieder zu Unsicherheiten, wenn sie in der Öffentlichkeit eine stillende Mutter erblicken. Viele Menschen wissen nicht, wo sie hinschauen sollen oder fühlen sich gar belästigt. Sie sollten sich von diesen Reaktionen nicht verunsichern lassen, sondern bei störenden Blicken oder Kommentaren aufklärend antworten. Häufig ist es lediglich fehlendes Wissen, das diese Leute zu derartigen Äußerungen verleitet.

Lassen Sie sich nicht verunsichern

Ob und wie lange Ihr Kind gestillt wird, entscheiden ausnahmslos zwei Menschen: Sie und Ihr Kind. Bemerkungen der Verwandtschaft oder gar von Fremden können Sie daher innerlich als übergriffig einordnen. Lassen Sie sich davon auf keinen Fall verunsichern. Ob Sie sich generell gegen das Stillen entscheiden oder wann Sie abstillen, das ist und bleibt ganz Ihre Sache.

Das gilt auch, wenn es um das Thema Stillen in der Öffentlichkeit geht. Für viele Menschen ist es etwas „Unnatürliches“. Sie fühlen sich regelrecht gestört davon und können ihre Meinung darüber leider in einigen Fällen nicht für sich behalten. Nehmen Sie sich das auf keinen Fall zu Herzen. Oder schlimmer noch: lassen Sie sich nicht vertreiben. Sonst riskieren Sie einen Milchstau.

So gelingt das Stillen in der Öffentlichkeit problemlos

Während des Stillens herrscht zwischen Ihnen und dem Baby eine besonders enge und intime Bindung. Damit sich Ihr Baby entspannen kann und Sie sich ebenfalls wohlfühlen, können Sie in der Öffentlichkeit einen kleinen privaten Raum entstehen lassen. Auf diese Weise sind Sie vor lästigen Blicken geschützt und können die Bedürfnisse des Babys auch in der Öffentlichkeit problemlos stillen.

❍ Tipp 1 – Sichtschutz:

Beim Stillen wird unweigerlich ein Teil Ihrer Brust zu sehen sein. Mitunter kommt es auch vor, dass etwas Milch aus der Brust läuft, wenn das Baby gerade nicht angelegt ist. Nehmen Sie für das Stillen außer Haus am besten immer zwei Spucktücher mit. Eines können Sie nutzen, um überschüssige Milch aufzufangen. Das zweite können Sie mit großen Klemmen an Ihrer Schulter und am Handgelenk befestigen. Auf diese Weise kann Ihr Baby nicht von der spannenden Umgebung abgelenkt werden. Gleichzeitig sind Sie vor den Blicken geschützt, falls Sie sich mit entblößter Brust unwohl fühlen.

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❍ Tipp 2 – Stillkleidung tragen:

Herkömmliche Kleidung ist für das Stillen eher ungeeignet. Pullover oder Shirts mit starrem Ausschnitt müssten komplett hochgezogen werden, um die Brust freizulegen. Damit Sie in der Öffentlichkeit schnell und problemlos an die Brust gelangen, greifen Sie zu bequemer und praktischer Stillkleidung. Oberteile mit einem weiten oder dehnbaren Ausschnitt funktionieren ebenfalls.

Bei einem Still-BH können Sie die Körbchen vom Träger lösen und herunterklappen. Mit etwas Übung gelingt das Stillen mit dieser Kleidung, ohne dass Passanten einen Blick auf Ihre Brust oder das Gesicht des Babys erhaschen können.

❍ Tipp 3 – Einen ruhigen Ort aufsuchen:

Viele Babys finden Ausflüge derart interessant, dass sie trotz des Hungers nur schwer zur Ruhe kommen und sich dementsprechend auch schwer an die Brust anlegen lassen. Suchen Sie daher zum Stillen am besten einen Ort auf, an dem wenig Trubel herrscht. Zum Beispiel:

  • eine ruhige Parkbank,
  • eine Seitenstraße mit einer Sitzgelegenheit fernab der Fußgängerzone,
  • eine abgelegene Bank auf dem Spielplatz oder
  • eine leere Wiese im Park.

❍ Tipp 4 – Hilfsmittel beim Stillen:

Ein Stilltuch oder ein Stillschal funktionieren ebenso wie ein Mulltuch, um beim Stillen die Privatsphäre von sich und dem Baby zu schützen. Sie werden über die Schulter und das Baby geworfen. Bei kälteren Temperaturen können Sie sich mit Ihrem Baby in den Stillschal einkuscheln.

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Bei einem starken Milchspendereflex lohnt es sich zudem Stilleinlagen oder Milchauffangschalen für die zweite Brust dabeizuhaben. Mit diesen Hilfsmitteln können Sie Flecken auf der Kleidung vermeiden.

❍ Tipp 5 – Selbstbewusstsein:

Damit das Stillen innerhalb der Gesellschaft langfristig als etwas vollkommen Normales wahrgenommen wird, hilft es, wenn viele Frauen in der Öffentlichkeit stillen. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und füttern Sie Ihr Baby, sobald es die ersten Hungeranzeichen zeigt, ohne sich abschrecken zu lassen. Falls Sie sich vor Kommentaren von Fremden fürchten, überlegen Sie sich im Vorfeld, was Sie antworten könnten. Seien Sie sich jedoch stets bewusst, dass Sie sich nicht für das Stillen rechtfertigen müssen. Stillen ist schließlich gesund und auch sehr praktisch. Denn so haben Sie immer die Nahrung für Ihr Baby parat und müssen keine Babyflasche unterwegs zubereiten.

Als berufstätige Mutter und Hundebesitzerin weiß ich nur zu gut, dass es manchmal gar nicht so einfach ist Familie, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Der eine oder andere Haushaltstipp ist deshalb oftmals wirklich Gold wert - vor allem, wenn es schnell gehen soll. Aber warum diese Tipps nur für mich behalten? Sämtliche Tricks und Kniffe, die ich über die Jahre gelernt habe, möchte ich hier sehr gerne mit Ihnen teilen.