Mayonnaise selbst zu machen, dauert nur ein paar Minuten und ist zudem total einfach. Ob mit Ei, ohne Ei oder vegan: selbstgemacht schmeckt es einfach am besten.
Mayonnaise gehört zu den Dingen, die in keinem Kühlschrank fehlen darf. Ein Glas hier, eine Tube Ketchup dort, und schon ist die kleine Soßensammlung komplett. Dabei ist Mayonnaise mehr, als eine Soße, die zu Pommes passt. Sie verfeinert auch Kartoffelsalat und Sandwiches und ist eine perfekte Basis für Dips.
Wenn Sie Mayonnaise einmal selbst machen, werden Sie schnell merken, dass der Geschmack ein ganz anderer ist als bei der gekauften Variante. Frischer und nicht so süßlich. Außerdem können Sie die Creme ganz an Ihren Geschmack oder an das Gericht anpassen, dass Sie gerade zubereiten. Mal mit etwas mehr Zitrone, ein anderes Mal mit einem Hauch Knoblauch oder mit einem Löffel Senf extra.
Doch wie macht man nun Mayonnaise selber? Und vor allem kann man sie auch ohne Ei oder sogar vegan zubereiten? Ich erkläre es Ihnen und nenne die passenden Rezepte dafür.
Warum lohnt es sich, Mayonnaise selbst zu machen?
Ein Blick auf die Rückseite einer gekauften Mayonnaise kann ganz schön lang werden. Neben Öl und Ei stehen dort oft auch Zutaten, die wir zu Hause nicht im Schrank haben. Dazu zählen Verdickungsmittel, Aromen und Konservierungsstoffe, damit die Mayonnaise möglichst lange haltbar bleibt und immer gleich schmeckt.
Selbst gemacht ist die Liste deutlich kürzer. Öl, etwas Säure, Salz und je nach Rezept Ei, Milch oder veganer Milchersatz. Man schmeckt, was drin ist, und genau das macht den Unterschied. Aber auch der Moment in der Küche hat seinen Reiz, denn Mayonnaise selber zu machen, ist fast wie ein kleines Experiment.
Rezepte für Mayonnaise
🥚 Klassische Mayonnaise mit Ei
Wenn von Mayonnaise die Rede ist, denken die meisten an diese Variante. Sie besteht aus Ei, Öl und etwas Säure, also meist Zitronensaft oder Essig. Das Ei sorgt hier dafür, dass sich alles verbindet und eine stabile, cremige Masse entsteht, die nicht wieder auseinander läuft.
Zutaten (für etwa 250 ml Mayonnaise):
- 1 frisches Ei in Größe M
- 250 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl)
- 1 Teelöffel Senf
- 1 Esslöffel Zitronensaft oder milder Essig
- Salz
- optional: Zucker
Anleitung:
- Geben Sie das Ei in ein hohes, schmales Gefäß, das gut zum Stabmixer passt. Dazu kommen Senf, Zitronensaft oder Essig und das Salz. Anschließend das Öl langsam obenauf gießen, sodass sich die flüssigen Zutaten unten sammeln.
- Jetzt den Stabmixer ganz nach unten auf den Boden des Gefäßes setzen und einschalten. Er sollte für ein paar Sekunden dort bleiben, sodass sich am Boden langsam eine helle, dicke Schicht bilden kann. Sobald diese nach oben wandert, sollten Sie den Mixer vorsichtig nach oben ziehen. In kurzer Zeit wird dann aus der Flüssigkeit eine feste, cremige Mayonnaise.
- Zum Schluss wird abgeschmeckt. Fehlt Salz, kommt noch etwas dazu. Ist die Konsistenz zu fest, hilft ein kleiner Spritzer Wasser oder Zitronensaft.
Die fertige Mayonnaise sollten Sie am besten in ein sauberes Schraubglas geben und in den Kühlschrank stellen. Dort hält sie sich in der Regel zwei bis drei Tage.
🥚❌ Mayonnaise ohne Ei
Nicht jeder möchte rohes Ei verwenden. Manche mögen den Geschmack nicht, manche haben eine Allergie und wiederum andere gehen einfach lieber auf Nummer sicher. Dann ist dieses Rezept genau das richtige, weil hier nicht das Ei das Bindemittel ist, sondern Milch.
Zutaten:
- 100 ml Vollmilch
- 200 ml neutrales Pflanzenöl
- 1 Teelöffel Senf
- 1 Esslöffel Zitronensaft oder Essig
- Salz
- optional: eine kleine Prise Zucker
Zubereitung:
- Geben Sie die Milch in ein hohes Gefäß, danach folgen Senf, Zitronensaft und Salz. Das Öl müssen Sie wieder obenauf gießen.
- Den Stabmixer auf den Boden setzen und einschalten.
- Nach kurzer Zeit beginnt die Mischung dicker zu werden. Sobald sich die Emulsion bildet, können Sie den Mixer langsam nach oben ziehen, bis alles gleichmäßig cremig ist.
Diese Mayonnaise schmeckt etwas milder als die klassische Version und passt gut zu Salaten, belegten Broten und außerdem ist sie auch eine perfekte Grundlage für Kräutersoßen. Im Kühlschrank hält sie sich meist drei bis vier Tage.
🥛🥚❌ Vegane Mayonnaise
Auch ohne Ei und Milch lässt sich eine richtig cremige Mayonnaise herstellen. Die Basis bildet ungesüßte Sojamilch oder ein anderer Pflanzendrink mit einem ähnlichen Eiweißgehalt. Das darin enthaltene Protein sorgt dafür, dass sich Öl und Flüssigkeit verbinden.
Zutaten:
- 100 ml ungesüßte Sojamilch
- 200 ml neutrales Pflanzenöl
- 1 Teelöffel Senf
- 1 Esslöffel Zitronensaft oder Apfelessig
- Salz
- optional: Knoblauchpulver oder eine Prise Kurkuma
Zubereitung:
- Geben Sie die Sojamilch in ein hohes Gefäß, danach kommen noch Senf, Zitronensaft und Salz dazu. Optional können Sie auch noch Knoblauchpulver oder eine Prise Kurkuma dazugeben. Das Öl dann vorsichtig obenauf gießen.
- Den Stabmixer ganz nach unten setzen und einschalten.
- Schon nach kurzer Zeit beginnt die Masse dicker zu werden. Den Mixer sollten Sie dann langsam nach oben ziehen, bis eine glatte, cremige Mayonnaise entsteht.
Diese Variante passt nicht nur zu veganen Gerichten, sondern auch zu allem, was eine cremige Soße vertragen kann.
Ideen zum Verfeinern
Selbstgemachte Mayonnaise lässt sich natürlich ganz nach Belieben verfeinern. Hier ein paar Ideen:
- Schnittlauch, Petersilie oder Dill machen aus der Mayonnaise eine köstliche Kräutersoße.
- Eine zerdrückte Knoblauchzehe bringt Würze und passt gut zu Ofenkartoffeln oder gegrilltem Gemüse.
- Auch etwas Paprikapulver, Curry oder Meerrettich kann den Geschmack verändern.
- Das verwendete Öl hat ebenfalls einen großen Einfluss auf den Geschmack. Ein neutrales Öl sorgt für einen milden und Olivenöl für einen kräftigen Geschmack. Hier lohnt es sich, ein wenig zu experimentieren.










