Terrasse reinigen und erneuter Tiefenverschmutzung vorbeugen

Terrassenbelag reinigen
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Wäre es nicht toll, wenn man sich den jährlichen Frühjahrsputz auf der Terrasse erleichtern könnte? Das geht und wir zeigen Ihnen, wie das funktioniert.

Jedes Jahr das gleiche Theater: Die Temperaturen steigen und die Terrasse soll wieder vermehrt genutzt werden. Doch diese versteckt sich unter Moos, Grünbelag und jeder Menge Schmutz. Bevor Sie es sich also auf der Terrasse gemütlich machen können, müssen Sie erst einmal anpacken und die Verschmutzungen beseitigen. Wir haben für Sie ein paar Hinweise zum Entfernen der Verschmutzungen und wie Sie Ihre Terrasse vor tief eindringende Verschmutzungen schützen können.

❍ 4 Methoden der Terrassenreinigung

1. Terrasse mechanisch reinigen

Die günstigste und umweltfreundlichste Methode der Terrassenreinigung ist die Mit Schrubber, Spülmittel und Fugenkratzer. Dazu gehen Sie in 6 Schritten vor:

  1. Räumen Sie die Terrasse frei und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Verschmutzungen.
  2. Lose Verschmutzungen wie Laub und Sand können Sie mit einem Besen zusammen kehren und auf dem Kompost entsorgen.
  3. Moos und Unkraut, das in den Fugen wächst, entfernen Sie am besten mit einem Fugenkratzer und entsorgen es anschließen ebenfalls auf dem Kompost.
  4. Anschließend geben Sie Spülmittel in heißes Wasser und tragen dieses Gemisch auf den verschmutzten Terrassenbelag auf und lassen das ganze etwa 20 Minuten einwirken.
  5. Nun kommt der Schrubber zum Einsatz: Bearbeiten Sie den Terrassenbelag solange, bis alle Flecken und Beläge entfernt sind.
  6. Sehen Sie keine Flecken und Beläge mehr, spülen Sie die Terrasse mit Klarem Wasser ab.

Auch wenn es sich bei dieser Methode um eine sehr umweltfreundliche Lösung handelt, geht sie mit einem entscheidenden Nachteil einher: Je nach Größe der Terrasse ist sie sehr anstrengend und kräftezehrend.

2. Terrassenreinigung mit Hausmitteln

Vieles, was zur Reinigung der Terrasse dienen kann, haben wir alle zuhause. Drei davon möchten wir Ihnen gern vorstellen:

  • Cola – Die enthaltene Phosphorsäure greift Moos an.
  • Backpulver – Auf den Fleck gestreut und angefeuchtet und eingerieben kann Backpulver Flecken entfernen.
  • Essig – Die Säure lässt Moos und Unkraut vertrocknen und bekämpft so Fugengrün und Unkraut.

Bei dem Einsatz von Hausmitteln bei der Terrassenreinigung ist jedoch Vorsicht geboten. Denn bei diesen handelt es sich um nicht geprüfte chemische Substanzen, die teilweise sogar Schädigungen am Pflanzenmaterial oder sogar im Naturhaushalt bewirken können. Daher ist der Einsatz gesetzlich verboten. Wer gegen dieses Verbot verstößt, kann sogar mit einem Bußgeld bestraft werden.

3. Terrasse mit Hochdruck reinigen

Terrassenbelag kärchern
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Die Terrasse mit Hochdruck reinigen? Bequemer geht es eigentlich nicht. Denn mit einem Hochdruckreiniger entfernen Sie die meisten Verschmutzungen zuverlässig in kurzer Zeit und das auch noch ohne große Anstrengung. Zudem funktioniert der Hochdruckreiniger ohne chemische Zusätze und arbeitet somit umweltschonend.

Möchten Sie Ihre Terrasse mit einem Hochdruckreiniger säubern, sollten Sie einige Dinge beachten. So sollten Sie zum Beispiel immer von vorhandenen Wänden weg sprühen, weil Sie diese sonst verschmutzen. Des weiteren besteht die Gefahr, dass Sie vorhandene Fugen mit ausspülen. Wählen Sie daher lieber einen geringeren Druck und arbeiten Sie, wenn vorhanden, mit einem Flächenaufsatz mit rotierenden Bürsten und Spritzschutz oder greifen Sie gleich zu einem Flächenreiniger wie dem T 450 Flächenreiniger T-Racer von Kärcher.

4. Chemische Terrassenreinigung

Im Handel gibt es allerhand Reiniger für die Behandlung verschiedener Verschmutzungen und Beläge. Alle von ihnen versprechen, Ihre Terrasse zuverlässig zu reinigen. Da diese aber die Umwelt belasten können, sollten sie nur zur Anwendung kommen, wenn es nicht anders geht. So zum Beispiel beim Grünbelag, der zu einer echten Rutschgefahr werden kann. Wer hier keine Zeit und womöglich auch nicht die nötige Kraft hat, um diesen in mühevoller Handarbeit zu entfernen, der kann auf ein spezielles Reinigungsmittel wie den Grünbelagentferner von HG setzen.

❍ Welche Reinigungsmethode eignet sich für welchen Terrassenbelag?

Naturstein, Pflaster, Fliesen und Betonsteine

Diese Beläge vertragen die mechanische Reinigung sehr gut. Sowohl die Reinigung mit Schrubber und einer Seifenlauge als auch die manuelle Entfernung von Moos und Unkraut aus den Fugen sind empfehlenswert.

Der Hochdruckreiniger ist hier mit Vorsicht zu genießen. Zum einen können Sie damit versehentlich die Fugen ausspülen und zum anderen können dabei vorhandene Imprägnierungen abgetragen und damit der Schutz des Bodenbelages zerstört werden.

» Tipp: Sie können bei der Reinigung auch Quarzsand einsetzen. Damit erreichen Sie einen zusätzlichen Reinigungseffekt und füllen gleichzeitig entleerte Fugen wieder auf.

Holz und WPC

WPC ist ein Gemisch aus Holz und Kunststoff. Wegen dem hohen Kunststoffanteil sind sie nicht sehr anfällig für Verschmutzungen. Hier reicht in der Regel schon eine Reinigung mit Wasser und Spülmittel.

Auch Holzbeläge lassen sich in der Regel schon gut mit Wasser und Spülmittel reinigen. Bei stärkeren Verschmutzungen dürfen Sie gern auch den Schrubber zur Hilfe nehmen, um die Verschmutzungen zu entfernen. Hier kann auch ein elektrischer Schrubber zum Einsatz kommen, der den Boden deutlich sanfter reinigt als ein Hochdruckreiniger, der die Oberfläche beschädigen können. Vermeiden Sie es möglichst auch, chemische Reiniger einzusetzen. Diese können nämlich hässliche Verfärbungen auf Holzbelägen hinterlassen.

❍ Tief sitzenden Verschmutzungen vorbeugen

Wenn Sie Ihren Terrassenbelag gründlich gereinigt werden, können Sie geeignete Maßnahmen treffen, die tief eindringende Verschmutzung verhindern können. Damit verringern Sie den künftigen Reinigungsaufwand enorm.

Naturstein, Pflaster, Fliesen und Betonsteine

Steinterrasse
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Nachdem Sie Ihre Terrasse gründliche gereinigt haben und diese getrocknet ist, können Sie diese mit einer Imprägnierung, die tief in das Material einzieht, vor einer neuen tief gehenden Verschmutzung schützen. Achten Sie aber darauf, dass Sie überschüssige Imprägnierung umgehend wieder entfernen (im noch nassen Zustand!), weil sich sonst hässliche Flecken und Schlieren bilden können. Sollten Sie Flecke durch überschüssige Imprägnierung entdecken, können Sie diese mit frischer Imprägnierung wieder lösen.

» Tipp: Testen Sie die Imprägnierung vor der Behandlung der gesamten Terrasse erst an einer kleinen unauffälligen Stelle. Falls das Produkt Ihren Terrassenbelag verfärbt, versauen Sie sich dann nicht die gesamte Terrasse.

Hartholz und Weichholz

Holz ist ein Naturmaterial, das als Terrassenbelag vielen Einflüssen ausgesetzt ist, So setzten ihm Temperaturunterschiede, Regen, Schnee, Wind und Sonne (UV-Strahlen) stark zu. Aus diesem Grund ist eine Behandlung mit Öl unerlässlich. Dieses kann nicht nur die Lebensdauer erhöhen und vor natürlicher Vergrauung schützen. Es verringert auch die Gefahr, dass Schmutz tief ins Gewebe eindringen kann.

Tragen Sie das Öl erst auf, wenn die Terrasse nach einer gründlichen Reinigung getrocknet ist. Damit das Öl gut einwirken kann, sollte es idealerweise in den kommenden Tagen nicht regnen. Behalten Sie also den Wetterbericht im Blick.

» Tipp: Verwenden Sie hochwertiges Holzschutzöl, das zum bereits vorhandenen Holz auf Ihrer Terrasse passt. Pigmentiertem Öl ist dabei der Vorzug zu gewähren, weil es den Holzton besser zu Geltung kommen lässt und besser vor UV-Strahlen schützt.

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