Kühlpads selber machen – 2 einfache Anleitungen vorgestellt

Kühlpad
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Prellungen und Verstauchungen sollten immer schnell gekühlt werden. Was aber, wenn man kein Kühlpad zuhause hat? Dann zaubern Sie sich eben schnell eines. Hier 2 Anleitungen dafür.

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Nicht nur an heißen Tagen sind Kühlpads eine Wohltat. Gelkompressen machen sich auch als Hausmittel bezahlt, wenn verstauchte Knöchel, entzündete Zähne, Lippenherpes oder geprellte Hautstellen gekühlt werden sollen. Kühlpads sollten also immer in der Hausapotheke bzw. im Kühlfach vorrätig sein, um für den Notfall gerüstet zu sein. Besitzen Sie keine, ist das kein Problem, denn Gelkompressen lassen sich im Handumdrehen mit den folgenden Anleitungen selbst herstellen.

Anleitung Nr. 1 – Kühlpads aus Speisestärke herstellen

Kühlpad aus Speisestärke
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Für das nachfolgend vorgestellte Rezept wird Speisestärke gebraucht. Für unser Vorhaben ist dabei interessant, dass die Stärkekörner aufquellen und platzen, wenn sie in heißes Wasser gegeben werden. Kommen die Stärkeketten also in Kontakt mit der Flüssigkeit, entsteht eine zähflüssige Mischung. Durch die aneinander gereihten Stärkeketten entsteht somit eine recht stabile Struktur und das Wasser wird zu einem Großteil eingeschlossen. Kühlt die Masse ab, wird das Gel fester und es tritt wieder etwas Wasser aus. Die Zugabe von Salz verhindert, dass sich Schimmel bilden kann und die Kühlpads verderben.

Sie benötigen für 2 große bzw. vier kleine Kühlpads:

  • 320 Milliliter Wasser
  • 50 Gramm Speisestärke
  • 110 Gramm Salz
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben

Weiterhin benötigen Sie folgende Arbeitsmaterialien:

  • kleinen Kochtopf
  • Schneebesen
  • Gefrierbeutel mit Druckverschluss
  • Löffel
  • Tasse

Anleitung:

  1. Wasser, Speisestärke und Salz in den Kochtopf geben.
  2. Zutaten mit dem Schneebesen vermischen.
  3. Mischung erhitzen, nicht kochen.
  4. Ständig umrühren, bis sich ein Gel gebildet hat.
  5. Lebensmittelfarbe für die individuelle Färbung zugeben.
  6. Gel etwas abkühlen lassen.
  7. Gel in Plastikbeutel füllen.
  8. Luft aus dem Beutel drücken.
  9. Beutel gut verschließen.
  10. Kompresse ins Gefrierfach legen.

Tipp:
Wird der Gefrierbeutel beim Einfüllen des Gels in eine Tasse gestellt, lässt sich der Vorgang vereinfachen. Zur Sicherheit können Sie zudem einen zweiten Plastikbeutel verwenden. Dann läuft das Gel nicht aus, wenn der Innenbeutel reißt.

Anleitung Nr. 2 – Kühlpads aus Spülmittel herstellen

Kühlpad aus Spülmittel
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Wenn es schnell gehen soll, ist es von Vorteil, wenn wenige einfache Schritte ausreichen, um ein Kühlpad selbst herzustellen. Mit folgender Anleitung lassen sich Kühlpads ohne Erhitzen und die Zugabe von Stärke herstellen.

Sie benötigen:

  • Gefrierbeutel
  • 250 ml Spülmittel
  • 60 ml Reinigungsalkohol (wenn vorhanden)

Anleitung:

  1. Befüllen Sie den Gefrierbeutel mit 250 Millilitern Spülmittel.
  2. Wer Reinigungsalkohol besitzt, gießt noch zirka 60 Milliliter hinzu. Das Rezept funktioniert aber auch ohne die Zugabe dieser Zutat.
  3. Am Ende sollte die Füllung etwa drei Viertel des Beutelinhalts einnehmen. Die Luft muss weitgehend aus dem Behältnis entweichen, bevor der Beutel verschlossen wird.
  4. Damit kein Spülmittel ausläuft, ist es auch hier ratsam, einen zweiten Beutel zu verwenden.
  5. Das Kühlpad kann dann verwendet werden, wenn es eine ausreichende Temperatur erreicht hat. Komplett einfrieren wird die Masse auch bei einem längeren Aufenthalt in der Tiefkühltruhe nicht.

Tipp:
Die Kühlpads sind möglichst flach im Gefrierfach zu lagern. Wird der Gefrierbeutel aufrecht eingefroren, entsteht ein zu massiver Klumpen, der wenig formbar bleibt.

Tipps zur Anwendung der selbstgemachten Kühlpads

❍ Tipp 1:

Soll das Kühlpad schnell auf Temperatur gebracht werden, lässt sich die Gefrierzeit verkürzen, wenn das Gelpad direkt auf den vereisten Boden des Eisfaches im Kühlschrank gelegt wird.

❍ Tipp 2:

Die Kühlpads sollten niemals auf nackter Haut angewendet werden. Die Gefahr von Erfrierungen ist groß. Wird das Gelpad in einem Geschirrtuch eingeschlagen oder in einen Lappen gewickelt, ist die Gefahr gebannt.

❍ Tipp 3:

Nicht nur Kälte, sondern auch Wärme tut gut. Das Tolle: das Kühlpad lässt sich auch als Wärmekompresse verwenden. Hierfür wird das Pad für einige Zeit in heißes Wasser gelegt. Kochen sollte das Wasser aber nicht. Ebenso ist das Erhitzen in der Mikrowelle nicht zu empfehlen. Denn dann besteht die Gefahr, dass sich das Plastik zersetzt und der Beutel schmilzt.

❍ Tipp 4:

Ist kein Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss zur Hand, können Sie einfache Plastikbeutel verwenden. Diese auf die gewünschte Größe plus einen Zentimeter mehr zuschneiden. Das abgeschnittene Ende sollten Sie dann zwischen zwei Lagen Backpapier legen. Anschließend mehrmals über den Rand bügeln und schon ist die Gelkompresse verschlossen.

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