Besser schlafen – 5 Tipps für Bett und Matratze

besser schlafen Tipps
© volha_r - Fotolia.com

Ob wir morgens entspannt aufwachen, hängt nicht nur mit der Dauer des Schlafes zusammen. Ebenso wichtig ist der Betttyp und die passende Matratze.

Auch wenn es vielleicht nach viel Zeit klingt, es stimmt tatsächlich: Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett! Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren sind das stolze 25 Jahre. Ganz schön viel Zeit! Da sollte man es sich während dieses Drittel des Lebens doch besonders bequem machen, oder? Wir verraten, wie das am besten geht.

Tipp 1: Die richtige Bettlänge ermitteln

Frauen haben meist weniger das Problem, ein Bett zu finden, das genau die richtige Länge hat. Das Standardmaß liegt nämlich bei zwei Metern und das reicht für die meisten Damen aus. Für sehr große Zeitgenossen kann das allerdings zu wenig sein. Die Folge: Sie schlafen sehr unbequem, weil entweder die Füße unten raus hängen, oder oben der Kopf nicht richtig auf das Kissen passt. Daher sollte grundsätzlich der erste Schritt beim Bettenkauf darin bestehen, die richtige Größe zu ermitteln.

Aber nicht nur sehr große Menschen haben Schwierigkeiten mit einem Standardbett. Selbst ab einer Körpergröße von 1,85m wird es in einem 2 Meter Bett unbequem. Die Länge bietet meist nicht genug Platz, um sich komplett auszustrecken und so bequem zu schlafen. Deshalb unser Tipp: Wählen Sie besser ein Bett, welches 2,20 Meter in der Länge misst. Die meisten Anbieter und Händler von Betten bieten dieses Maß sogar ohne Aufpreis an. Warum also nicht davon profitieren?

Tipp 2: Welche Art von Bett passt zu mir?

Bevorzugen Sie eher ein Boxspringbett, ein Futonbett oder soll es gar ein Wasserbett sein?

➔ Boxspringbett

Der Trend der letzten Jahre zeigt, dass das Boxspringbett immer beliebter geworden ist. Grund ist die besondere Boxspringkonstruktion, die ähnlich einer zweiten Matratze ist und so mehr Komfort beim Schlafen ermöglicht. Durch die Kombination aus Boxspring, Matratze und Topper wird rückenschonendes Schlafen garantiert.

➔ Futonbett

Wer nicht so gern hoch schläft, der greift besser zu einem Futonbett – ganz klassisch mit einem Lattenrost. Hier sind Sie voll flexibel, was die einzelnen Bestandteile angeht, denn Lattenrost und Matratze können ganz nach den eigenen Wünschen ausgesucht und zuammengestellt werden. Den besonderen Schlafkomfort bietet die durchgehende Matratze, die meist mit Naturmaterialien wie Baumwolle, Naturlatex oder Kokosfasern gefüllt ist.

➔ Wasserbett

Ein Wasserbett dagegen ist überhaupt nicht alltäglich und auch heute immer noch eher außergewöhnlich. Das liegt schon an dem Gewicht: Ein komplett mit Wasser gefülltes Bett in der Größe zwei mal zwei Meter kann schnell mehr als 800 Kilogramm wiegen. Da ist ein spontanes Umstellen der Schlafzimmermöbel kaum möglich. Wem dieser Aspekt nichts ausmacht, der wird in einem Wasserbett angenehmen Schlaf finden. Dadurch, dass sich das Wasserbett an die Form des Körpers anpasst, drückt und kneift nichts. Hinzu kommt, dass ein Wasserbett beheizt ist – es entsteht also sofort beim Hinlegen ein kuscheliges und gemütliches Schlafgefühl.

Tipp 3: Der Matratzentest

Matratze Test
© VadimGuzhva – Fotolia.com
Ähnlich wichtig wie der Lattenrost ist die Matratze – und die richtige Matratze zu finden kann schon zu einer echten Herausforderung werden. Denn mittlerweile gibt es eine riesige Anzahl von verschiedenen Modellen und Ausführungen aus unterschiedlichsten Materialien. Kein Wunder, dass viele Verbraucher häufig verunsichert sind, welche Matratze denn nun die richtige für sie ist.

Unser Tipp: Gehen Sie in den stationären Einzelhandel vor Ort und testen Sie die verschiedenen Matratzen – Probeliegen ist immer noch der beste Test! Haben Sie sich dann für ein bestimmtes Modell entschieden, sollten Sie das auf Herz und Nieren prüfen. Dazu gehört, so viele Fragen wie möglich zu stellen. Unter anderem die nach dem Raumgewicht und der Garantie. Das Raumgewicht gibt Ihnen nämlich einen Hinweis auf die Qualität der Matratze. Wurde viel Material „verbaut“, ist sie schwerer als andere. Das hängt daher eng mit der Garantie zusammen. Hersteller, die keine Zweifel daran haben, dass ihre Matratze qualitativ hochwertig ist, geben in der Regel auf den Matratzenkern eine Garantie von 10 Jahren.

➔ Der Härtegrad – ein wichtiger Aspekt beim Matratzenkauf

Außerdem ist es wichtig, dass Sie darauf achten, dass der Härtegrad Ihrem Körperbau entspricht. Wählen Sie eine Matratze, die für Ihr Körpergewicht zu weich ist, hält auch die beste Matratze der Belastung nicht stand und Ihr Schlafgefühl wird stark beeinträchtigt. Ganz besonders toll ist es, wenn Ihnen der Hersteller oder Händler die Möglichkeit gibt, die Matratze zu testen. Im Netz finden sich einige Angebote, bei denen Sie die Matratze bis zu 100 Tage (oder Nächte) zu Hause testen können. So lange braucht man meist jedoch nicht. Schon nach einer oder zwei Nächten lässt sich ziemlich sicher sagen, ob man auf der Matratze gut oder schlecht schläft.

Tipp 4: Atmungsaktiv soll es sein

Ob Sommer oder Winter – beim Schlafen geben wir Feuchtigkeit ab – auch ohne zu schwitzen. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, der übrigens auch der Grund dafür ist, dass wir morgens ungefähr ein halbes bis ein Kilogramm leichter sind, als am Abend zuvor. Und diese Flüssigkeit, die wir abgeben, muss auch irgendwo hin. Das bedeutet, dass im Bett alles darauf ausgerichtet sein muss.

Die Matratze sollte daher so gut wie möglich atmungsaktiv sein und die Feuchtigkeit weg vom Schlafenden leiten. Das ist nämlich eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Schlafklima. Eine Matratze, die nicht atmungsaktiv ist und die Feuchtigkeit speichert, gibt Milben und auch Schimmelpilzen beste Bedingungen, um zu wachsen – und die will man nun wirklich nicht im Schlafzimmer haben.

Tipp 5: Matratze regelmäßig drehen

Wenn Sie eine Matratze mit Sommer- und Winterseite kaufen, wenden Sie die Matratze ohnehin mindestens zwei Mal im Jahr. Das ist schon recht gut, geht aber noch besser. Häufigeres Wenden führt nämlich dazu, dass sich die Matratze gleichmäßig „abnutzt“ und beugt so den gefürchteten Liegekuhlen vor. Für ein optimales Ergebnis sollten Sie die Matratze nicht nur in Quer- sondern auch in Längsrichtung wenden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.