Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Weihnachtsbaum haben, sollten Sie bei Kauf, Lagerung und Pflege einige wichtige Punkte beachten. Diese hier im Detail.

Der Weihnachtsbaum ist zumindest für die Festtage in den meisten Familien unverzichtbar. Bis heute wird er oft gemeinsam ausgesucht, sodass auch tatsächlich ein Baum ins Heim einzieht, der Jung und Alt gefällt. Doch auch, wenn sich die meisten Familien viel Zeit für die Auswahl des Weihnachtsbaums lassen, passiert es schnell, dass er bereits nach wenigen Tagen im Heim Nadeln lässt. Mit einigen Tipps lässt sich die Lebensdauer des Weihnachtsbaums jedoch deutlich verlängern. Und genau diese möchte ich Ihnen nachfolgend vorstellen.

Auf den richtigen Baum kommt es an

Wie schnell ein Baum nadelt und wie lange er rund um die Weihnachtstage noch frisch ist, hängt neben der richtigen Pflege vor allem von der Baumart ab. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Schmuckbäumen, die als Tannenbaum angeboten werden. Darunter zählen z.B.:

  • Rotfichte
  • Nordmanntanne
  • Nobilistanne
  • Blaufichte
  • Kiefer
  • Colorado-Tanne

Nicht jede Baumart kommt mit den warmen Wohnungstemperaturen gut zurecht. Vor allem Fichten mögen die warmen Temperaturen in der Regel überhaupt nicht und nadeln sehr schnell. Eine Ausnahme stellt jedoch die Blaufichte dar. Im Gegensatz zu den anderen Fichtenarten verliert sie nicht schon nach fünf Tagen die Nadeln. Allerdings hat die Blaufichte sehr steife Nadeln, sodass gerade das Schmücken nicht besonders viel Freude macht.

Eine deutlich längere Lebensdauer bieten Nordmann- und Colorado-Tanne. Ihnen machen auch zwei Wochen im warmen Zuhause nichts aus. Die längste Frischegarantie bietet allerdings die Kiefer. Selbst wenn sie stark beansprucht wurde, bleiben die Kiefernnadeln lange frisch und sorgen für ein ansehnliches Äußeres.

Übrigens gibt es auch beim Weihnachtsbaum im Topf keine Garantie dafür, dass er lange seine Nadeln behält. Denn in den Wintermonaten halten die Weihnachtsbäume eigentlich Winterruhe. Durch den Standortwechsel kann die Topfpflanze also einen Temperaturschock bekommen. Folglich wirft sie die Nadeln ab. Bäume im Topf sollten deshalb generell nicht länger als vier, bis maximal fünf Tage im Haus bleiben.

Am besten heimischen Weihnachtsbaum wählen

Wer wirklich lange Freude an seinem Weihnachtsbaum haben möchte, sollte sich möglichst für ein regionales Angebot und für einen Baum entscheiden, der keinen langen Transportweg hinter sich hat. Meistens muss hierfür direkt ein Produzent vor Ort angesprochen werden, denn viele Weihnachtsbäume, die es im Handel zu kaufen gibt, stammen nicht aus Deutschland. Aufgrund der enormen Nachfrage werden sie aus den skandinavischen Ländern, insbesondere aus Dänemark, importiert. Das Problem der importierten Bäume ist die fehlende Frische. Wenn die Weihnachtstage beginnen, sind die Bäume schon so alt, dass sie rasch nadeln.

Es gibt auch einige Merkmale, an denen sich erkennen lässt, ob der Weihnachtsbaum schon vor einiger Zeit geschlagen wurde:

  • Die Schnittkante sollte möglichst hell sein. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass der Baum frisch geschlagen wurde.
  • Dunkle Schnittkanten weisen darauf hin, dass der Zeitpunkt der Ernte schon länger zurückliegt.
  • Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sucht eine Weihnachtsbaumplantage auf. Dort kann der Baum in der Regel sogar selbst geschlagen werden. Diese Exemplare behalten ihre Nadeln dann auch besonders lang.
  • Generell lohnt es sich auch einen Blick auf die Außentemperatur zu werfen. Bäume, die bei kalten Temperaturen geschlagen werden, bleiben länger frisch.
  • Bei der Lagerung sollte der Baum mit Wasser versorgt werden. Denn umso länger die Nährstoffversorgung unterbrochen wird, desto schneller verliert er seine Nadeln.

Wichtig: Der Tannenbaum sollte nie zu früh gekauft werden. Liegt er zu lange, verliert er unnötig Feuchtigkeit und kann die Nadeln dann nicht mehr so gut halten.

Darauf müssen Sie bei der Lagerung achten

Weihnachtsbaum
Lagern Sie den Baum im Netz zunächst an einem kühlen Ort – © Balser / stock.adobe.com

Um sich die Weihnachtstage mit einem frischen Weihnachtsbaum versüßen zu können, kommt es auch auf die richtige Lagerung an. Hier gilt es Folgendes zu beachten:

  • Der Weihnachtsbaum sollte nach dem Kauf nicht direkt ins Wohnzimmer gebracht werden, es sei denn er soll unmittelbar geschmückt werden.
  • Für eine Lagerung ist das Wohnzimmer ungeeignet. Stattdessen sollten Sie auf einen kühlen Lagerort ausweichen. Empfehlenswert sind Terrasse, Garten, Balkon und Garage. Auch der Keller ist gut geeignet.
  • Nach dem Kauf sollte zunächst eine dünne Scheibe des Stammes abgeschnitten werden. So wird die Schnittstelle wieder frisch.
  • Bis zum Aufstellen wird der Weihnachtsbaum in einen Eimer mit Wasser gestellt, sodass er ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Wichtig ist, dass das Wasser warm ist, sodass es vom Baum besonders leicht aufgenommen werden kann.
  • Muss der Weihnachtsbaum zunächst eingelagert werden, sollte das Netz noch an den Zweigen gelassen werden. Dadurch bleiben die Zweige länger frisch, denn es vermeidet, dass zu viel Feuchtigkeit über die Nadeln verdunstet.

Den richtigen Standort wählen

Damit der Weihnachtsbaum lange frisch aussieht, sollte der Standort mit Bedacht gewählt werden. Auch hier gibt es große Unterschiede, die vor allem durch den Raum bedingt sind, in dem der Baum aufgestellt werden soll.

Generell mag es ein Tannenbaum eher kühl. Deswegen sollte er nicht unmittelbar vor der Heizung platziert werden. Ideal ist ein Standort vor dem Fenster oder der Terrassentür, zumal er hier auch genügend Licht bekommt. Wer eine Fußbodenheizung hat, sollte darauf verzichten den Weihnachtsbaum direkt auf den Fußboden zu stellen. Ideal ist in diesem Fall ein kleiner Hocker, auf dem der Ständer abgestellt werden kann. Der Weihnachtsbaum sollte zudem während der gesamten Standzeit mit frischem Wasser versorgt werden.

Mein Tipp:
Eine Alternative zum heimischen Wohnzimmer ist übrigens der Balkon oder die Terrasse. Wird der Baum direkt vor dem Fenster positioniert, ist er von drinnen problemlos zu sehen. Da die Temperaturen im Außenbereich deutlich niedriger sind, hält der Baum hier auch viel länger. Vor allem diejenigen, die sich bis in den Januar hinein daran erfreuen möchten, sind mit dieser Lösung gut beraten. Wichtig ist hierbei jedoch auf eine Lichterkette auszuweichen, die für den Außenbereich geeignet ist.

Tipps für die richtige Pflege

Wie lange ein Christbaum seine Nadeln behält, hängt auch davon ab, wie gut er gepflegt wird. Hier gibt es einige Besonderheiten, die beachtet werden müssen.

  • Auf Hausmittel wie Zucker im Wasser sollten Sie unbedingt verzichten. Zucker sorgt lediglich dafür, dass das Wasser schneller verkeimt. Stattdessen sollten Sie täglich prüfen, ob der Baum noch ausreichend Wasser hat. Weiterhin ist es empfehlenswert, die Nadeln regelmäßig mit Wasser zu besprühen, sodass diese nicht schnell austrocknen. Ideal ist dabei kalkarmes Wasser.
  • Der Raum, in dem der Weihnachtsbaum steht, muss außerdem regelmäßig gelüftet werden.
  • Am besten verzichten Sie auf Sprühschnee und Glitzer beim Schmücken. Beides sorgt nämlich dafür, dass die Nadeln verkleben. Das wiederum schadet dem Stoffwechsel des Baumes.

Als berufstätige Mutter und Hundebesitzerin weiß ich nur zu gut, dass es manchmal gar nicht so einfach ist Familie, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Der eine oder andere Haushaltstipp ist deshalb oftmals wirklich Gold wert - vor allem, wenn es schnell gehen soll. Aber warum diese Tipps nur für mich behalten? Sämtliche Tricks und Kniffe, die ich über die Jahre gelernt habe, möchte ich hier sehr gerne mit Ihnen teilen.