Sojamilch selber machen – Grundrezept & Ideen für leckere Geschmacksvariationen

Sojamilch
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Wer auf Kuhmilch verzichten möchte, hat eine Masse an Alternativen zur Auswahl. Zum Beispiel etwa Sojamilch. Diese können Sie zuhause sogar selber machen.

Sojamilch gilt als das Steckenpferd unter den pflanzlichen Milchvarianten. Sie war die erste pflanzenbasierte Alternative zu konventioneller Kuhmilch und ist mittlerweile nicht nur unter Veganern äußerst beliebt. Das Trendgetränk dient an sich als Erfrischung, macht in Kaffee- und Teegetränken Eindruck, verfeinert das Müsli am Morgen oder veredelt warme Gerichte beim Kochen. Aber auch für vegane Pancake-Rezepte oder auch vegane Brownies eignet sich Sojamilch optimal.

Das große Plus: Als einzige der veganen Milchsorten liefert sie annähernd so viel Eiweiß wie herkömmliche Kuhmilch. Deshalb ist sie eine besonders gute Alternative. Und diese können Sie zuhause sogar selbst herstellen. Wie genau das geht und was Sie dafür alles benötigen, haben wir hier einmal zusammengefasst.

Sojamilch selber machen – das Grundrezept

Sojamilch können Sie ganz einfach selbst zu Hause herstellen. Im Gegensatz zu Nuss-, Hafermilch und Reismilch dauert der Herstellungsprozess zwar etwas länger, es ist aber ebenso leicht.

Zutaten für einen Liter Sojamilch:

  • 1 Liter Wasser
  • 80 bis 100 Gramm Sojabohnen

Greifen Sie am besten auf Sojabohnen in Bio-Qualität zurück. Die Bohnen aus Brasilien sind nicht zu empfehlen, da für ihren Anbau wertvolle Teile des Regenwaldes abgeholzt werden. Bevorzugen Sie am besten Kanada oder noch besser Europa, als Herkunftsland.

Materialien:

  • Mixer
  • große Schüssel
  • Nussmilchbeutel (alternativ: Durchseihtuch)
  • Sieb
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Zubereitung:

1.
Weichen Sie die Sojabohnen über Nacht in kaltem Wasser ein. Achtung: Sie verdoppeln ihr Volumen in Kontakt mit Wasser.

2.
Am nächsten Tag die Sojabohnen über einem Sieb auskippen und abwaschen.

3.
Die gewaschenen Sojabohnen zusammen mit frischem Wasser in einen Hochleistungsmixer geben und ca. 2 bis 3 Minuten (je nach Leistung des Mixers) pürieren.

4.
Die Flüssigkeit nach und nach durch ein Durchseihtuch, einen Nussmilchbeutel oder ein besonders feinporiges Sieb pressen.

5.
Die gefilterte Pflanzenmilch erhitzen, aufkochen lassen und ca. 20 Minuten weiterköcheln lassen. Dabei bildet sich Schaum, der nach dem Kochen einfach abgeschöpft wird.

6.
Anschließend müssen Sie die Sojamilch nur noch mit Hilfe von einem Trichter in eine Flasche füllen.

Haltbarkeit von Sojamilch

Die gekaufte Variante aus dem Supermarkt wird oft mit Zusätzen angereichert, die die Haltbarkeit des Getränks verlängern. In der Heimproduktion ist das oftmals nicht gewünscht – schließlich ist ein besonders frisches und natürliches Produkt das Ziel. Die gute Nachricht: Sojamilch ist eine der haltbarsten Kuhmilchalternativen. Bereits bei der Herstellung kann jeder selbst darauf achten, die Langlebigkeit möglichst hoch zu halten. Mit diesen beiden Tricks lässt sich Sojamilch bis zu zwei Wochen im Kühlschrank lagern:

➜ Hygienisches Arbeiten:

Sojabohnen sind sehr empfindlich. Der kleinste Kontakt mit Bakterien kann sie schnell klumpig und schlecht werden lassen. Deshalb sind eine saubere Arbeitsfläche und keimfreie Materialien Grundvoraussetzung. Letztere können beispielsweise durch Übergießen mit heißem Wasser desinfiziert werden.

➜ Milch über Kopf:

Nachdem Sie die heiße Sojamilch in eine Glasflasche gegeben haben, können Sie diese unter kaltes Wasser halten und danach für eine Minute geschlossen auf den Kopf stellen. Durch das Erhitzen des Verschlusses und des oberen Flaschenbereiches wird die Milch länger haltbar.

Achtung:
Bilden sich Schimmel oder Klumpen, ist die Sojamilch nicht mehr genießbar. Frisch schmeckt Sojamilch eh am besten, deshalb sollte sie trotz ihrer Beständigkeit möglichst zeitnah aufgebraucht werden.

Wie gesund ist Sojamilch?

Sojakonsum verbinden viele Menschen zunächst mit den asiatischen Ländern. In dieser Region der Welt treten schwere Erkrankungen wie Darmkrebs, Osteoporose oder Herzversagen seltener auf als in Europa. Dieses Plus an Gesundheit lässt sich auch der Sojabohne zuschreiben. Kein Wunder – die kleine Bohne ist ganz groß, was den Vitamin- und Nährstoffgehalt angeht:

IsoflavonSekundäre Pflanzenstoffe, wirken in Maßen genossen zellschützend
Kalziumunterstützt die Blutgerinnung und ein gesundes Nervensystem
FolsäureRegt die Blutbildung bei Zellteilung an
Selenwirkt antioxidativ
Zinkfördert Zellwachstum und Wundheilung

Besonders für die vegane Ernährung eignet sich der Verzehr von Sojamilch. Das erfrischende Getränk gilt als wertvolle, pflanzliche Eiweißquelle und ist voller Ballaststoffe. Diese können z.B. dabei helfen Verdauungsprobleme zu regulieren.

Sojamilchvariationen

Die erste Heimproduktion ist für Sojamilchkenner vielleicht eine geschmackliche Überraschung, denn das selbstgemachte Getränk schmeckt herb und hat nichts von der Süße der zu kaufenden Version. Je nach Geschmack können Sie das Getränk mit beliebigen Zutaten aufpeppen. Der Vorteil dabei: Jeder hat selbst in der Hand, was in der Milch landet. Besonders gut schmecken in der Sojamilch:

  • Zucker oder Zuckerersatz (Honig, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker)
  • Aromen (Karamell, Früchte)
  • Ahornsirup
  • Zimt
  • Vanilleextrakt
  • Trockenfrüchte
  • Datteln (für eine feine Karamellnote)
  • ein Schuss neutrales Pflanzenöl (für eine cremigere Konsistenz)

Geben Sie die gewünschten Zusätze einfach vor dem Mixen mit in die Sojabohnen-Wasser-Mischung.

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