Eier auspusten und bemalen gehört für viele zu Ostern wie der Weihnachtsbaum zu Weihnachten. Aber wie geht man dabei am besten vor?

Gerade zu Ostern ist es schön, Eier auszublasen und sie anschließend für das Fest zu bemalen. Da jedoch die Gefahr besteht, mit Salmonellen in Berührung zu kommen, sollte man vorher überlegen, welche Methode man anwendet.

Eier zu Ostern zu bemalen hat seit Jahrhunderten Tradition und wird auch heute noch immer gerne praktiziert. Als Problem erweist es sich dabei jedoch meistens, die Eier zunächst auszublasen. Durch seine Konsistenz lässt sich der Inhalt eines Eis manchmal nur schwer aus der Schale befördern. Außerdem besteht immer die Gefahr, mit gefährlichen Salmonellen oder Keimen in Berührung zu kommen. Wenn man jedoch weiß, wie man die Eier richtig vorbereitet und das Ausblasen angehen sollte, ist das Vorhaben ganz einfach.

Schritt 1 – Eier vorbereiten

Ehe man sich an die Aufgabe begibt, die Eier auszublasen, sollten sie zunächst vorbereitet werden. Das heißt, die Eier werden erst einmal äußerlich abgewaschen. Hierzu nutzt man idealerweise warmes Wasser und ein Spülmittel. Auf diesem Weg lassen sich mögliche Krankheitserreger entfernen.

Sauberkeit ist beim Eier ausblasen übrigens eine Regel, die bei dem gesamten Vorhaben Anwendung finden sollte. Sich zwischendurch die Hände zu waschen ist also Standard.

Schritt 2 – Eier anstechen und Inhalt vorbereiten

Um den Inhalt aus dem Ei zu befördern, sind nur ein paar wenige Vorbereitungen nötig. Das Ei wird mit einem spitzen Gegenstand, zum Beispiel mit einer Nadel, angestochen. Sowohl am oberen und unteren Ende. Das Loch sollte nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein. Erfahrungen zufolge ist eine Öffnung von jeweils fünf Millimetern perfekt, um den Inhalt einigermaßen problemlos aus dem Ei zu pusten.

Im Anschluss benötigt man einen langen schmalen Gegenstand, der in das Loch des Eis gesteckt wird. Viele nutzen hierfür eine lange Nadel oder einen Schaschlik-Spieß. Mit diesem wird nun der Inhalt des Eis angestochen und miteinander vermischt. Alternativ ist es ebenfalls möglich, die Löcher des Eis mit den Fingern zu verschließen und das Ei gut zu schütteln, nachdem das Innere angestochen wurde.

Schritt 3 – Unterschiedliche Möglichkeiten zum Ausblasen

Eier auspusten
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Nun geht es ans Ausblasen selbst. Hier werden verschiedene Methoden angewandt. Für welche man sich dabei entscheidet, bleibt einem selbst überlassen. Bei zweien ist es allerdings nicht erforderlich, den Mund zu verwenden.

Die Methoden gestalten sich wie folgt:

MethodeErläuterung
MundDie wohl bekannteste Methode. Hierbei setzt man den Mund ans Ei und bläst so lange hinein, bis der Inhalt vollständig aus dem anderen Loch herausgetreten ist. Aufgefangen werden Eiweiß und Dotter am besten in einer Schale, die man zuvor unterstellt.
EinwegspritzeSie wird zunächst mit Luft aufgezogen und in das obere Loch des Eis gesteckt. Schließlich drückt man die Luft heraus und befördert somit den Inhalt des Eis aus dem anderen Loch. Als Alternative könnte hierbei auch eine kleine Pumpe zum Einsatz kommen.
StrohhalmEine vereinfachte Methode der ersten Variante, nur dass hierbei ein verkürzter Strohhalm ins Loch gesteckt wird und man in diesen hineinpustet. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Methode Nummer Eins kommt man bei dieser nicht direkt mit dem Ei in Berührung.

Der aufgefangene Inhalt kann nach dem Ausblasen ohne Bedenken noch zur Zubereitung von Rühreiern oder anderen Eierspeisen verwendet werden.

Schritt 4 – Nacharbeit

Bevor die Eier schließlich bemalt werden können, sollte man sie von etwaigem Schmutz befreien. Denn das Ausblasen läuft nicht immer vollkommen ohne jegliche Verschmutzung des Eis ab. Außerdem ist es sinnvoll, auch das Innere des Eis zu reinigen.

Hierzu geht man am besten wie folgt vor:

  1. Eine Schüssel mit Wasser und etwas Spülmittel füllen.
  2. Eierschalen in die Schüssel legen und leicht unter die Oberfläche drücken.
  3. Die Eierschalen sollten mit dem Wasser volllaufen.
  4. Beide Öffnungen werden nun mit den Fingern verschlossen und das Ei gut geschüttelt.
  5. Im Anschluss sollte das Wasser wieder aus dem Ei gelassen werden.
  6. Diesen Vorgang wiederholt man nun zwei bis drei Mal, bis das Ei richtig sauber ist.
  7. Danach muss die Eierschale trocknen, weswegen sie idealerweise mit einem Loch nach unten in einen Eierkarton oder Eierbecher gestellt wird.
  8. Ist das Ei schließlich vollkommen getrocknet, kann man mit dem Bemalen anfangen.

Das Auswaschen der Schale ist deshalb so wichtig, weil andernfalls die möglichen Reste im Ei nach ein paar Tagen anfangen zu faulen und sich somit außerhalb des Eis ein sehr unangenehmer Geruch verbreitet.

Mutter, Ehefrau und leidenschaftliche Redakteurin auf 1000-Haushaltstipps.de mit großem Interesse fürs Kochen und den eigenen Garten.