12 wirksame Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Frau hat Kopfschmerzen
© deagreez / stock.adobe.com

Wer unter Kopfschmerzen leidet, muss die Schmerzen nicht einfach ertragen. Wir nennen Ihnen hier 12 wirksame Hausmittel, die den Schmerz lindern.

Kopfschmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag. Die Beschwerden können dabei spontan und ohne erkennbare Ursache auftreten. Zudem gibt es mehr als 200 unterschiedliche Arten von Kopfschmerzen. Die Medizin unterscheidet in primäre und sekundäre Kopfschmerzen. Die meisten Menschen leiden unter Spannungskopfschmerzen. Allein in Deutschland plagen sich circa 1,3 Millionen Menschen mit Kopfschmerzen herum, Tendenz steigend. Wer dabei nicht zu bitteren Pillen greifen möchte, kann sich mit Hausmitteln behelfen. Dennoch sollte Kopfschmerz nicht unterschätzt werden und im Zweifelsfall ist immer ein Arzt zu konsultieren.

Wodurch entstehen Kopfschmerzen?

Ganz allgemein entstehen Kopfschmerzen, wenn es zu einer Reizung der Schädel- oder Hirnhäute kommt. Viele Menschen suchen die Ursache im Gehirn, doch unser Gehirn ist schmerzunempfindlich. Die Ursache hängt nicht zuletzt mit den Arten von Kopfschmerzen zusammen. Diese haben wir in folgender Übersicht zusammengestellt:

Kopfschmerz-Art Ursache
Spannungskopfschmerzen • verspannte Nacken- und Schultermuskulatur
• Stress
• Schlafmangel
• Alkohol
Migräne • Ursachen nicht hinreichend belegt
• psychische Anspannung
• Wetterfühligkeit
• hormonelle Veränderungen
Cluster-Kopfschmerzen • Ursachen nicht bekannt
• Lichtreize
• Schlafmangel
• Alkohol
Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen • Alkohol
• Drogen
• Koffein und deren Verabreichung bzw. Entzug

Kopfschmerzen können auftreten, wenn eine Entzündung im Körper vorliegt oder es zu Durchblutungsstörungen kommt. Häufig kommen auch psychische Faktoren ins Spiel. Auch Luftverschmutzung, Flüssigkeitsmangel oder Lärmbelästigung haben die Zahl der Kopfschmerz-Geplagten in den letzten Jahren stark ansteigen lassen. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen haben Kopfschmerzen eine körperliche Ursache.

Wann sollten Kopfschmerzen von einem Arzt behandelt werden?

Wer über einen längeren Zeitraum unter Kopfschmerzen leidet und sich das Auftreten der Beschwerden nicht erklären kann, sollte einen Arzt aufsuchen. Zu einem Fall für den Notdienst werden Kopfschmerzen, wenn sie in Verbindung mit Sehstörungen, Sprachstörungen oder Bewusstseinsbeeinträchtigungen auftreten.

Diese Hausmittel helfen gegen Kopfschmerzen

Frau hält Kompresse an die Stirn
© Evgenia / stock.adobe.com

Anstatt wahllos zu Schmerztabletten zu greifen, können diese Hausmittel eine Alternative darstellen. Dabei handelt es sich um Anwendungen, die einfach durchzuführen sind und keine Nebenwirkungen besitzen.

1. Kopfschmerzen mit Kompressen behandeln:

Kompressen oder auch selbstgemachte Kühlpads können auf Stirn, Nacken oder Schläfen aufgelegt werden. Ob Ihnen dabei Kälte oder Wärme besser bekommt, sollten Sie für sich selbst herausfinden. Dies kann bei Kopfschmerzen nicht immer eindeutig gesagt werden.

Besonders effektiv sind Nackenkompressen mit heißer Zwiebel oder warmem Meerrettich. Da Zwiebeln und Meerrettich jedoch die Haut sehr reizen können, werden die Auflagen nur für einen kurzen Zeitraum in Kontakt mit der Haut gebracht.

2. Ätherische Öle gegen Kopfschmerzen:

Studien haben bestätigt, dass Pfefferminze zuverlässig gegen Kopfschmerzen wirkt und dabei sogar mit herkömmlichen Schmerzmitteln mithalten kann. Sie sollten dazu am besten reines ätherisches Öl verwenden. Einfach zwei bis drei Tropfen Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen einmassieren. Vermeiden Sie dabei unbedingt den Kontakt mit den Augen!

Achtung:
Pfefferminzöl darf nicht bei Babys und Kleinkindern angewendet werden. Eine Alternative wäre Lavendelöl.

3. Ein Fußbad mit Senfmehl gegen Kopfschmerzen:

Fußbad gegen Kopfschmerzen
© New Africa / stock.adobe.com

Auch ein Fußbad kann gegen Kopfschmerzen helfen. Dafür benötigen Sie schwarzes Senfmehl, das in Apotheken erhältlich ist. Für ein Fußbad werden dann 20 Gramm Senfmehl mit sechs Litern Wasser verrührt. Das Wasser sollte eine Temperatur von circa 36 Grad aufweisen. Füße und Unterschenkel nun für eine Viertelstunde in das Wasser eintauchen.

Nach dem Bad wird die Haut gut abgewaschen und mit einer Bodylotion versorgt.

Achtung:
Senfmehl reizt die Haut und ist bei empfindlicher Haut, Krampfadern oder bei Kindern nicht anzuwenden.

4. Kneipp-Anwendungen gegen Kopfschmerzen:

Sebastian Kneipp hat eine Reihe von Anwendungen entwickelt, welche auf das Gefäßsystem eine stimulierende Wirkung ausüben. Daher können kalte Wadenwickel, wechselwarme Fußbäder oder kalte Güsse eine positive Wirkung gegen Kopfschmerzen besitzen.

5. Kaffee hilft gegen Kopfschmerzen:

Dies ist für viele Kaffeetrinker vermutlich eine gute Nachricht. Tatsächlich kann schwarzer Kaffee mit Zitronensaft bei Kopfschmerzen helfen. Von einem übermäßigen Kaffeekonsum ist gleichzeitig abzuraten, da dieser im Gegenzug Kopfschmerzen auslösen kann.

6. Mit Pflanzenkraft gegen Kopfschmerzen:

Tees aus verschiedenen Pflanzen können Kopfschmerzen lindern. Eine positive Wirkung üben Melisse, Baldrian oder Schlüsselblume aus. Sie können die Pflanzenteile einzeln aufbrühen oder als Mischung genießen.

7. Mutterkraut lindert Beschwerden:

Mutterkraut
© nadin333 / stock.adobe.com

Bei Mutterkraut handelt es sich um eine beinahe vergessene Heilpflanze. Optisch ähnelt Mutterkraut der Kamille. Die Anwendung kann als Tee oder in Kapselform erfolgen. Bei der Dosierung sollten Sie sich in der Apotheke beraten lassen. Dort lässt sich Mutterkraut auch erwerben.

8. Bewegung kann Kopfschmerzen vertreiben:

Auch Bewegung kann Kopfschmerzen lindern. Dies funktioniert besonders gut bei Schmerzen, die vom Hinterkopf in den Nacken ausstrahlen und Ihnen das Gefühl geben, mit dem Kopf in einem Schraubstock festzustecken.

Wer viel am Schreibtisch arbeitet, kann sich schon mit einem kleinen Spaziergang behelfen. Bewegung an frischer Luft fördert die Durchblutung und entlastet die überforderten Augen. Wer ganztags am Computer sitzt, sollte in einem bestimmten Zeitintervall Schulterkreisen, Nacken beugen und andere Lockerungsübungen einbauen.

9. Ingwer gegen Kopfschmerzen:

Ingwer ist ein bekanntes Mittel bei Übelkeit auf Reisen. Die gesunden Knollen helfen aber auch schnell und unkompliziert bei Kopfschmerzen. Durch das Kauen einer Ingwerscheibe werden die schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkstoffe zügig freigesetzt. Gegen fest sitzenden Schnupfen, der für Kopfschmerzen verantwortlich sein kann, hilft auch eine Paste aus Ingwer, die sich leicht selbst herstellen lässt.

  1. Frischen Ingwer schälen und reiben (einen Teelöffel).
  2. Ingwer mit einer Messerspitze Nelkenpulver vermischen.
  3. Paste auf die Stirn auftragen.
  4. Paste nach 15 Minuten abnehmen.

Nach dem Entfernen der Ingwer-Paste dürfte die Stirn leicht gerötet sein. Dies ist eine vollkommen normale und sogar gewollte Reaktion und das Ergebnis einer gesteigerten Durchblutung, die letztlich zum Lindern der Schmerzen beitragen soll.

10. Vanille hilft gegen Kopfschmerzen:

Vanilleschoten
© Africa Studio / stock.adobe.com

Dass Vanille gegen Kopfschmerzen hilft, war bereits im alten Ägypten bekannt. Der Grund dafür ist heute geklärt. In Vanilleschoten ist mit Eugenol nämlich ein ätherisches Öl enthalten, welches Schmerzen lindert und die Blutgefäße erweitert. Die Wirkung kann mit Vanilleöl erreicht werden, welches in einer Duftlampe im Raum verteilt wird.

Sie können Vanilleextrakt aber auch mit Wasser mischen und in kleinen Schlückchen zu sich nehmen. Ein Teelöffel auf ein Glas Wasser ist dabei ausreichend.

11. Zimtbrei kühlt und entspannt:

Zimt ist ein weiterer Wirkstoff aus dem Gewürzregal, der bei Kopfschmerzen für Linderung sorgen kann. Dazu einfach aus Zimt und Wasser eine breiige Masse herstellen. Dieser Zimtbrei sollte dann auf die Stirn aufgetragen werden. Nach 15 Minuten wird die Zimtmasse gründlich abgewaschen. Die Kopfschmerzen sollten sich dann deutlich gebessert haben.

12. Mit einem Eistuch gegen Migräne vorgehen:

Bei Migräne kann eine Kältebehandlung helfen. Dazu einfach Kältekompressen in den Nacken legen. Besonders effektiv erscheint ein Eistuch, was sich jeder selbst herstellen kann:

  • Salzlösung ansetzen (1 Liter kaltes Wasser, 1 Esslöffel Kochsalz, etwas Essig).
  • Zwei Handtücher aus Frottee oder Baumwolle bereithalten.
  • Ein Handtuch in die Salzlösung tauchen und anschließend gut auswringen.
  • Tuch etwa 20 Minuten in den Gefrierschrank legen.
  • Mit dem zweiten Tuch ebenso verfahren.
  • Nun beide Tücher nacheinander verwenden und austauschen.

So befindet sich immer ein Tuch in der Kühlung und Sie können von der Körperwärme aufgeheizte Tücher schnell austauschen.