Wovon werden Mücken angezogen?

Mücken fern halten
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Nur wer weiß, was Mücken anzieht, kann sich effektiv gegen sie schützen. Wir verraten Ihnen, was die Plagegeister anlockt und warum sie stechen.

Mit dem Sommer kommen auch die Mücken, die es auf unser Blut abgesehen haben. Dabei fällt auf, das manche Menschen öfter gestochen werden als andere. Aber woran liegt das? Zur Klärung dieser Frage möchten wir erst einmal darauf eingehen, warum Mücken uns überhaupt stechen und unser Blut abzapfen.

Weibliche Mücken brauchen Blut zur Eiablage

Als erstes sei festgestellt, dass sich Mücken in der Regel von zuckerhaltigen Pflanzensäften und von Nektar ernähren. Nach der Befruchtung durch das Männchen müssen die Weibchen jedoch eine Blutmahlzeit zu sich nehmen. Denn das Bluteiweiß ist für die meisten Stechmücken zur Bildung der Eier unentbehrlich.

Wenn Sie also von einer Mücke gestochen werden, dann von einer weiblichen Mücke, die kurz vor der Eiablage steht.

Wonach suchen Mücken Ihre Opfer aus?

Mücken können nicht sonderlich gut sehen. Dafür verfügen sie über einen ausgezeichneten Geruchssinn, der sie zu ihrer Beute führt.

CO2

Sie orientieren sich dabei am Geruch von CO2, welches wir mit der Atemluft ausstoßen. So können Mücken ihre potenzielle Blutquelle aus bis zu 50 Metern Entfernung orten. Das erklärt auch, warum wir besonders nachts in totaler Finsternis von Mücken geplagt werden.

Je höher die CO2 -Konzentration ist, desto attraktiver sind wir für Mücken. Dies macht sich vor allem bei Schwangeren bemerkbar. Sie atmen nämlich deutlich mehr CO2 aus als andere Personen. Gleiches gilt für Personen, die sich körperlich betätigen oder Bier und kohlenhydratreiche Speisen zu sich genommen haben.

Körpergeruch

Neben der CO2-Konzentration in der Atemluft spielt auch der Körpergeruch eine entscheidende Rolle. Bestimmt Gerüche ziehen Mücken magisch an. Hier denken viele gleich an den beißenden Geruch von Schweiß, welcher aufgrund von Zersetzungsprozessen durch Bakterien entsteht. Dieser ist es aber nicht, der die Mücken anzieht.

Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser und ansonsten überwiegend aus Elektrolyten wie

  • Salze wie Kalium, Natrium, Eisen, Zink, Calcium und Magnesium
  • Säuren wie Milchsäure, Aminosäuren oder Ascorbinsäure
  • Wasserlösliche Substanzen wie Harnstoff, Ammoniak und Proteine

Genau diese Bestandteile, die unsere Nase nicht wahrnehmen kann, riechen für Mücken sehr verlockend. In Abhängigkeit von unseren Genen und den Stoffwechselprodukten produzieren wir alle einen für uns typischen Körpergeruch, der die Mücken mehr oder weniger anzieht.

Wer denkt, dass Parfum oder Deo den Körpergeruch überdeckt und dadurch Mücken fernhält, der irrt. Denn beide ziehen Mücken mindestens genauso an.

Blut

Immer wieder hört man vom Mythos des süßen Blutes, das Mücken angeblich lieben. Was ist dran an diesem Mythos? Ich verrate es Ihnen: NICHTS. Sie können so viel Zucker in sich hinein schaufeln, wie sie möchten. Der erhöhte Blutzuckerwert wird keinen Einfluss auf Ihre Attraktivität für Mücken haben.

Die Blutgruppe könnte jedoch von Bedeutung für Mücken sein. Zumindest haben Japanische Wissenschaftler in einer Studie belegt, dass Personen mit der Blutgruppe 0 wesentlich häufiger von Mücken gestochen werden als Personen mit anderen Blutgruppen. Allerdings sind sich die Forscher da noch nicht einig. Einige von Ihnen sehen die Studie der Japaner nicht als repräsentativ an.

Zusammenfassung

Hartnäckig hält sich der Glaube, dass Mücken durch Licht angezogen werden. Tatsächlich ist es aber so, dass Mücken durch Körpergerüche und durch den Atem angezogen werden.

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