9 Tipps für strahlend weiße Wäsche

Tricks für strahlend weiße Wäsche
© ricardoferrando - Fotolia.com

Weiße Wäsche bleibt leider nicht immer so schön weiß. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie das strahlende Weiß wieder herstellen können.

Ist die Wäsche weißer als weiß, gibt uns das ein gutes Gefühl. Wir tragen gern strahlend weiße Hemden und Blusen und hüllen uns mit Vorliebe in weiße Laken. Geht das Strahlen der Wäsche verloren, kommt miese Stimmung auf. Schließlich ist die Wäsche frisch gewaschen. Vergilbte Wäsche erweckt bei vielen den Eindruck von Unsauberkeit. Das sorgt für Frust. Doch werfen Sie Ihre Lieblingskleidung nicht sofort in den Müll. Denn mit einigen einfachen Tricks kann die Wäsche wieder strahlen. Wir verraten Ihnen nun, warum weiße Wäsche nicht immer strahlt und was Sie dagegen unternehmen können.

Warum vergilbt weiße Wäsche?

Es gibt verschiedene Ursachen, warum weiße Wäsche häufig gelbe Flecken bekommt. Schweiß, Deodorant oder Sonnencreme können ebenso dafür verantwortlich sein, wie Waschmittelreste oder Roststellen in älteren Waschmaschinen.

Auch Unachtsamkeiten seitens der Hausfrau sorgen für vergilbte oder vergraute Wäschestücke. Wer weiße Wäsche mit dem falschen Waschmittel behandelt oder aus Bequemlichkeit zusammen mit dunklen Kleidungsstücken in die Maschine gestopft, braucht sich nicht wundern, wenn sich der natürliche Farbton verändert und weiße Wäsche nach dem Waschen irgendwie schmuddelig und grau erscheint.

Farbwahrnehmung im Auge

Was mit weißer Wäsche in der Maschine passiert, lässt sich auch wissenschaftlich erklären. Weiß wird als rein und intensiv erachtet, wenn sich die Wirkung des Farbreizes auf alle drei Zapfen im Auge verteilt. Dabei wird ein Weiß mit einem leichten Grauton als reiner empfunden, als der gefürchtete Gelbstich. Kalkseife, Faserbegleitstoffe oder die Alterung des Stoffes führen zu einer Vergilbung. Es entsteht ein sogenannter „Gilb“, ein ins Gelbliche oder Braune tendierender Farbstich.

Die Wäsche erscheint Gelb, wenn die blauen Anteile des Lichtspektrums absorbiert werden. Wie sich dieser optische Eindruck weg mogeln lässt, erfahren Sie später. Vorab nur soviel – Blau ist die Komplementärfarbe zu Gelb und kann, bewusst dosiert, dazu führen, dass wir wieder eine ausgewogenere Farbwahrnehmung erzielen und die Wäsche tatsächlich plötzlich wieder Weiß erscheint.

Grau und matt, statt strahlend Weiß

Nicht nur vergilbte Wäsche macht uns Sorgen, auch eine vergraute Bluse oder ein schmuddelig erscheinendes Hemd geben Anlass zur Sorge. Beim Waschen wird die Wäsche nicht automatisch sauber. Im Gewebe können sich kleine Schmutzpartikel festsetzen. Dies passiert besonders häufig, wenn es sich um ein minderwertiges Waschmittel handelt oder zu wenig Waschmittel verwendet wurde. Der bereits gelöste Schmutz wird dann nicht komplett mit dem Schmutzwasser abtransportiert, sondern setzt sich wieder in den Fasern fest.

So bekommen Sie Ihre Wäsche wieder strahlend schön

Salz und Zitrone lassen Wäsche erbleichen

Salz in Kombination mit Zitrone kann als natürliches Bleichmittel eingesetzt werden. Schweißflecken und andere unangenehme Verfärbungen lassen sich damit zuverlässig entfernen.

Schritt für Schritt Anleitung

  1. zwei Zitronen auspressen
  2. Saft mit einem Esslöffel Salz vermischen
  3. Wäsche darin einweichen
  4. Wäsche wie üblich waschen
  5. Wäsche in der Sonne trocknen lassen

Bei besonders hartnäckigen Flecken kann die Paste direkt auf den Fleck gegeben werden und sollte dort mindestens eine Stunde einwirken.

Kalte Milch gegen vergilbte Wäsche

Milch
© Davizro Photography – Fotolia.com

Hierbei handelt es sich um ein altes Hausmittel, welches bereits unsere Großmütter kannten. Das Weiß der Kleidung kann durch Milch erhalten werden.

Tipp: Verwenden Sie bevorzugt Buttermilch.

Sie benötigen:

  • 500 Milliliter kalte Milch
  • 250 Milliliter Wasser
  • einige Eiswürfel

Die Eiswürfel werden in die Milch gegeben. Nun geben Sie das Wasser hinzu und weichen die vergilbte Kleidung ein bis zwei Stunden darin ein. Anschließend wird die Wäsche wie gewohnt in der Maschine gewaschen und zum Trocknen möglichst in die Sonne gehängt.

Essig als Allrounder im Einsatz

Die Reinigungswirkung von Essig ist hinreichend bekannt. Sie können damit nicht nur Fettflecken in der Küche beseitigen, sondern erhalten auch ein umweltfreundliches Mittel, um vergilbte Kleidung wieder zum Strahlen zu bringen.

Tipp: Verwenden Sie ausschließlich weißen Essig.

Die Essigsäure dringt in die Stofffasern ein und die Vergilbungen lösen sich auf. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: die Wäsche wird wunderbar weich und Sie können damit einen zusätzlichen Weichspüler einsparen.

Schritt für Schritt Anleitung

  1. 120 Milliliter weißen Essig im Verhältnis 2:1 mit Waschmittel mischen
  2. Mischung in das Waschmittelfach der Maschine geben
  3. Wäsche wie gewohnt waschen

Bei stärkeren Verfärbungen kann die Wäsche auch vorab einige Stunden in Essigwasser eingeweicht werden.

Natron – nicht nur zum Backen

Die Reinigungswirkung von Natron ist ebenfalls seit Generationen bekannt. Besonders in Verbindung mit Essig entsteht ein umweltfreundliches Reinigungsprodukt, welches noch dazu eine antibakterielle Wirkung besitzt und sich daher besonders in der Küche als unbedenklicher und wirksamer Reiniger empfiehlt. Natron dringt mühelos in die Stofffasern ein und kann so Verfärbungen und Schmutz effektiv entfernen.

Tipp: Bei stark vergilbter Wäsche werden vermutlich mehrere Anwendungen notwendig sein.

Schritt für Schritt Anleitung

  1. 100 Gramm Natron in einen Eimer geben …
  2. … mit 60 Millilitern Zitronensaft mischen
  3. Wäsche ein bis zwei Stunden darin einweichen
  4. Wäsche mit einer neutralen Seife waschen
  5. Wäsche an der Sonne trocknen lassen

Wasserstoffperoxid sorgt für Sauberkeit

Bei Wasserstoffperoxid handelt es sich ebenfalls um einen natürlichen Wirkstoff, welcher bei Deo- oder Schweißflecken gute Wirkung zeigt.

Sie benötigen:

  • 125 Milliliter Wasserstoffperoxid
  • 125 Milliliter Wasser

Zunächst mischen Sie Wasserstoffperoxid und Wasser zu gleichen Teilen. Diese Lösung wird in das Waschmittelfach der Maschine gegeben. Bei besonders aggressiven Verfärbungen kann die Mischung auch direkt auf die Flecken gegeben werden. Anschließend werden die Wäschestücke in die Maschine gegeben und wie gewohnt gewaschen.

Verblüffend aber wirkungsvoll – der Griff ins Tintenfass

Tinte
© LAMBERTOJESUS – Fotolia.com

Wie wir bereits wissen, ist Blau die Komplementärfarbe zu Gelb und kann in der passenden Dosis dafür sorgen, dass die Wäsche ihren Gelbstich verliert. Die Geheimwaffe sind einige Spritzer blaue Tinte. Geben Sie wirklich nur einige wenige Spritzer davon in das Weichspülfach der Maschine. Nun wird die Wäsche wie gewohnt gewaschen. Betrachten Sie die Wäsche nach dem Waschgang und haben es mit der Tinte nicht übertrieben, dürfte die Wäsche ihren Gelbstich verloren haben.

Tipp: Eigentlich liegt hier eine optische Täuschung vor. Weil das Licht durch die Zugabe des Blauanteils wieder gleichmäßig reflektiert wird, erscheint uns die Wäsche weißer.

Wäsche-weiß-Tücher – was taugen Sie?

Im Handel sind sogenannte Wäsche-weiß-Tücher erhältlich. Diese unscheinbaren Tücher sind mit optischen Aufhellern ausgestattet und machen im Prinzip nichts anderes als unsere Tintenspritzer. Die Wäsche erscheint weißer, weil wir einer optischen Täuschung erliegen. Wäsche-weiß-Tücher machen nicht sauberer, der Schmutz kann damit nicht aus den Stofffasern entfernt werden. Daher haben es die kleinen Tücher besonders schwer, wenn die Wäsche bereits einen deutlichen Grauschleier besitzt.

Tipp: Greifen Sie zu hochwertigem Waschmittel, dieses enthält ähnliche optische Aufheller und kann zugleich den Schmutz zuverlässig entfernen.

Lohnen Entfärber?

Sie haben die weiße Wäsche zusammen mit bunten Socken und T-Shirts gewaschen? Dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Wäsche plötzlich nicht mehr strahlend Weiß erscheint, sondern von einem matten Grauschleier überlagert ist. Verfärbungen dieser Art können mit Hilfe eines Entfärbers zuverlässig beseitigt werden. Achten Sie auf die Angaben der Hersteller, weichen die Wäsche ein und waschen sie anschließend wie gewohnt in der Maschine.

So waschen Sie weiße Wäsche richtig

Der einfachste und sicherste Weg zu weißer Wäsche ist das separate Waschen. Keinesfalls sollten sich dunkle Textilien zu den weißen Hemden oder Blusen in die Maschine verirren. Auch wenn die dunkle Kleidung bereits öfter gewaschen wurde, kann diese noch Farbe verlieren. Diese auslaufenden Farben überlagern dann die helleren Untergründe. Die Folge ist, dass mit jeden Waschgang das strahlende Weiß mehr und mehr verloren geht. Werden bei der Wäsche Fehler gemacht, kann dies folgenschwere Konsequenzen besitzen. Die Wäsche verfärbt sich, geht ein und wird einfach unansehnlich.

Tipp: Schauen Sie vor der Wäsche stets auf das Etikett. Dort steht, wie das jeweilige Wäschestück behandelt werden muss.

Halten Sie sich an die angegebene Waschtemperatur und die Hinweise bezüglich des Trocknens oder Bügelns.

Waschmittel ist nicht gleich Waschmittel

Tests haben bewiesen, die besten Ergebnisse erzielen Sie mit Waschmittel in Pulverform. Damit bleibt weiße Wäsche am längsten wirklich weiß. Schmutz wird durch die enthaltenen Tenside zuverlässig gelöst und kann mit dem Spülwasser abtransportiert werden, statt sich wieder auf den Fasern einzulagern, da er in der Waschlauge nicht gehalten werden kann. Vergrauungsinhibitoren sorgen dafür, dass sich keine Schmutzpartikel mehr auf den Fasern ansiedeln. Der Eindruck strahlend weißer Wäsche bleibt erhalten, da hochwertige Waschmittel auch Bleichmittel und optische Aufheller enthalten.

Vergilbter Wäsche vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu Schweißflecken kommt, sollte unter weißen Blusen oder Hemden ein dünnes, kurzärmeliges Baumwoll-Shirt getragen werden. Die Baumwolle saugt die Feuchtigkeit auf und Schweißflecken bleiben aus. Wer stark schwitzt, kann sich auch im Handel erhältliche Pads unter die Achseln kleben und damit verhindern, dass sich der Schweiß auf dem Gewebe festsetzt.

Deo-Flecken lassen sich verhindern, indem auf wäschefreundliche Produkte zurückgegriffen wird. Beachten Sie hierbei die Angaben der Hersteller. Auch Sonnencreme kann hässliche Flecken hinterlassen. Damit dies nicht passiert, sollte die Creme bereits gut eingezogen sein, bevor Sie nach dem Sonnenbad die Kleidung überstreifen.

Ist Ihre Waschmaschine bereits in die Jahre gekommen? Dann bleiben vermutlich Rostflecken auf der Wäsche nicht aus. Dem kann mit einer regelmäßigen Reinigung und Wartung der Maschine begegnet werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.