Anti-Rutsch-Socken selber machen – 5 Möglichkeiten mit Anleitung

Anti-Rutsch-Socken selber machen
ABS-Socken bieten zum Beispiel Kleinkindern, die gerade laufen lernen, einen besseren Halt - © fotoduets / stock.adobe.com

Anti-Rutsch-Socken verhindern, dass Sie auf glatten Flächen ausrutschen. Mit wenigen Mitteln können Sie diese selber herstellen. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Wer zu Hause lieber mit Socken als mit Pantoffeln läuft, auf dem Parkett oder Laminat jedoch immer rutscht, kann sich mit sogenannten ABS-Socken ausstatten. Sie liefern den nötigen Halt und sind ganz einfach selbst herzustellen.

Zwar kann man Anti-Rutsch-Socken auch kaufen, es gibt jedoch immer mehr Menschen, die auf die guten alten Stricksocken zurückgreifen. Selbst diese lassen sich mit dem passenden Zubehör mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung ausstatten. Die geläufigsten Methoden bestehen aus Latex, Schuhreparaturpaste, oder sogar Heißkleber.

Tipp: Selbstverständlich ist es auch möglich, ein Paar normale Socken mit einer solchen Sohle zu versehen.

Materialien für die Beschichtung von Anti-Rutsch-Socken

Bevor man loslegen kann, ist es zunächst interessant zu wissen, welche Möglichkeiten einem zur Verfügung stehen. ABS-Socken lassen sich mit folgenden Methoden herstellen:

  • Heißkleber
  • Sock-Stop
  • Latexmilch
  • Sockenstopper zum Aufbügeln
  • Schuhreparaturpaste

Bevor Sie die Socken mit den verschiedenen Materialien bearbeiten, sollten Sie eine Pappe oder etwas ähnliches in den Socken stecken, So verhindern Sie, dass auch die Oberseite der Socken getränkt werden.

Tipp: Nehmen Sie Ihren Fuß als Schablone, können Sie besser abschätzen, welchen Bereich der Sohle Sie bearbeiten müssen.

Der Aufwand für die verschiedenen Möglichkeiten variiert. Daher ist es sinnvoll, im Vorfeld zu überlegen, für welche Variante man sich entscheidet.

Heißkleber aufbringen

Wenn die Socken etwas dicker sind, ist Heißkleber eine einfache Alternative. Hierfür werden einfach auf der Sohle der Socken einzelne Heißkleber-Punkte mit der Heißkleberpistole aufgebracht und trocknen gelassen.

Diese Methode eignet sich zwar, um die Socken etwas rutschfester zu machen, doch besteht die Möglichkeit, dass sich die Heißkleber-Punkte lösen. Hier muss man also von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die Beschichtung noch vollständig ist und gegebenenfalls nachbessern.

Außerdem besitzt Heißkleber in heißem Zustand eine so flüssige Konsistenz, dass er leicht durch den Stoff tritt und dort für Verhärtungen sorgt. Generell ist das Laufen auf Heißkleber zudem nicht besonders angenehm. Daher sollte diese Methode möglichst nur dann eingesetzt werden, wenn es sich um besonders dicke Socken handelt, oder keine Alternative zur Verfügung steht.

Der Heißkleber ist also für Socken eher eine Notlösung. Sie können damit aber auch Filzlatschen ohne Probleme weniger rutschig machen. Dass das wirklich funktioniert, sehen Sie im folgenden Video:

So arbeitet man mit Sock-Stop

Bei Sock-Stop handelt es sich um eine gelartige Flüssigkeit, die man auf der Sohle aufbringt und die nach der Aushärtung eine rutschhemmende Wirkung besitzt. Sie ist in zahlreichen Farben erhältlich und daher passend für jedes Projekt:

Um seine Socken rutschsicher zu machen, gibt man einfach ein paar Kleckse des Gels auf die Sohle der Socke, jeweils rund herum und in einem entsprechenden Abstand. Nach etwa acht bis zehn Stunden ist das Gel getrocknet und gewährleistet einen sicheren Halt auf glatten Böden.

Latexmilch verwenden

Latexmilch ist gebrauchsfertig im Handel erhältlich und wird einfach mit der Hilfe eines Pinsels auf die Sockensohle aufgetragen. Da man hierbei durchaus großzügig sein darf, ist es meist besser, wenn die Socken etwas dicker sind, damit die Latexmilch nicht durch die Sohle tritt und sie verhärtet. Stricksocken lassen sich sehr gut mit ihr behandeln.

Wichtig ist, dass man jeder Schicht nach dem Auftragen ein wenig Zeit einräumt, um zu trocknen. Behandelt man das Latex dabei mit dem Föhn, entsteht eine gummiartige Schicht, die auf Laminat oder Parkett hervorragenden Halt bietet. Wahlweise ist auch das Auftragen einzelner Punkte auf der Sohle möglich.

Einziges Manko: Latexmilch kann unter Umständen Ammoniak beinhalten und dementsprechend unangenehm riechen. Beim Kauf sollten Sie deshalb darauf achten, dass Sie ein Produkt aussuchen, welches frei von Ammoniak ist:

Sockenstopper zum Aufbügeln

Hierbei handelt es sich um rutschfeste Pads, die einfach aufgebügelt werden. Es gibt sie von unterschiedlichen Herstellern, in verschiedenen Farben und Formen.

Idealerweise werden die Pads einfach auf die Sockensohle gelegt und aufgebügelt. Wie hoch die Bügeltemperatur dabei ausfallen sollte, gibt der Hersteller meist auf der Verpackung an. Da die Pads auf der Rückseite eine Klebeschicht besitzen, die sich beim Bügeln verflüssigt, haften sie anschließend an den Socken.

Tipp: Legen Sie ein Tuch über die Pads, damit kein überschüssiger Kleber am Bügeleisen landet. So vermeiden Sie, dass Sie nach der Prozedur das Bügeleisen reinigen müssen.

Die meisten Hersteller geben an, dass die Pads bis zu einer Waschtemperatur von 40 Grad Celsius haften bleiben.

Mit Schuhreparaturpaste arbeiten

Bei Schuhreparaturpaste handelt es sich um ein Material, welches gummiartige Beschaffenheit besitzt und das normalerweise dazu verwendet wird, um Schuhsohlen zu reparieren. Der Vorteil: Man kann sie großflächig einsetzen, tupfenweise, oder auch in Streifen. Wird sie etwas dicker aufgebracht, lassen sich sogar Muster einarbeiten, so dass die Socken am Ende ein Profil besitzen.

Sie wird, ähnlich wie die Latexmilch, auf der Sohle der Socken aufgetragen und muss dann aushärten. Die Paste sollte ebenfalls hauptsächlich bei dickeren Socken zum Einsatz kommen.

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