Zu Hause arbeiten ist sehr angenehm, erhöht aber auch den Stromverbrauch. Mit diesen einfachen Tipps, können Sie auch im Homeoffice Stromkosten sparen.

Homeoffice ist in Start-ups und agilen Unternehmen schon lange ein selbstverständlicher Begriff, sofern der Beruf es zulässt. Arbeitgeber, die früher ihre Einwilligung zum Homeoffice verweigerten, wurden 2020 eines Besseren belehrt. Arbeiten von zu Hause wurde zur Normalität und wird uns gewiss noch eine Weile erhalten bleiben.

Das Homeoffice hat viele Vorteile, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Wer von zu Hause aus arbeitet, entlastet zwar den Straßenverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel, verbraucht aber deutlich mehr Energie im Haushalt. Die höheren Stromkosten erstattet der Arbeitgeber oder das Finanzamt in der Regel nicht. Abgesehen von den zusätzlichen Kosten ist ein geringer Stromverbrauch auch im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils erstrebenswert.

Mit folgenden Tipps können Sie im Homeoffice ohne große Einschränkungen Strom sparen.

Arbeitsplatz einrichten

➔ Bei Anschaffung neuer Arbeitsgeräte:

Elektrogeräte sind mit einem Energielabel gekennzeichnet, das sie je nach Energieverbrauch in verschiedene Klassen einteilt. Die Klasse A weist auf einen niedrigen Energieverbrauch hin, die Klasse G auf einen hohen. Um Stromkosten sparen zu können, kontrollieren Sie zudem die Effizienz Ihrer aktuellen Elektrogeräte. Finden Sie darunter Stromfresser, sollten Sie über den Kauf von neuen und effizienteren Geräten nachdenken.

➔ Geräte sollten dem Bedarf gerecht sein:

Für die meisten Bürotätigkeiten ist ein regulärer Laptop ausreichend, der im Vergleich zu einem klassischen Computer zwischen 50 – 70 Prozent weniger Strom verbraucht. Geteilte Monitore sind im Büro sicherlich hilfreich, stellen in vielen Berufen eher ein Luxusgut dar. Hinterfragen Sie sich, welche Leistung und Equipment Sie wirklich für Ihren Arbeitsalltag brauchen.

➔ Schreibtisch effizient beleuchten:

Stromkosten sparen Homeoffice
Nutzen Sie für die Schreibtischbeleuchtung am besten LED-Leuchtmittel | © Konstantin Yuganov / stock.adobe.com
Die richtige Beleuchtung ist wichtig, damit das Arbeiten die Gesundheit nicht beeinträchtigt und die Leistungsfähigkeit maximiert wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Lampen im Haus eingeschaltet sein müssen. Eine ausreichend helle Schreibtischlampe, die so aufgestellt ist, dass sie nicht blendet oder sich im Monitor spiegelt, ist völlig ausreichend. LED-Leuchtmittel sind besonders energieeffizient und langlebig. Sie benötigen zwischen fünf und neun Mal weniger Energie als herkömmliche Alternativen.

» Ein weiterer Tipp:
Lampen mit einer Dimmfunktion sparen zusätzlich Strom und die Helligkeit kann an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Arbeitsalltag im Homeoffice

➔ Computer effizient nutzen:

Obwohl es bequem ist, den Computer auch Zuhause immer anzulassen, verbraucht diese Gewohnheit nur unnötigen Strom. Der Computer verbraucht heutzutage für das An- und Ausschalten im Vergleich zum Stand By Modus eindeutig weniger Energie. Deshalb sollten Sie den Computer bei einer längeren Pause, besonders nach Feierabend, komplett ausschalten und vom Strom nehmen. Während der aktiven Nutzung des Computers können Sie die Helligkeit des Monitors reduzieren, um zusätzlich Energie zu sparen. Auf Bildschirmschoner sollten Sie generell verzichten.

➔ Router und WLAN-Repeater ausschalten:

Router Stromkosten
Den Router am besten über Nacht ausschalten | © boyhey / stock.adobe.com
Vergessen Sie nicht, nachts Ihren Router auszuschalten, der den Computer über eine WLAN-Verbindung mit dem Internet verbindet. Alternativ können Sie auch WLAN-Empfänger ausschalten, um den Energieverbrauch des Routers zu verringern. WLAN-Repeater, welche die Reichweite des Funknetzes erweitern, können nachts ebenfalls ausgeschaltet werden.

➔ Temperatur individuell regeln:

Ein weiterer Vorteil vom Homeoffice ist, dass man sich nicht nach den Arbeitskollegen richten muss, wenn es um die Raumtemperatur geht. Grundsätzlich wird eine Raumtemperatur von ungefähr 20 Grad empfohlen. Im Sommer sollte auf den Einsatz einer Klimaanlage verzichtet werden. Stattdessen sollte man die Fenster abdunkeln, damit die Sonne den Raum nicht aufheizen kann. Alternativ kann ein Ventilator bei extremer Sommerhitze Abhilfe schaffen. Das Lüften sollte am frühen Morgen stattfinden und die Fenster den Rest des Tages geschlossen gehalten werden.

Natürlich müssen Sie nicht alle Tipps sofort befolgen. Meist reicht es schon nur drei oder vier der oben genannten Tipps einzuhalten, um nachhaltig Energie zu sparen.

„Ich habe meinen Haushalt im Griff - nicht umgekehrt!“, so das Motto von Dagmar, die Wert auf Ordnung und Sauberkeit legt, sich aber von der Hausarbeit nicht ihr Leben bestimmen lässt. Deswegen ist sie immer wieder auf der Suche nach neuen Ideen, mit denen sich der Haushalt leichter managen lässt. Technische Innovationen rund um die Küche und das Putzen haben es ihr besonders angetan, deshalb wird auch so manches Gerät kurzerhand getestet.