Manche Wohnbereiche werden durch Kinder aber auch durch Haustiere extrem beansprucht. Lesen Sie hier, welche Fußbodenbeläge in solchen Fällen besonders geeignet und sich mit wenig Aufwand gestalten und sauberhalten lassen.

Es gibt immer wieder spezielle Bereiche im Haus oder in der Wohnung, die besonders strapaziert werden. Hunde, die Dreck von draußen hineintragen, Katzen, die sich ihre Krallen am frisch verlegten Teppich wetzen oder auch Kinder, die Wasser und Malfarben auf dem Boden verschütten, sind wohl die bekanntesten Beispiele.

Damit der Ärger über solche Vorkommnisse nicht überhandnimmt, kann man besondere Bereiche im Vorfeld mit speziellen strapazierfähigen und pflegeleichten Fußbodenbelägen ausstatten. Wir stellen hier einmal drei solcher Beläge vor, die zudem schnell und einfach realisierbar sind.

Vinylböden

Immer wieder taucht die Frage nach dem Unterschied zwischen Vinyl- und PVC-Boden auf. Vinylböden sind die modernen Nachfolger der früher gängigen PVC-Böden. Diese waren aufgrund der enthaltenen, teils gesundheitsschädlichen Weichmacher in Verruf geraten. Zwischenzeitlich wurden gesetzliche Normen angepasst, die Höchstwerte für bestimmte Inhaltsstoffe vorschreiben beziehungsweise für die Gesundheit schädliche Stoffe zur Verarbeitung untersagen.

Klick-Vinyl wird verlegt.
Täuschend echt wie Holz und leicht selber zu verlegen: Klick-Vinyl. © Heiko Küverling / stock.adobe.com

Vinylböden gibt es als Verlegeplatten in mehreren unterschiedlichen Größen, die ähnlich wie Laminat aneinandergeklickt und somit schwimmend verlegt werden. Meter- bzw. Rollenware hingegen kann mit oder ohne Verkleben verlegt werden.

Moderne Vinylböden gibt es in vielen Designs. Holz-, Fliesen- und Marmornachbildungen sind dabei die beliebtesten Motive. Diese große Auswahl erleichtert die Verwendung von Vinylböden in Bad, Küche, Arbeits- oder Kinderzimmer, da der Boden dank der Auswahl gut an die restliche Einrichtung angepasst werden kann.

Der Internet-Marktplatz HolzLand bietet eine große und umfassende Auswahl an Vinylböden für jeden Zweck. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von vielen Holzfachmärkten, die miteinander netzwerkartig kooperieren, um den Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis zu gewährleisten. Der Kunde bekommt den jeweils günstigsten Händler beziehungsweise Lieferanten angezeigt, kann aber aus allen Händlern wählen, die das Produkt liefern können. Zudem ist es möglich, den ausgesuchten Fußbodenbelag vorab im virtuellen Raumplaner anzuschauen. Dafür lädt der Kunde ein Foto seines Raumes hoch oder greift auf vorgegebene Bilder aus der Galerie zurück.

» Tipp: Wer Räume nicht komplett mit Vinylböden auslegen möchte, kann stattdessen nur bestimmte Bereiche damit auskleiden, so beispielsweise den Bereich unterm Schreibtisch oder im Kinderzimmer die Bastelecke.

Zu beachten ist, dass Vinylböden nur auf ebenem und festem Untergrund verlegt werden sollten, sodass Altbeläge vorher entfernt oder nachgebessert werden müssen, um einen ebenen Untergrund zu haben. Auf schwimmend verlegten Böden wie Laminat oder Parkett sollte Vinyl nicht verlegt werden.

Vinylböden sollten keiner direkten Hitze ausgesetzt werden und daher nicht um Kamine oder Öfen herum verlegt werden. Auch in Wintergärten sind sie nicht geeignet, da hier schnell hohe Temperaturen entstehen können. Vor der Verlegung sollte zudem immer überlegt werden, ob eine Verklebung notwendig ist. Denn verklebte Böden sind später nur schwer zu entfernen.

Vinylboden auf einen Blick

Vorteile Nachteile
+ pflegeleicht – Druckstellen möglich
+ robust – aufwendige Entfernung verklebter Vinylböden
+ wasserfest – empfindlich gegenüber direkter Wärme
+ kratzfest
+ schalldämmend
+ große Auswahl

Linoleumböden

Viele Menschen werfen Begriffe wie Linoleum, Vinyl und PVC in einen Topf. Besonders bei Linoleum ist das mehr als unpassend, handelt es sich hierbei doch um einen sehr nachhaltigen und vor allem natürlichen Bodenbelag.

Linoleum zum Verlegen.
Linoleumböden bieten eine große Farbauswahl. © Photogalia / stock.adobe.com

Die wichtigsten Bestandteile des Linoleums sind Leinöl, Jutegewebe und Holzmehl. Moderne Produktionen setzen dabei immer öfter auf Soja- statt Leinöl.

Mit einem Linoleumboden holt man sich einen sehr natürlichen, langlebigen und widerstandsfähigen Fußbodenbelag ins Haus, von dem Menschen wie Tiere gleichermaßen profitieren.

Linoleumfußböden gelten als besonders hygienisch, eine Eigenschaft, die auf die Inhaltsstoffe zurückzuführen ist. Bestandteile des Leinöls reagieren unter anderem mit dem Luftsauerstoff, sodass fortlaufend Aldehyde an die Bodenoberfläche abgegeben werden, die wiederum das Wachstum von Bakterien hemmen. Dieser Prozess findet dauerhaft statt.

Der einzig große Nachteil von Linoleum ist, dass es nicht für Feuchträume geeignet ist. Wie andere Holzfußböden auch würde bei dauerhaftem, direktem Kontakt mit Wasser das Holz zu quellen anfangen und den Boden so unbrauchbar machen. Auch beim Reinigen muss man Obacht geben: Alkalische Reinigungsmittel sind für Linoleumböden tabu.

Die Auswahl an Farben und Designs ist nahezu unbegrenzt, Linoleum kann nämlich in fast allen Farben hergestellt werden. Verlegt wird Linoleum entweder als Meterware oder im einfachen Klicksystem.

Linoleum auf einen Blick

Vorteile Nachteile
+ robust – empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
+ pflegeleicht – spezieller Eigengeruch nach dem Verlegen
+ kratzfest – verträgt keine alkalischen Reinigungsmittel
+ große farbliche Auswahl
+ hygienisch
+ nachhaltig, da aus nachwachsenden Materialien

Laminatböden

Besonders in seiner Anfangszeit galt Laminat als der kleine, günstige Bruder von Parkett und Dielen und seine Verwendung wurde oftmals belächelt. Davon ist heutzutage nichts mehr zu merken und Laminat hat sich längst als ein vollwertiger Fußbodenbelag auf dem Markt etabliert.

Frau wischt Laminatboden.
Laminatfußböden sind äußerst pflegeleicht. © fizkes / stock.adobe.com

Auch wenn es Laminat inzwischen in Stein- bzw. Fliesenoptik gibt, ist Laminat in Holzoptik immer noch am beliebtesten. Die Farbauswahl reicht dabei von natürlichen Holzimitaten über verschiedene Rottöne bis hin zu dunklen Holzsorten.

Im praktischen Klicksystem ist Laminat auch selber recht unkompliziert zu verlegen. Dabei kann man wählen, ob man Laminat und Trittschalldämmung separat verlegt oder auf Laminat mit integrierter Trittschalldämmung setzt. Auf jeden Fall kommt Laminat nicht ohne Trittschalldämmung aus.

Obwohl Laminat aufgrund seiner Beschichtung mit Melamin sehr kratzfest ist und eine Menge aushält, können Kratzer im Laminat doch hin und wieder vorkommen. Diese lassen sich aber mit wenig Aufwand ausbessern. Ein Schwachpunkt von Laminat ist, dass es sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkei ist. Wasserflecken sollte man umgehend aufwischen, um zu verhindern, dass es zwischen den Fugen in die Tiefe läuft und dort das Material aufquellen lässt.

Aufgrund der harten Beschichtung sind Geräusche wie Schuhabsätze oder Tierkrallen auf Laminatboden besonders laut zu hören. Das kann auf Dauer als nervend empfunden werden. Zudem sind Laminatböden vor allem für Hunde oft zu glatt.

Laminat auf einen Blick

Vorteile Nachteile
+ robust – empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
+ pflegeleicht – erzeugt laute Bewegungsgeräusche
+ lichtecht – sehr glatte Oberfläche
+ günstig gegenüber Echtholzböden
+ einfaches Verlegen möglich
+ große Designauswahl

Fazit

Sie sehen, die Auswahl an Fußbodenbelägen für beanspruchte Böden ist sehr groß, vielfältig und vor allem farbenfroh. Somit sind auch Bereiche wie Flur, Bad, Kinder- und Arbeitszimmer geschützt und bei einem Malheur schnell wieder gereinigt.