Gardinen bügeln leicht gemacht

Gardinen bügeln - Tipps zur Vorbereitung und Vereinfachung
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Gardinen bügeln ist nicht so einfach. Mit den richtigen Vorbereitungen erleichtern Sie sich die Arbeit aber ungemein. Auch ein Dampfglätter kann helfen.

Gardinen können erheblich zu der wohnlichen Atmosphäre eines Raumes beitragen. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn die Gardinen das Fenster fließend umschmeicheln und nicht mit ihrer knittrigen Optik negativ auffallen. Gardinen bügeln – das ist eine Aufgabe, welche wohl nur die wenigsten Menschen wirklich gerne in Angriff nehmen. Dabei gibt es durchaus ein paar hilfreiche Tipps und Tricks, die diese lästige Arbeit im Haushalt fast schon zum Kinderspiel werden lassen. Alle interessierten Leser können daher im weiteren Verlauf erfahren, was sie tun können, um ihren Gardinen so schnell und einfach wie möglich zu einer ansprechenden, knitterfreien Optik zu verhelfen.

Gardinen bügeln – Vorbereitungen

Bevor Sie Ihre Gardinen bügeln, waschen Sie diese am besten zunächst. Dies verhilft den Gardinen zum einen einem staub- und schmutzfreien Glanz. Zum anderen ist es ideal, wenn Gardinen noch leicht feucht gebügelt werden. Wenn die Gardinen komplett trocken sind, ist der Kampf gegen die lästigen Falten deutlich mühsamer, als wenn die Gardinen noch ein bisschen feucht sind. Während die Gardinen noch leicht antrocknen, gilt es auch das eigene Bügeleisen auf die spätere Bügelsession vorzubereiten.

Wer nicht über einen hitzereflektierenden Bezug für das Bügelbrett verfügt, nimmt am besten Aluminiumfolie zur Hand. Damit gilt es das komplette Bügelbrett zu bedecken. Anschließend sollte ein Tuch über die metallische Folie gelegt werden. Sowohl die Folie als auch ein hitzereflektierender Bezug dienen dem gleichen Zweck: Die Gardinen werden somit durch die Hitze, die von unten reflektiert wird, von beiden Seiten gleichzeitig gebügelt. Das spart Zeit und Geld.

Falls Gardinen im XXL-Format zu bügeln sind, ist es vor dem Start der Bügel-Session ebenso wichtig, dass der umliegende Boden sauber ist. Schließlich lässt sich ein Herunterhängen der Gardinen auf den Boden angesichts ihrer Größe wahrscheinlich nicht vermeiden. Daher sollte der Boden sauber genug sein, damit die Gardinen nicht direkt nach dem Waschen wieder dreckig werden.

Wer jedoch vermeiden möchte, dass die Gardinen überhaupt mit dem Boden in Kontakt kommen, stellt das Bügelbrett am besten neben einem Tisch von ähnlicher Höhe auf. Dort können die Gardinenstücke, die gerade nicht auf das Bügelbrett passen, abgelegt werden. Zum Schluss gilt es nur noch das Bügeleisen auf die passende Temperatur vorzuheizen und schon kann es losgehen.

Praktische Tipps zum Bügeln von Gardinen

Gardinen bügeln
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Beim eigentlichen Bügelvorgang gibt es eine Reihe von Tipps zu beherzigen. Schließlich wäre es doch sehr ärgerlich, wenn die frisch gebügelte Gardine durch ein unachtsames Vorgehen gleich wieder knittrig werden würde. Diese Tipps und Tricks haben sich daher in der Praxis bewährt:

  1. die passende Hitzeeinstellung beim Bügeleisen gemäß des Stoffes, aus dem die Gardinen bestehen, auswählen
  2. sich beim Bügeln von einem zum anderen Ende der Gardine Stück für Stück methodisch vorarbeiten
  3. die gebügelte Gardinenhälfte unbedingt vorsichtig auf einem Tisch ablegen, damit sich keine neuen Knitterfalten bilden können
  4. beim Bügeln von Gardinen am besten auf ein kraftvolles Dampfbügeleisen setzen
  5. die Gardinen im Anschluss an den abgeschlossenen Bügelvorgang schnellstmöglich wieder aufhängen

Bitte bedenken Sie vor allem, dass es einige Stoffarten gibt, die Sie schlichtweg nicht bügeln dürfen. Werfen Sie am besten einen Blick auf das Etikett Ihrer Gardinen, um herauszufinden, ob dem so ist. Falls dies zutrifft, ist es am besten, wenn die Gardinen gleich nach dem Waschvorgang aufgehängt werden. Somit haben die Falten die Chance, sich von ganz alleine auszuhängen, so dass ein Bügeleisen gar nicht erst zum Einsatz kommen muss.

Im Übrigen gestaltet sich das Bügeln von Gardinen dann wesentlich leichter, wenn sich eine zweite Person an dieser Arbeit beteiligt. Sie kann zum Beispiel dazu beitragen, dass der Gardinenstoff auf dem Bügelbrett ausreichend gut gespannt wird, damit beim Bügeln der Gardinen keine zusätzlichen Falten entstehen. Auch beim Ablegen der gebügelten Gardinenabschnitte auf dem nahestehenden Tisch ist es sinnvoll, wenn eine zweite Person dabei mithilft.

Glatte Gardinen mit dem Dampfglätter

Das Bügeln von Gardinen ist im Übrigen kein Muss. Schließlich steht ein Dampfglätter als praktische Alternative bereit. Großer Vorteil dieses Haushaltshelfers: Die Gardinen können direkt am Fenster von den störenden Falten befreit werden. Allerdings gilt es dabei darauf zu achten, dass ein Dampfglätter in der Regel nur bei Gardinen zum Einsatz kommen sollte, die aus den nachfolgenden Materialien bestehen:

  • Seide
  • Leinen
  • Baumwolle
  • diverse Chemiefasern
  • Stoffe, die mit Pailletten, einem Aufdruck oder anderen Applikationen verziert wurden

Bei einem Blick auf diese Liste dürfte schnell klar sein, dass ein Dampfglätter mit einem entscheidenden Vorteil einhergeht. Schließlich sind Stoffe mit Pailletten, Aufdrucken und Co. schwer zu bügeln und dürfen zum Teil gar nicht in der heimischen Waschmaschine gewaschen werden. Daher kann ein Dampfglätter seine Vorzüge besonders bei diesen Arten von Gardinen ausspielen. Nichts desto trotz ist ein Blick auf die Pflegeanleitung des Herstellers vor der Benutzung einer Dampfbürste ein unbedingtes Muss.

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Wie werden Gardinen mit dem Dampfglätter „gebügelt“?

Dies ist ganz einfach zu erklären. Der Dampfglätter muss erst einmal mit ausreichend Wasser befüllt und dann auf Temperatur gebracht werden. Anschließend genügt ein Knopfdruck, damit der Dampfglätter die gewünschte Menge an Dampf abgibt. Meist wird solch ein Gerät mit verschiedenen Aufsätzen an die Endkunden ausgeliefert. Nun gilt es, über die Gardinen zu fahren und dabei die lästigen Falten durch die Kraft des heißen Dampfes zu beseitigen.

Dabei ist Vorsicht geboten. Wer nicht sorgsam genug vorgeht, läuft sonst Gefahr, sich angesichts des heißen Dampfes zu verbrühen oder sich an dem Dampfglätter selbst zu verbrennen. Kinder sollten sich daher besser nicht im Raum befinden, wenn Gardinen auf diese Art und Weise geglättet und von den optisch wenig ansprechenden Falten befreit werden.

Expertentipp: Bei hartnäckigen Falten lohnt es sich, mit dem Dampfglätter einen Augenblick zu verweilen, damit auch diese Falten keine Chance mehr haben.

Neben der Tatsache, dass sich Falten aus Gardinen mit einem Dampfglätter wesentlich leichter entfernen lassen als mit einem Bügeleisen, spricht auch die Tatsache, dass der heiße Dampf Bakterien abtötet, für sich. Noch dazu können Sie störende Gerüche auf diese Art und Weise aus den Gardinen entfernen.

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