Blumenkohl kochen, blanchieren oder braten

Blumenkohl kochen
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Blumenkohl ist ein vielseitiges Gemüse, das nicht nur als Beilage gegessen werden kann. Wir verraten Tipps und Tricks zu den einzelnen Zubereitungsmöglichkeiten.

Blumenkohl gilt als eine der vielseitigsten Gemüsearten überhaupt. Wer eine Low-Carb-Diät machen möchte, kann Blumenkohl zum Beispiel nutzen, um daraus einen getreidefreien Pizzaboden herzustellen. Ob als Beilage oder als raffinierter Auflauf, der als vegetarisches Hauptgericht serviert wird, Blumenkohl hat in der internationalen Küche viele Gesichter. Doch wie gelingt das Kochen von Blumenkohl am einfachsten und was ist bei der Zubereitung zu beachten? Schließlich ist matschiger Blumenkohl, der in sich zerfällt, nun wahrlich kein Genuss. Wer Blumenkohl möglichst lecker und vielseitig zubereiten möchte, kann sich im weiteren Verlauf auf jede Menge nützliche Anregungen freuen.

Blumenkohl im Supermarkt auswählen und korrekt lagern

Bevor ein leckeres Blumenkohl-Gericht zubereitet werden kann, muss erst einmal ein frischer, knackiger Blumenkohl her. Doch woran ist der genau zu erkennen? Die folgende Liste verrät es:

  • Der Kopf ist strahlend weiß
  • Der Blumenkohlkopf ist fest von den Blättern umschlossen
  • Es gibt keine braunen, grauen oder faulen Stellen
  • Die grünen Blätter sind noch strahlend grün und nicht blass oder bräunlich
  • Die Blätter sind knackig und nicht welk

Blumenkohl auffrischen

Wenn der Blumenkohl bereits ein paar braune Stellen hat und bei leichtem Druck nachgibt, ist er umgehend zu verarbeiten. Solch ein Exemplar sollte nach Möglichkeit nur zum reduzierten und nicht zum vollen Preis gekauft werden. Wer einem welken Blumenkohl zu neuem Leben verhelfen will, kann ihn in eine Tüte mit Wasser geben. So kann sich der Blumenkohl wieder mit Wasser vollsaugen, was ihn ein wenig an Knackigkeit zurückgewinnen lässt.

Blumenkohl richtig aufbewahren

Wer frischen Blumenkohl zu Hause ein paar Tage lagern möchte, gibt den Kohl am besten in das Gemüsefach des Kühlschranks. Dort herrschen die idealen Temperaturbedingungen vor. Blumenkohl hält sich im Kühlschrank etwa sieben Tage lang. Allerdings ist es sinnvoll, den Blumenkohl zuvor von den grünen Blättern zu befreien. So bleiben mehr Nährstoffe im Blumenkohlkopf, sowie ein intensiverer Geschmack, erhalten.

Außerdem kann es Sinn machen, den Kohlkopf entweder in eine Tüte mit Wasser zu geben oder ihn mit Küchenrolle zu umhüllen. Wenn der Blumenkohl bereits gekocht wurde, kann er ebenfalls ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ob in der Pfanne, im Ofen oder in der Mikrowelle, Blumenkohl lässt sich bei Bedarf denkbar einfach aufwärmen.

Blumenkohl einfrieren

Wenn Blumenkohl eingefroren werden soll, wird der Kohl zunächst am besten blanchiert. Vor dem Einfrieren sollte der Kohl ausreichend abtropfen können, da das überflüssige Wasser im Gefrierschrank sonst jede Menge Eiskristalle bildet. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, die eigene Ernte zu verwerten. Bis zur kommenden Erntesaison kann Blumenkohl auf diese Art und Weise vergleichsweise einfach haltbar gemacht werden. Allerdings müssen dazu funktionierende Tiefkühlbehältnisse verwendet werden, damit es nicht zu verheerendem Gefrierbrand kommen kann.

Blumenkohl richtig putzen und säubern

Abhängig davon, ob der Blumenkohl aus dem heimischen Garten, aus dem Supermarkt oder von einem Wochenmarkt oder direkt vom Biobauern stammt, können noch ein wenig Schmutz, Sand, Erde sowie kleine Krabbeltiere an dem Gemüse haften. Damit es beim Verzehr des Blumenkohls am Ende nicht zwischen den Zähnen knirscht, ist es somit wichtig, den Blumenkohl gründlich zu säubern. Die folgende Anleitung zeigt das ideale Vorgehen beim Putzen von Blumenkohl:

  1. Den Stiel und die äußeren Blätter grob mit einem ausreichend scharfen Messer entfernen.
  2. Das Strunk-Ende herausschneiden, damit nur noch der Blumenkohlkopf übrig bleibt (dabei großzügig vorgehen, da der Strunk sehr hart und somit kaum genießbar ist).
  3. Den Blumenkohl um den Strunk herum innen kegelförmig einschneiden – einige der Röschen lösen sich bereits jetzt.
  4. Den Blumenkohl nun gründlich unter fließendem Wasser waschen.
  5. Den Blumenkohl anschließend abtropfen lassen, bevor er zur weiteren Verarbeitung weiter zerteilt werden kann.

Blumenkohl im Handumdrehen zerteilen

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Bei der eben bereits beschriebenen Methode lösen sich viele der Blumenkohlröschen bereits ganz von alleine. Außerdem können alle Hobbyköche ganz einfach mit einem Messer nachhelfen, um die restlichen Röschen von dem verbleibenden Strunk abzutrennen. Jedes Röschen hat dabei seinen eigenen, kleinen Strunk. Doch dies ist nicht die einzige Möglichkeit, wie Blumenkohl zerteilt werden kann. Ebenso lässt sich Blumenkohl zu Blumenkohl-Steaks verarbeiten.

Während der harte, untere Strunk dann ebenfalls zu entfernen ist, werden die einzelnen Röschen nicht abgetrennt. Vielmehr wird der Blumenkohlkopf in mehr oder minder dicke Scheiben geschnitten, die dann als Blumenkohl-Steaks zum Beispiel im Ofen gebacken oder auch paniert werden können. Ebenso ist es möglich, den zerkleinerten Blumenkohl in einer Küchenmaschine noch weiter zu zerkleinern.

Die scharfen Messer einer Hochleistungsküchenmaschine können reiskorngroße Stücke aus dem Blumenkohl machen. Der gehäckselte Blumenkohl lässt sich ebenso vielseitig zubereiten. Er stellt zum Beispiel die Grundzutat für einen Pizzaboden aus Blumenkohl dar. Alternativ kann der Blumenkohl-Reis tatsächlich als Reis-Ersatz herhalten. Dies ist im Rahmen einer Ernährung, die möglichst arm oder komplett frei von jeglichen Kohlenhydraten sein soll, von Vorteil.

Wann ist Blumenkohl gar?

Abhängig von der Zubereitungsart fällt die Garzeit ganz unterschiedlich aus. Die nachfolgende Liste verrät im Detail, wie lange es ungefähr dauert, bis der Blumenkohl gar ist:

Kleine Röschen:
Ganzen Blumenkohl kochen:
Braten oder Dämpfen:
Backen:
Blanchieren:
4 Minuten kochen
15 bis 20 Minuten
8 bis 10 Minuten
18 bis 20 Minuten
circa 3 Minuten

Blumenkohl kochen: 4 praktische Tipps

  1. Wer Blumenkohl kochen will, sollte bedenken, dass das Gemüse bei dieser Zubereitungsart viele seiner Nährstoffe an das Kochwasser abgibt. Daher macht es vor allem dann Sinn, Blumenkohl zu kochen, wenn eine Blumenkohlsuppe zubereitet werden soll. Andernfalls wäre es schade, die vielen Nährstoffe und das leckere Aroma des Kohls einfach mit dem Kochwasser den Abfluss hinunter zu schütten.
  2. Wer Blumenkohl als schmackhafte Beilage servieren möchte, entscheidet sich daher besser für das Blanchieren oder Dämpfen. Wenn Blumenkohl gekocht werden soll, verträgt das Kochwasser dabei durchaus eine ordentliche Portion Salz. Sofern der Blumenkohl als ganzer Kopf gekocht werden soll, ist es ausgesprochen wichtig, dass dieser zuvor zehn Minuten lang in kaltes Wasser, welches ausreichend gesalzen wurde, eingelegt wird. Erst dann kann der Blumenkohl gekocht werden.
  3. Die Garzeit von 15 Minuten führt dazu, dass der Blumenkohl zwar gar, aber noch nicht zu weich ist. Wer hingegen zum Beispiel Kartoffel-Blumenkohl-Brei zubereiten oder dem eigenen Nachwuchs Blumenkohl servieren möchte, kocht den Kohl besser etwas länger. Dann wird der Kohl deutlich weicher und lässt sich einfacher kauen. Dies ist auch für ältere Menschen, die möglicherweise Probleme mit dem Kauen haben, ideal.
  4. Da Blumenkohl viele seiner Nährstoffe an das Kochwasser abgibt, ist es sinnvoll, dieses nicht einfach den Ausguss herunter zu schütten. Vielmehr kann der Blumenkohl, der mit Semmelbröseln, Butter und Kräutern serviert wird, zusätzlich mit ein wenig Kochwasser übergossen werden. Ebenso kann das Blumenkohl-Kochwasser anschließend dazu dienen, um eine leckere Sauce zuzubereiten.

Blumenkohl dünsten oder besonders schonend dämpfen

Beim Dämpfen oder Dünsten handelt es sich um die wohl schonendste Art und Weise, wie Blumenkohl in der heimischen Küche zubereitet werden kann. Großer Vorteil dabei: Es bleiben eine möglichst hohe Nährstoffkonzentration sowie ein sattes Aroma erhalten. Vor dem Dämpfen ist es dabei durchaus sinnvoll, die einzelnen Blumenkohlröschen von beiden Seiten – mit ein wenig Olivenöl – etwa eine Minute anzubraten.

Dann wird Flüssigkeit zu der Pfanne hinzugegeben. Dieser Vorgang wird auch als Ablöschen bezeichnet. Die Blumenkohlröschen sollten nun circa bis zur Hälfte mit Wasser bedeckt sein. Dann wird die Pfanne oder der Topf mit einem Deckel zugedeckt. Somit kann die Feuchtigkeit nicht entweichen. Das ist wichtig, damit der Wasserdampf den Blumenkohl garen kann.

Die Flüssigkeit sollte nur leicht köcheln. Der Deckel wird während der kompletten Garzeit nicht vom Topf entfernt. Sonst würde zu viel Wasserdampf entweichen. In unter zehn Minuten kann der Blumenkohl auf diesem Weg den perfekten Garzustand erreichen.

Blumenkohl geschickt blanchieren

Wenn Blumenkohl blanchiert wird, bleibt er besonders knackig. Diese Art der Zubereitung bietet sich zum Beispiel dann an, wenn Blumenkohl in einem Salat zur Geltung kommen soll. Schließlich schmeckt ein Salat besonders gut, wenn die einzelnen Zutaten noch schön knackig sind. Der Vorgang des Blanchierens ähnelt dabei dem Kochen, wenngleich es wichtige Unterschiede gibt. Den Blumenkohl dazu in kochendes Salzwasser geben und den Topf mit einem Deckel verschließen.

Bereits nach circa drei Minuten wird der Blumenkohl wieder aus dem Topf entnommen. Damit der Kochvorgang dann sein abruptes Ende findet und der Blumenkohl ausreichend knackig bleibt, ist es nun an der Zeit, dass die einzelnen Röschen ein bitterlich kaltes Bad in Eiswasser, welches Sie zuvor mit Eiswürfeln zubereitet haben, nehmen.

Blumenkohl anbraten – so geht’s

Blumenkohl braten
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Vor allem bei vielen indischen oder mediterranen, sowie zahlreichen Gerichten aus Fernost, spielt gebratener Blumenkohl eine wichtige Rolle. Damit der Blumenkohl bei dieser Art der Zubereitung auch gar wird, müssen die Röschen möglichst klein sein. Alternativ kann der Kohlkopf auch in dünne Scheiben geschnitten werden. Dabei ist es wichtig, dass eine gut beschichtete Pfanne zum Einsatz kommt.

Blumenkohl sollte mit ausreichend Pflanzenöl angebraten werden. Selbstverständlich muss der Kohl während der Garzeit – von acht bis zehn Minuten ausreichend – oft gewendet werden, damit er von allen Seiten schön knusprig wird. Es ist vollkommen ausreichend, den Blumenkohl im Anschluss an das Anbraten zu salzen.

Blumenkohl im Backofen zubereiten

Als leckere, knusprige Beilage kann Blumenkohl auch direkt im Ofen zubereitet werden. Dabei ist es wichtig, dass der Kohl entweder in eine Auflaufform oder auf ein Backblech mit Backpapier gegeben wird. Schließlich muss der Blumenkohl vor dem Garvorgang im Backofen erst einmal mit Olivenöl, Salz und Pfeffer sowie wahlweise auch mit anderen Gewürzen wie Knoblauch oder Paprikapulver mariniert werden. Das Backpapier oder die Auflaufform fangen das überflüssige Öl dann auf.

Die einzelnen Röschen sollten mit ausreichend Abstand auf dem Backblech verteilt werden. Dies stellt sicher, dass alle Blumenkohlstücke gar werden. Dabei ist es durchaus sinnvoll, auf eine ähnliche Größe der einzelnen Röschen zu achten. Das trägt ebenfalls dazu bei, dass das Gemüse möglichst gleichmäßig gar wird. Bei 200 Grad ist der Blumenkohl im Backofen nach circa 20 Minuten gar.

Weitere Tipps für die Zubereitung von Blumenkohl

Wer sicherstellen möchte, dass der Blumenkohl auch nach dem Kochvorgang noch in einem leuchtenden, appetitlichen Weiß erstrahlt, tut gut daran, das gesalzene Kochwasser mit einem Schuss Milch oder einem Spritzer Zitrone zu versetzen. Dabei gilt es zu bedenken, dass Blumenkohl die Geschmacksnuancen des Kochwassers recht stark in sich aufsaugt. Davon können alle cleveren Hobbyköche in der Praxis profitieren. Die folgenden Gewürztipps haben sich schließlich bewährt:

  • Blumenkohl in Gemüsebrühe kochen.
  • Etwas Paprika, Knoblauch, Curry, Muskatnuss oder andere Gewürze zum Kochwasser hinzufügen.
  • Blumenkohl mit einer Mischung aus Wasser und Weißwein dämpfen.

Expertentipp: Wer Blumenkohl zwar liebt, den lästigen Kohlgeruch aber einfach nicht mag, tut ebenfalls gut daran, etwas Zitronensaft zum Kochwasser hinzuzugeben. Dann bleibt der Kohl nicht nur schön weiß, sondern er riecht auch nicht ganz so stark. Ein Teelöffel Zucker und ein wenig Butter im Wasser können ebenfalls dazu beitragen, dass der Kohlgeruch gemindert wird.

Welche Menge an Blumenkohl ist eigentlich als Beilage pro Person ideal? Bei vier Personen, die verköstigt werden sollen, sollten 400 Gramm Blumenkohl zubereitet werden. Dies entspricht also einer Menge von 100 Gramm Kohl pro Person. Wer möchte, kann Blumenkohl auch roh verzehren. Dabei ist es sinnvoll, den Kohl möglichst in sehr kleine Stück zu zerteilen. Eine Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft, Pfeffer sowie Salz schmeckt zu rohem Blumenkohl ganz hervorragend.

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