Stockflecken entfernen – Hausmittel & Tipps für Kleidung, Bad & Wände

Stockflecken entfernen
Stockflecken schaden der Gesundheit - © makasana photo / stock.adobe.com

Stockflecken sind nicht nur unansehnlich, sie schaden auch der Gesundheit. Effektive Mittel zur Bekämpfung finden sich in (fast) jedem Haushalt.

Stockflecken sind die Folge von Feuchtigkeit. Sie können sich auf dem Tischtuch, aber auch auf der Matratze oder an Stellen der Wand bilden. Mit den richtigen Umgebungsfaktoren können Stockflecken überall entstehen und treten bei verschiedenen Materialien auf. Eine konsequente Entfernung ist wichtig, denn Stockflecken sind nicht nur wenig ansehnlich, sie sind vor allem gesundheitsschädlich.

Stockflecken entstehen durch zu hohe Feuchtigkeit

Stockflecken bilden sich immer dann, wenn Feuchtigkeit im Raum nicht entweichen kann. Vor allem unzureichendes Lüften fördert ihre Entstehung. Im Alltag reichert sich die Luft in der eigenen Wohnung oder im Haus schnell mit Feuchtigkeit an. Kann diese Feuchtigkeit beim Lüften nicht entweichen, bilden sich sowohl an den Wänden als auch an Textilien oder Papier die unangenehmen Flecken. Selbst vor Matratzen, Kinderwagen und der eigenen Kleidung machen Stockflecken keinen Halt.

Stockflecken finden überall dort ausreichend Nährboden, wo genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Zu erkennen sind sie zum einen an der bräunlichen bis gelben Farbe und zum anderen an dem muffigen Geruch. Ob die Stockflecken gesundheitsschädlich sind, hängt vor allem von der Menge und Ausprägung ab. So können sie beispielsweise der Auslöser von Allergien sein. Werden sie nicht entfernt und bleiben in der Wohnung, führen sie außerdem zu einer unangenehmen Reizung der Atemwege.

Wichtig: Stockflecken werden häufig mit Schimmel gleichgesetzt. Tatsächlich sind sie aber etwas ganz anderes. Bei Stockflecken bildet sich kein Myzel, was für Schimmel typisch ist.

Stockflecken lassen sich problemlos entfernen

Stockflecken entfernen mit Hausmittel
Zitrone und Salz entfernen nicht nur Rotweinflecken – Robert Kneschke / stock.adobe.com
Im Gegensatz zu Schimmel lassen sich Stockflecken problemlos und auch ohne großen Aufwand entfernen. Problematisch kann die Entfernung jedoch aufgrund der betroffenen Gegenstände werden. Vor allem auf Matratzen, aber auch auf Holz oder dem sperrigen Kinderwagen werden die Stockflecken rasch zum zähen Problem, das einige Hausmittel erforderlich macht.

Dabei sind Hausmittel häufig um einiges effektiver als die professionellen Reiniger, die es im Handel gibt. Im Kampf gegen Stockflecken hat sich vor allem die Kombination aus Zitronensaft und Salz bewährt. Gemeinsam wirken sie wie ein Bleichmittel und können bei Stockflecken ebenso verwendet werden wie bei Schimmel. Im Vergleich zu den chemischen Bleichmitteln ist die Kombination aus Zitronensaft und Salz deutlich umweltfreundlicher und nachhaltiger. Darüber hinaus greift es in der Regel die eigentlichen Materialien nicht an.

Befallenes Material in Essigwasser einweichen

Eine gute Möglichkeit, um Stockflecken loszuwerden, ist Essigwasser. Essig hat sich in vielen Bereichen des Haushalts bewährt und kann sowohl zur Reinigung als auch zur Entkalkung verwendet werden. Um Stockflecken mit Essigwasser zu entfernen, braucht es nur ein wenig Geduld. So werden die betroffenen Gegenstände ganz einfach in Essigwasser eingeweicht. Der Haushaltsessig muss wenigstens eine Stunde einwirken.

Behandlung mit Spiritus

Grundsätzlich können Stockflecken ebenso mit Spiritus beseitigt werden. Spiritus wirkt ähnlich wie Essig, hat aber einen erheblichen Nachteil: der hartnäckige Geruch. Der Geruch von Spiritus verfliegt nicht so schnell wie der des Essigs. Am besten wird Spiritus nur im Freien verwendet. Ist das nicht möglich, muss die Wohnung danach gründlich gelüftet werden.

Gerade bei besonders hellen Stoffen ist es häufig nicht so leicht, Stockflecken wieder loszuwerden. In diesem Fall können die Textilien einfach ausgekocht werden. Dies sollte allerdings nicht zu häufig erfolgen, denn das Auskochen stellt eine enorme Belastung für die Textilien dar. Um die Stockflecken wirklich zu entfernen, müssen die Textilien wenigstens 30 Minuten im kochenden Wasser bleiben.

Mit Waschsoda und Sonnenlicht Stockflecken zu Leibe rücken

Stockflecken auf Textilien entfernen mit Waschsoda
Waschsoda rückt Stockflecken zu Leibe – © Bowonpat / stock.adobe.com
Eine gute Möglichkeit, um Stockflecken loszuwerden, ist Waschsoda. Das Waschsoda muss lediglich gemeinsam mit einigen Spritzern Spülmittel in einer großen Wanne vermischt werden. Damit sich die Stockflecken rückstandslos entfernen lassen, werden die betroffenen Textilien oder Gegenstände etwa eine Stunde in der Mischung eingeweicht.

Im Sommer kann im Kampf gegen Stockflecken ebenso auf Sonnenlicht gesetzt werden. UV-Strahlen sind eine wahre Geheimwaffe im Kampf gegen Stockflecken, die sich auf Textilien gebildet haben. Durch die Sonne bleiben die Flecken aus und verschwinden.

Buttermilch eignet sich bei empfindlichen Materialien

Essig, Zitronensaft und Spiritus sind zwar bei der Entfernung von Stockflecken sehr zuverlässig, haben aber einen Nachteil. Sie sind relativ aggressiv. Aus diesem Grund eignen sie sich generell nicht für empfindliche Materialien. Eine Alternative ist in diesem Fall Buttermilch. Buttermilch greift die Textilien weniger stark an, sorgt aber dafür, dass die Stockflecken aus den Fasern gelöst werden. Hierfür müssen die Textilien über den Zeitraum von zwei bis maximal drei Tagen in der Buttermilch eingeweicht werden.

Vorbeugen ist die beste Lösung

Im Kampf gegen Stockflecken sollte vor allem darauf geachtet werden, den unangenehmen Flecken vorzubeugen. Die zuverlässigste, präventive Lösung ist richtiges Lüften. Zweimal am Tag sollte die Wohnung für wenigstens zehn Minuten stoßgelüftet werden. So können Sie die Luftfeuchtigkeit senken und Schimmel sowie Stockflecken werden vermieden. Beim Stoßlüften werden Fenster und Türen geöffnet, die einander gegenüberliegen, sodass ein optimaler Luftaustausch stattfinden kann.

Insbesondere nach dem Duschen und Baden sollte zusätzlich gelüftet werden. Gleiches ist in den Wintermonaten wichtig, wenn in der Wohnung beispielsweise noch Wäsche getrocknet wird. Sie sorgt noch einmal für zusätzliche Feuchtigkeit in der Umgebung.

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