Wäsche in der Wohnung trocknen – Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Wäsche in der Wohnung trocknen
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Nicht immer ist es möglich, die Wäsche draußen zu trocknen. Hängen Sie sie dann in der Wohnung auf, sollten Sie einige Dinge beachten.

Im Winter ist es beinahe unausweichlich: Zum Wäsche trocknen, bleibt vielen Haushalten nur die eigene Wohnung. Vor allem Familien, die für das Trocknen der Wäsche weder Dachboden noch Waschraum zur Verfügung haben, sind auf die Trocknungsmöglichkeiten in den Wohnräumen angewiesen. Dabei ist das Trocknen der Wäsche in der Wohnung vor allem für die eigene Gesundheit keineswegs unbedenklich.

Noch dazu ist es nicht in allen Mietwohnungen ausnahmslos gestattet, die Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Grund ist die hier entstehende Feuchtigkeit, die bei falschem oder fehlendem Lüften die Entstehung von Schimmel begünstigt.

Luftfeuchtigkeit steigt um bis zu 30 Prozent

Das größte Problem beim Trocknen der Wäsche in der Wohnung ist die Feuchtigkeit. Etwa zwei Liter Wasser befinden sich in einem Korb mit frisch gewaschener Wäsche. Wenn die Wäsche im Schlafzimmer, Wohnzimmer oder einem anderen Raum der Wohnung trocknet, wird diese Feuchtigkeit an die Umgebung abgegeben. Die Umgebungsluft nimmt die Feuchtigkeit auf, wodurch die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt.

Ein Korb frische Wäsche sorgt damit für etwa 30 Prozent mehr Feuchtigkeit im Raum. Eine häufig zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Schimmelbildung. Schimmel ist gesundheitsgefährlich und greift zudem die Gebäudesubstanz an.

Schimmelsporen stellen vor allem eine immense Belastung für die Atemwege dar und können hier zu unangenehmen Beschwerden führen. Darüber hinaus sind sie Auslöser von Allergien und begünstigen die Entstehung von Asthma. Wird die Wäsche in der Wohnung getrocknet, ist richtiges Lüften das A und O.

Feuchtigkeitsschäden müssen vom Verursacher bezahlt werden

Grundsätzlich kann ein Vermieter einem Mieter das Trocknen der Wäsche in der Wohnung nicht untersagen. Entstehen dadurch allerdings Feuchtigkeitsschäden, sind die Mieter verpflichtet, die Behebung dieser zu bezahlen. Hat sich bereits Schimmel gebildet, entstehen immense Kosten. Häufig kostet eine Schimmelbeseitigung weit mehr als 1000 Euro und muss von einem Fachmann übernommen werden.

Regelmäßiges Lüften ist unabdingbar

Wäsche in der Wohnung trocknen: Lüften
Beim Lüften kann die feuchte Luft entweichen – © Ruslan Solntsev / stock.adobe.com
Ein Fehler, den viele Haushalte beim Trocknen der Wäsche machen, ist zu seltenes Lüften. Wer täglich mehrfach für wenige Minuten lüftet, sorgt dafür, dass Feuchtigkeit aus der Wohnung entweichen kann. Die Feuchtigkeit in der Wohnung sinkt damit spürbar, sodass auch das Schimmelrisiko erheblich minimiert wird.

Beim Lüften muss darauf geachtet werden, dass Durchzug entsteht. Es gilt also, sich gegenüberliegende Fenster und Türen vollständig zu öffnen. Kurzes und richtiges Stoßlüften vermeidet ein ungewolltes Auskühlen der Räume. In der Regel reichen zehn Minuten vollkommen aus, um die Luftfeuchtigkeit im Raum spürbar zu minimieren.

Auf gekippte Fenster sollte jedoch verzichtet werden. Zum einen ist so kein effektiver Luftaustausch möglich und zum anderen kühlen die Räume dadurch unangenehm aus. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Luftfeuchtigkeit im eigenen Heim im Blick zu behalten. Unerlässlich ist ein Hygrometer. Hygrometer messen die Luftfeuchtigkeit permanent und reagieren rasch auf Veränderungen.

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Wäsche gut schleudern

Um die Feuchtigkeit zu reduzieren, sollte die Wäsche von der Maschine möglichst gut geschleudert werden. Je höher die Schleuderzahl ist, desto mehr Wasser wird noch in der Maschine entfernt. Die meisten Waschmaschinen bieten die Möglichkeit, die Schleuderleistung anzupassen.

Besonders empfehlenswert sind Maschinen, bei denen die Schleuderleistung bei jedem Programm individuell eingestellt werden kann. Auch wenn die Wäsche gut geschleudert wird, sollte sie nur in Räumen trocknen, in denen sich mehrere Fenster befinden. Nur dann ist auch ein gründliches Lüften möglich. Das Schlafzimmer bietet sich nicht zum Trocknen an, da es hier in der Regel zu kühl ist. Auch in der Küche sollte die Wäsche nicht trocknen. Die feuchte Wäsche nimmt Küchengerüche sehr schnell auf.

Viele Familien setzen aufgrund der Feuchtigkeit auf das Badezimmer. Wichtig ist dann ausreichend Zeit einzuplanen, denn durch Dusche und Badewannen dauert das Trocknen länger.

Platz zwischen Wäschestücken lassen

Beim Aufhängen der Wäsche auf einen Ständer sollte immer ein wenig Platz gelassen werden. Dadurch kann die Luft besser zirkulieren und die Feuchtigkeit kann schneller entweichen. Das beschleunigt den Trocknungsvorgang spürbar.

Empfehlenswert kann es zudem sein, in der Wohnung einen Luftentfeuchter einzusetzen. Dieser entzieht der Raumluft einen gewissen Teil der Feuchtigkeit, sodass einer Schimmelbildung entgegengewirkt wird. Es gibt sowohl elektronische als auch einfache Luftentfeuchter. Die elektronischen Modelle bieten einen höheren Handhabungskomfort, während die einfachen Ausführungen mit Granulat arbeiten.

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Grundsätzlich gilt: Bevor Wäsche in der Wohnung getrocknet wird, sollte immer das Gespräch mit dem Vermieter gesucht werden. Vielleicht hält dieser auch eine andere Lösung parat.

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