Quark selber machen: So einfach geht’s!

Quark selber machen
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Quark eignet sich ideal als Beigabe zu Ofenkartoffeln oder anderen Speisen. Mit wenigen Mitteln und etwas Geduld können Sie ihn ganz einfach selbst machen.

Die Grundlage für die Herstellung von Quark ist im Grunde saure Milch. Denn hier haben sich Eiweiß und Molke bereits voneinander getrennt. Zwar kommt es vor, dass im eigenen Kühlschrank schon mal eine Flasche Milch sauer wird, doch ist das nicht der Regelfall. Den Prozess anschieben kann man hingegen mit etwas Buttermilch, oder man nutzt einfach den konventionellen Weg mittels Lab, um Quark herzustellen.

Die eigene Zubereitung von Quark bringt einen wichtigen Vorteil mit sich: Verbraucher vermeiden die Lagerung in Kunststoff-Schälchen, die nach dem Verbrauch entsorgt werden. Denn den selbstgemachten Quark bewahrt man stattdessen im Glas oder anderen, wiederverwertbaren Behältern auf. Sollte es außerdem doch einmal zur Weiterverwendung von saurer Milch kommen, rettet man somit obendrein das wertvolle Lebensmittel.

Quark mit Frischmilch herstellen

Die einfachste Variante, um Quark herzustellen, erfordert Frischmilch und etwas Buttermilch. Innerhalb der Buttermilch befinden sich die erforderlichen Kulturen, welche die Milch sauer werden lassen. Daher lässt sich auf diesem Weg möglichst unkompliziert Quark herstellen. Sie benötigen lediglich …

  • 1 Liter (pasteurisierte) Frischmilch
  • 50 ml Buttermilch

Tipp: Wenn Sie Butter selber machen, erhalten Sie ganz nebenbei auch Buttermilch, die Sie für die Herstellung von Quark verwenden können.

Zudem werden folgende Utensilien benötigt:

  • Schüssel
  • Sieb
  • Schraubgläser oder andere Behälter
  • Baumwoll- oder Geschirrtuch/Mullwindel
  • Topf mit Deckel

Sämtliche Utensilien sollten vollkommen sauber sein. Daher übergießt man sie vor dem Gebrauch am besten mit kochendem Wasser und lässt sie anschließend abkühlen.

Quark aus Frischmilch herstellen – Schritt für Schritt

Schritt 1:

Geben Sie die Milch in den Topf und rühren Sie die Buttermilch unter, bevor Sie den Deckel so auf den Topf legen, dass er leicht offen bleibt. Das Ganze muss nun für 24 Stunden ruhen, möglichst bei Zimmertemperatur an einem Ort, der erschütterungsfrei ist. Während dieser Zeit trennen sich Eiweiß und Molke voneinander.

Schritt 2:

Im nächsten Schritt legen Sie das Sieb in die Schüssel und kleiden es zusätzlich mit dem Tuch aus. Es gilt nun, die Flüssigkeit langsam in das Sieb zu gießen. Wichtig ist, dass Sie alle vier Ecken des Tuchs zum Schluss oberhalb der Masse zusammenbinden können. Bevor Sie fortfahren, lassen Sie die Masse nun zwei Stunden abtropfen.

Schritt 3:

Die im Tuch verbliebene Menge drücken Sie sanft aus, bis kaum noch Flüssigkeit austritt. Hierbei gilt: Je länger der Quark abtropft, desto fester ist seine Konsistenz. Sollte zu viel Flüssigkeit ausgetreten sein, lässt sich dies beheben, indem Sie etwas Milch oder Molke hinzugeben und die Masse gut verrühren.

Schritt 4:

Der Quark kann anschließend in die Behälter umgefüllt werden und ist verzehrfertig.

Alternativen bei der Zubereitung

Neben der beschriebenen Form der Zubereitung gibt es weitere Rezepte, die zwar alle Milch enthalten, doch zusätzlich eine andere Zutat verwenden, um saure Milch zu erhalten. Dazu gehört:

➩ Zitronensaft:
Mit ihm verläuft der Prozess schneller, allerdings muss die Milch erwärmt werden. Drei Esslöffel Zitronensaft genügen. Nach dem Unterrühren muss die Milch abkühlen und vier bis fünf Stunden ruhen, ehe man sie weiterverarbeiten kann.

➩ Saure Milch:
Wie bereits erwähnt, kann man Milch, die bereits sauer ist, ebenso verwerten, um Quark herzustellen. Hierbei beginnt das Rezept damit, die Milch in das mit dem Tuch ausgekleidete Sieb zu geben und den Quark von der Molke zu trennen. Dieser Prozess ist zwar am einfachsten, doch nicht immer hat man saure Milch zu Hause.

➩ Mikrobielles Lab:
Selbstverständlich ist auch die ursprüngliche Form der Quarkherstellung möglich. Veganes Lab oder eine künstlich hergestellte Form wird im Fachhandel angeboten:

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Infos zur Haltbarkeit

Quark hält sich bekanntermaßen relativ lange im Kühlschrank, sofern man ihn in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt.

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