Gegrillter Fisch ist überaus lecker. Damit er nicht auf dem Grill anbackt, verpacken ihn viele in Alufolie. Es gibt aber deutlich gesündere Lösungen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Fisch zuzubereiten. Möchte man Fisch grillen, wird er bevorzugt in Alufolie verpackt. Dadurch soll ein schonendes Garen ermöglicht und der Geschmack intensiviert werden. Doch Alufolie ist ein bedenklicher Rohstoff, der nicht gedankenlos im Haushalt verwendet und mit Lebensmitteln in Kontakt gebracht werden sollte. Für das Zubereiten der leckeren Fischpäckchen gibt es gesündere und umweltgerechte Alternativen.

Warum sollte Fisch nicht in Alufolie eingepackt werden?

Alufolie gehört für viele Grill-Liebhaber zum Alltag. Fisch oder auch Gemüse werden darin eingeschlagen. Nach dem Grillen landet die Alufolie im Müll. Aluminium gilt als bedenklicher Rohstoff. Für den Abbau wird viel Energie benötigt. Bei der Produktion wird mit Rotschlamm ein giftiges Abfallprodukt frei. Aluminium kann erst nach einem aufwendigen Elektrolyseverfahren genutzt werden. Alufolie zu recyceln ist nicht üblich.

Fisch sollte auch deshalb nicht mit Alufolie in Kontakt kommen, weil er meist mit Zitrone gewürzt wird.

Tipp: Alle salzigen und sauren Lebensmittel sollten nicht in Alufolie verpackt werden.

Durch Salz und Säure entstehen Schäden an der feinen Oxid-Schicht, mit der Aluminium überzogen ist. Dadurch werden Aluminium-Ionen aus der Folie gelöst und gehen auf die Nahrungsmittel über. Durch den relativ langen Grillvorgang ist von einem starken Übertritt der Metall-Ionen auszugehen.

Tipp: Fleisch kann in Alufolie gegrillt werden. Die größere Gefahr ist hier eindeutig der Austritt von krebserregenden Stoffen, wenn das Fett in die Glut tropft.

Fisch einpacken ohne Alufolie

Fisch grillen: Alternativen zur Alufolie
Fisch lässt sich in verschiedene Materialien verpackt grillen | © kab-vision / stock.adobe.com
Wird nach Alternativen gesucht, Fisch zu verpacken und dennoch gesund zu grillen, können einige Möglichkeiten genannt werden:

  • Backpapier und Alufolie
  • Bratschlauch
  • Backpapier
  • Pflanzenblätter

Wer bei Grillen partout nicht auf Alufolie verzichten möchte, kann eine neuartige Folie erwerben. Die Kombi-Folie besteht aus Backpapier und einer Schicht Aluminium. Die Folie ist hitzebeständig und ebenso gut formbar wie herkömmliche Alufolie. Der Unterschied: Durch das Backpapier wird verhindert, dass die austretenden Metall-Ionen auf das Grillgut übergehen.

Fisch kann auch nur in Backpapier gegrillt werden. Das Papier ist zwar etwas starrer, als Alufolie und sollte an den Seiten zugebunden werden, da es sich nicht einfach umschlagen lässt, ansonsten gibt es jedoch keine Einschränkungen. Der Fisch gart schonend und umweltfreundlich. Marinaden laufen nicht aus, da Backpapier mit einer dünnen Schicht Silikon beschichtet ist.

Bratschläuche können in Supermärkten oder Drogerien erworben werden. Der Fisch und ggf. Gemüse oder weitere Zutaten werden in den Bratschlauch gefüllt. Auch hier binden Sie den Schlauch am Ende zu.

Optisch ansprechend, aber etwas schwieriger umzusetzen ist die Möglichkeit, Fisch vor dem Grillen in Pflanzenblätter zu verpacken. Am robustesten sind Bananenblätter, die in Asia-Läden verfügbar sind. Kleinere Fischstücke können Sie auch in Wein- oder Kohlblätter einschlagen. Auch die Blätter von Mangold oder Mais sind geeignet.

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So lässt sich Fisch in Gemüseblätter einschlagen:

  1. Fisch vorbereiten
  2. Blätter ausbreiten
  3. Fisch auf die Blätter legen
  4. Fisch in die Blätter einschlagen
  5. Fischpäckchen zubinden oder mit Zahnstochern fixieren

Weitere Alternativen für gesundes Grillen

Fisch grillen: Alternativen zum Einpacken
Fisch lässt sich auch unverpackt grillen | © lightpoet / stock.adobe.com
Fisch muss nicht zwingend eingeschlagen werden, um gesund zu grillen und seinen Geschmack zu behalten. Wer das Grillgut nicht direkt auf den Rost legen möchte, kann einen Grillkorb oder eine gusseiserne Pfanne verwenden und diese direkt auf den Grillrost stellen. Der Grillvorgang wird dann allerdings etwas länger dauern als üblich.

Wer ganze Fische grillen möchte, kann diese in Grillgitter einklemmen. Damit lassen sich etwa Forellen zubereiten. Die Grillgitter besitzen eine Fischform. Der Fisch wird einfach eingelegt und mit Klemmen fixiert. Ein Vorteil dieser Grillgitter ist auch, dass sich der Fisch einfach wenden lässt und nicht zerfallen kann.

Die Liebhaber aromatischer und saftiger Steaks schätzen Grillbretter. Diese eignen sich auch bestens für die Zubereitung von Fisch.

Tipp: Grillbretter müssen vor Gebrauch einige Stunden in Wasser eingelegt werden.

Das Grillbrett wird auf den Rost gelegt und der Fisch dort einfach aufgelegt. Der Fisch wird nicht nur schonend gegrillt, sondern das Aroma des Holzes geht auf das Grillgut über. Für das Grillen von Fisch haben sich Grillbretter aus Zedernholz bewährt.

Alternativen zur Aufbewahrung

Bleibt Fisch übrig, wird dieser nicht selten in Alufolie verpackt im Kühlschrank gelagert. Gesünder und nachhaltiger sind Tupperdosen. Diese halten gegrillten Fisch frisch und lassen sich unbegrenzt wiederverwenden.

Sie geben den gegrillten Fisch auf einen Teller und decken diesen mit Alufolie ab? Den gleichen Zweck erfüllt ein Teller oder ein Kochtopfdeckel.

Mutter, Ehefrau und leidenschaftliche Redakteurin auf 1000-Haushaltstipps.de mit großem Interesse fürs Kochen und den eigenen Garten.