Knete selber machen – 5 Rezepte mit Anleitung

Knete selber machen
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Gekaufte Knete enthält sehr oft schädliche Zusatzstoffe. Um sicher zu gehen, dass Ihre Kinder nur mit gesunder Knete spielen, können Sie diese ganz leicht selber herstellen.

Knete ist speziell für Kinder ein tolles Gestaltungselement, mit dem sie sich gerne beschäftigen. Allerdings wissen Eltern manchmal nie so genau, was in der Knete, die man im Handel kaufen kann, drin ist. Warum also nicht gleich selber machen? Mit wenigen Zutaten ist das ganz einfach möglich, zudem man dann auch weiß, mit was das Kind da spielt.

Warum Knete selber machen?

Wie sich in verschiedenen Tests zeigte, enthält die auf dem Markt erhältliche Knete häufig Substanzen, die für Kinder nicht gerade ideal sind.

Einige sind zum Beispiel mit Mineralöl belastet. Auf der Liste der Inhaltsstoffe ist dieses mit dem Begriff „MOAH“ gekennzeichnet. Dieser aromatische Mineralölkohlenwasserstoff enthält krebserregende Substanzen und kann über die Haut aufgenommen werden. So etwas möchte man seinen Kindern nicht in die Hand geben!

Ähnlich sieht es mit Borsäure aus. Sie steckt oft in Hüpfknetmasse und kann, in zu großen Mengen vom Körper aufgenommen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Wer seine Knetmasse allerdings selbst macht, kann hierfür sogar Zutaten wählen, die bedenkenlos von den Kindern gegessen werden können, ohne dass es zu negativen Erscheinungen kommt. Eigentlich sollte das Verschlucken der Knete möglichst vermieden werden. Je nach Zutat ist es aber auch nicht weiter schlimm, wenn es trotzdem einmal dazu kommt. Denn häufig wird selbstgemachte Knete aus Rohstoffen hergestellt, die man in jeder Küche findet. Nachfolgend stellen wir einmal die besten Rezepte vor.

Rezept 1 – Bunte Knete aus Lebensmitteln

Für die selbstgemachte Knete dieses Rezepts werden folgende Zutaten benötigt:

  • 20 gehäufte EL Mehl
  • 15 TL Salz
  • 2 EL Speiseöl
  • 250 ml Wasser
  • Lebensmittelfarbe

Das Mehl wird zunächst in eine große Schüssel gesiebt. Dazu kommen Öl, Salz und Wasser. Sämtliche Zutaten werden gut miteinander zu einem glatten Teig verknetet. Ist sie zu feucht, kommt weiteres Mehl hinzu. Fällt sie stattdessen zu trocken aus, wird Wasser hineingegeben.

Ist der Teig schön glatt, teilt man ihn in gleichmäßige Portionen auf. Nun zieht man ein paar Einmalhandschuhe über und drückt mit dem Daumen in die einzelnen Knetmassen eine Mulde hinein. Die Knete lässt sich nun färben, indem man etwas von der Lebensmittelfarbe in die Mulde gibt und die Portion anschließend gut durchknetet. Hierbei gilt: Je mehr Lebensmittelfarbe man hineingibt, desto intensiver wird auch die Farbe.

Tipp: Es ist wichtig, die Masse gut durchzukneten, damit sich die Lebensmittelfarbe gut verteilen kann. Danach kann man gleich mit ihr spielen.

Rezept 2 – Maisstärke und Haarspülung

Das zweite Rezept nutzt als Grundlage Haarspülung und Maisstärke:

  • 200 g Maisstärke
  • 100 g Haarspülung
  • Lebensmittelfarbe

Maisstärke und Haarspülung werden miteinander vermischt, bis sich ein glatter Teig ergibt. Um ihn einzufärben, kommt wieder Lebensmittelfarbe zum Einsatz.

Rezept 3 – Duftende Knetmasse

Wer seiner Knetmasse einen besonderen Geruch verleihen möchte, nutzt einfach dieses Rezept:

  • 125 ml heißes Wasser
  • 2 EL Speiseöl
  • 100 g Salz
  • 200 g Mehl
  • 1 Pck. Götterspeise Pulver
  • 1 Pck. Sahnesteif

Salz, Mehl, Götterspeise und Sahnesteif werden in einer Schüssel miteinander vermischt. Dazu kommen das Öl und das Wasser. Die Zutaten werden verrührt, bis der Teig sich verfestigt. Die Farbe kommt von der Götterspeise, dazu riecht die Knete besonders gut und fühlt sich angenehm an.

Tipp: Die Knetmasse kann auch ohne Bedenken gegessen werden, daher ist sie sogar schon für Kinder ab einem Alter von anderthalb Jahren geeignet.

Rezept 4 – Sandknete für haltbare Figuren

Um eine Knetmasse herzustellen, die nach wenigen Tagen des Trocknens ihre Form nicht mehr verliert, ist dieses Rezept zu empfehlen:

  • 1 Tasse Stärkemehl
  • 2 Tassen feiner Sand
  • 1 Tasse Wasser
  • Lebensmittelfarbe

Stärkemehl und Sand kommen in einen Topf, dazu kommt langsam das Wasser und die gewählte Farbe. Es ist wichtig, die Zutaten mit einem Rührbesen möglichst gut zu vermischen, um eine Klumpenbildung zu vermeiden. Nun wird die Masse auf dem Herd erwärmt, darf aber keinesfalls kochen.

Es wird weiterhin gut gerührt, bis alles andickt. Anschließend lässt man alles gut abkühlen und kann nun Figuren formen oder die Knete für andere gestalterische Zwecke verwenden. Nach wenigen Tagen an der Luft trocknet sie vollständig aus.

Rezept 5 – Knetseife selber machen

Knetseife ist nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene, die nach einer netten Geschenkidee suchen, die man als Mitbringsel nutzen kann. Möchten Sie Knetseife selber machen, benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 1 EL Duschgel
  • 1 EL Speisestärke
  • ein Spritzer Sonnenblumenöl
  • Lebensmittelfarbe

Sämtliche Zutaten werden in einer Schüssel gut miteinander vermischt. Sie sollte am Ende nicht kleben, sondern eine gut formbare Konsistenz besitzen. Um hierbei ein ausgewogenes Verhältnis der Zutaten zu schaffen, wird zusätzlich Speisestärke oder Öl hinzugefügt.

Wer möchte, kann die Knete danach in Formen pressen, oder aber Figuren formen. Man kann sie sogleich benutzen, sollte sie jedoch bei Nichtnutzung möglichst in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Infos zur Lagerung selbstgemachter Knetmasse

Um möglichst lange etwas von der Knetmasse zu haben, ist eine entsprechende Lagerung wichtig.

Sämtliche hier aufgeführten Rezepte sind ideal für die Lagerung in einem Glas, oder einer luftdichten Dose konzipiert. Alternativ kann man sie ebenso in Frischhaltefolie einwickeln. Auf diesem Weg halten sie im Kühlschrank über einen Zeitraum von einer bis zu acht Wochen, je nachdem, wie oft man mit ihr spielt und wie gut man sie danach wieder verstaut.

Geeignet sind die vorangegangenen Rezepte allesamt für Kinder ab einem Alter von zwei Jahren. Lediglich die essbare Knetmasse aus Rezept 3 ist bereits für Kinder ab anderthalb Jahren geeignet. Die Zubereitung sollte stets von den Eltern übernommen werden.

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